Cheesecake vegan
  • 1h10min
  • 5,0 (21)

Veganer Cheesecake mit Keksboden

  • Vegan

Für einen super cremigen, köstlichen New York Cheesecake braucht ihr keine tierischen Zutaten. Und das Ergebnis überzeugt auch Nicht-Veganer!

Kathrin Runge

Rezept von Kathrin Runge

vom 16.05.2021

Natürlich ist der Original NY Cheesecake immer wieder ein Genuss – aber dieser vegane Cheesecake braucht sich dahinter definitiv auch nicht zu verstecken. Er ist genau so, wie man es vom amerikanischen Klassiker kennt: auf einen buttrig-knusprigen Keksbröselboden folgt eine herrlich üppige, kompakte Creme.

Luftig-locker ist da nichts – aber das soll ein veganer Cheesecake auch gar nicht sein. Während manche sagen, dass man von ihm nur ein Ministückchen essen könne, sehe ich das anders: Der Cheesecake ohne Ei, Frischkäse und Quark ist so gut, dass man davon mehr essen muss 😉 … Zutaten und Zubereitung sind reichlich unspektakulär. Damit der Cheesecake vegan wird, dürfen natürlich weder Butter noch Milchprodukte für den Belag hinein. Dennoch braucht ihr keine Spezialzutaten: Ich backe den veganen New York Cheesecake mit Keksboden einfach mit pflanzlichen Alternativen. Zum einen ist das Margarine, vegane Butter oder Kokosöl. Zum anderen kommt in den Cheesecake veganer Skyr oder ein ähnlicher „Quark/Frischkäse“ ohne tierische Zutaten. Gibt es inzwischen in vielen Varianten eigentlich in jedem Supermarkt.

Ihr findet auf meiner Seite viele unterschiedliche Käsekuchenrezepte – darunter auch Muffins und diese Würfel sowie gesündere wie der Low Carb Cheesecake, dieser kalorienarme oder dieser vegane mit Tofu. Letzterer hat mich nie hundertprozentig überzeugt. Das heutige Rezept ist wie der „traditionellere“ vegane Käsekuchen mit Mürbeteig daher deutlich näher am Klassiker: ein veganer Cheesecake ohne Tofu, Cashew oder ähnliches.

So schmeckt der Cheesecake ohne Eier, Butter & Quark am besten

Für den Boden eignen sich optisch und geschmacklich Vollkornkekse oder veganisierte Graham Cracker am besten. Aber genauso gut tun es natürlich auch andere vegane Kekse. Klar: „Gesund“ im Sinne von fettärmer, kalorienärmer, natürlicher oder zuckerärmer ist das Ergebnis nicht wirklich. Aber Genuss darf ja auch einfach mal nur Genuss sein, oder? Und wenn ihr z.B. Gäste oder Kollegen beglücken wollt, von denen (nur) ein Teil vegan lebt, passt dieses vegane Cheesecakerezept perfekt. Schmeckt allen. Versprochen!

veganer amerikanischer Käsekuchen

Die Stabilität erhält der Kuchen durch Puddingpulver oder Speisestärke sowie eine lange Kühlzeit. Egal, ob man Cheesecake vegan backt oder normal: Ihr solltet ihn im Wasserbad garen. Mit einem fruchtigen Topping kann man auch den ein oder anderen möglichen Mini-Riss aber gut kaschieren 😉 . Im Sommer ist ein veganer Cheesecake mit Blaubeeren oder Himbeeren toll. Aber ehrlich gesagt schmeckt er uns pur tatsächlich am besten. Testet es doch mal aus! Übrigens: Auch der Zupfkuchen ohne tierische Zutaten ist köstlich.

Veganer Cheesecake

Köstliche, pflanzliche Variante des amerikanischen Klassikers: Dieser Cheesecake wird herrlich cremig und kompakt!
Kathrin Runge Rezept von Kathrin Runge
Vorbereitung20 Minuten
Backzeit50 Minuten
Kühlzeit6 Stunden

Zutaten

1
kl. Springform (20-22 cm)

Für den Keksboden

  • 150 Gramm vegane Vollkornkekse siehe Tipps
  • 75 Gramm Margarine siehe Tipps

Für die Creme

Zubereitung

  • Die Kekse fein mahlen oder zerbröseln und mit der flüssigen Margarine vermischen. Der Kuchen wird später im Wasserbad gegart. Dafür den Boden der Form (20-22 cm), die sehr gut schließen sollte, mit Backpapier bespannen und die Ränder einfetten. Die Form zusätzlich mit Alufolie komplett rundherum „einpacken“.
  • Backofen auf 170 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Keksbrösel gleichmäßig auf den Boden der Form drücken. Für den Belag Zucker und Puddingpulver mischen und mit dem veganen Quark glattrühren. Alle weiteren Zutaten ebenfalls gut unterrühren. Die Creme auf dem Boden verteilen und glattstreichen.
  • Ein tiefes Backblech, eine große Auflaufform oder einen Bräter mit heißem Wasser füllen (maximal zwei Drittel so hoch wie die Springform). Auf ein Ofengitter stellen. Den Kuchen in der eingepackten Springform ins Wasser stellen und ca. 50 Minuten garen.
  • Eventuell nach 40 Minuten abdecken, damit er nicht zu dunkel wird. Die Creme wird beim Abkühlen noch fester. Den Backofen ausschalten. Die Ofentür nach dem Backen spaltbreit auflassen (z.B. mit einem Holz-Kochlöffel) und den Cheesecake nochmal ca. 30 Minuten darin stehen lassen.
  • Die Form danach vorsichtig aus dem Wasserbad holen. Den Kuchen vor dem Anschneiden unbedingt nochmal einige Stunden kühl stellen, am besten über Nacht. 

Anmerkungen

  • Für den Boden eignen sich z.B. veganisierte Graham Cracker (mit Sirup statt Honig und Margarine statt Butter), McVitie´s Digestivediese „Butter“kekse, oder diese veganen ohne Zucker.
  • Anstelle von Margarine kann man auch eine vegane Butteralternative verwenden oder Kokosöl. Von letzterem benötigt man weniger. Mehr dazu in meinem Guide zu Backen mit Kokosöl und Kokosfett.
  • Veganer Skyr bzw. vegane Quarkalternativen sind in fast allen Supermärkten, Reformhäusern und Bioläden erhältlich. Am besten schmeckt Vanille-Skyr. Bei ungesüßtem sollte man mehr Zucker verwenden (ca. 130g).
  • Es ist möglich, den Kuchen ohne Wasserbad zu backen, allerdings kann er dann mehr Risse bekommen.
  • Für das optionale Fruchtmus einfach (TK)Beeren mit etwas Zucker kochen und pürieren. Direkt vor dem Essen aufstreichen.
  • Auf andere Backformgröße umrechnen

    Die passenden Zutatenmengen für andere Backformgrößen könnt ihr mit unserem Umrechner ermitteln.

  • Du hast nicht alles da?

    In der Zutaten Tauschbörse findet ihr Tipps, wie und durch was ihr Zutaten ersetzen könnt.

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Kathrin Runge

Hallo, ich bin Kathrin!

Ich bin Gründerin von „Backen macht glücklich“, Backbuchautorin, Journalistin und seit meiner Kindheit leidenschaftliche Bäckerin. Was mich glücklich macht? Neue Rezepte zu entwickeln, sie auszuprobieren, zu fotografieren und mit euch zu teilen.

Seit 2012 findet ihr hier alles rund ums Backen – von schnellen Muffins bis zur festlichen Torte.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Stöbern und Nachbacken. Schön, dass du das bist!

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19 Kommentare

  1. Ich habe das Rezept für den Geburtstag meiner Schwester gemacht und es war super! Es war ein völlig neues Erlebnis, veganen Käsekuchen im Wasserbad zu machen. Sonst haben wir immer entweder Backmischungen benutzt oder Hirse. Für den Boden habe ich Zartbitter-Vollkornkekse benutzt und ca. zwei Esslöffel Zitronensaft mit dem Abrieb einer Zitrone. Da mir die Konsistenz, wie im Rezept vorgeschrieben, zu flüssig erschien, habe ich noch eine ganze Packung Puddingpulver benutzt. Dadurch ist der Kuchen dann ein wenig fester geworden, aber er wäre auch so völlig fest genug geworden. Als Topping haben wir vegane Sprühsahne und frische Blaubeeren verwendet. Viele Grüße und danke für das tolle Rezept 🙂

    1. Hallo Ella, wie schön, dass der vegane Cheesecake zum Geburtstag deiner Schwester so gut angekommen ist, und danke für deine ausführliche Rückmeldung 🙂

  2. Schmeckt ausgezeichnet

    1. Das freut mich total! Danke fürs Feedback

  3. Desiree Tobias

    Hallo, der Kuchen sieht toll aus. Würde ich gerne nachmachen aber kann man auch statt veganem Skyr von Simply v Frischkäse Streichzart verwenden wg Sojaallergie?

    1. Hallo, ich habe mit dem Produkt keine Erfahrung.

  4. In der Zubereitung steht „veganer Quark“, in der Auflistung der Rezepte steht jedoch kein Quark. Ich hoffe mit Quark ist der Jogurt gemeint. Ich mache den Käsekuchen gerade hahaha

    Liebe Grüße

    1. Hallo Vanessa, Skyr ist mehr oder weniger Quark. Kein Joghurt. Wenn du also veganen Skyr oder veganen Quark genommen hast, machst du alles richtig. Normaler Soja Joghurt funktioniert hier nicht.

  5. Hi,
    wenn ich dem Link für Puddingpulver (lt. Rezept 1,5 Packungen nötig) folge, komme ich auf Amazon und mir wird eine 1 kg Packung Pulver angezeigt oO
    nehme an, dass ich nicht 1,5 kg Puddingpulver für den Kuchen brauche oder? 😀

    1. Hallo Markus, oh, da hast du natürlich recht. Danke für den Hinweis. Könnte etwas fest werden mit so viel Puddingpulver 😉 . Du brauchst eineinhalb normale Päckchen, entsprechend etwa 60 g Puddingpulver, wie auch 60 g Speisestärke im Rezept steht

  6. Immer wieder komme ich zu genau diesem Rezept zurück wenns um Cheesecake geht!
    Der Kuchen ist fest aber so cremig! Oft experimentiere ich und nutze zB auch mal veganen Limettenjoghurt, vegane Zimtkekse als Boden oder füge Heidelbeeren hinzu! Immer wieder gelungen und es bleibt am Ende nie was übrig! Danke für dieses Rezept ?

    1. Wow – wie schön! Danke für dein tolles Lob. Freut mich sehr.

  7. Habe diesen nun gebacken aber mit 60 Speisestärke wird der Kuchen viel zu fest. Könnte evtl. ein Schreibfehler vorliegen?

    1. Hallo, das ist kein Schreibfehler, die 60 g Speisestärke stehen so im Rezept. Sie sind nötig, weil die Eier fehlen, die sonst für Bindung sorgen. Ein Tipp aus den Kommentaren: Alternativ reicht auch 1,5 Päckchen Vanille-Puddingpulver statt der Speisestärke, das bindet etwas weicher. Falls du es nochmal probierst, wäre das vielleicht die angenehmere Variante für dich 😉

  8. Hey Katrin,
    Sag mal meinst du man kann den Cheesecake auch in Muffinförmchen machen ? 🙂

    1. Hallo, ich denke schon, du brauchst aber auf jeden Fall Silikonförmchen. Und die Backzeit ist natürlich viel viel kürzer

  9. Uhh der sieht ja klasse aus! Habe leider Fructoseintoleranz, von daher kann ich keine „normalen“ Früchte verwenden 🙁 Stattdessen nehme ich immer fructosefreien Aufstrich. Aber das Beste an einem Cheesecake ist eh die Vanillepaste in der Creme! ?

  10. Also ich habe ihn noch nicht ausprobiert aber er siet lecker aus??

    1. Lieben Dank – er IST auch superlecker 🙂