Gugelhupf Grundrezept Hefe
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  • 4,7 (254)

Klassischer Gugelhupf aus Hefeteig (Grundrezept)

Omas traditioneller Hefe-Gugelhupf schmeckt immer wieder gut! Und mit diesem Rezept ist das Backen des fluffigen Gebäcks ein Kinderspiel

Kathrin Runge

Rezept von Kathrin Runge

vom 27.01.2022, zuerst veröffentlicht 2017

Dieser traditionelle Gugelhupf aus Hefeteig ist wunderbar locker, buttrig und flaumig – ein Hoch auf alle Klassiker! Auch wenn es sich weder um einen außergewöhnlichen noch hippen Kuchen handelt, sollte jeder Back-Haushalt ein klassisches einfaches Hefe-Gugelhupf Grundrezept besitzen. Meines verrate ich euch in diesem Beitrag.

Vor dem klassischen Gugelhupf-Rezept eine kurze Erklärung zu den Begrifflichkeiten. Es ist nämlich ein bisschen verwirrend. Unter „Gugelhupf“ versteht jeder etwas anderes: Die einen meinen damit die Form des Gebäcks, das in einer hohen Napfkuchen- oder Kranzkuchenform gebacken wird. Drin steckt dann mal ein Marmorkuchen, mal ein Zitronenkuchen, mal Eierlikörkuchen (alle zu finden auf unserer Gugelhupf-Übersichtsseite). Die anderen haben eine engere Definition. Und tatsächlich ist der Original-Gugelhupf mit Hefe und keinesfalls aus Rührteig. Omas Gugelhupf schmeckt wunderbar. Er besteht wie die Hefe-Waffeln aus einem vergleichsweise üppigen, in meinem Fall gerührten Hefeteig, und ist nicht allzu süß. Umso wichtiger ist die dicke Puderzuckerschicht. Wer den Klassiker nicht kennt, kann ihn sich am besten als Mischung aus normalem Hefezopf, Buchteln und französischer Brioche vorstellen. Die Zubereitung ist – trotz des manchmal als kompliziert verschrienen Teigs – nicht schwierig.

Wie schon erwähnt, wird mein Gugelhupf-Grundrezept mit Hefeteig zubereitet, der gerührt statt geknetet wird. Es geht also doch ein bisschen in Richtung Rührteig 😉 … Natürlich muss er vor dem Backen ordentlich gehen – nicht in der Schüssel, sondern von Anfang an direkt in der Form. Die buttert man vorher und streut sie mit Mandelblättchen aus.

So wird der Hefe-Gugelhupf saftig, locker und flaumig

Damit der Hefeteig Gugelhupf saftig, locker und flaumig wird, verwende ich gerne doppelgriffiges Mehl oder Wiener Griessler oder Mehl Type 550. Grundsätzlich gelingt er aber auch mit Standard-Weißmehl oder hellem Dinkelmehl. Am liebsten essen wir den Gugelhupf mit Rosinen. Wer die partout nicht ausstehen kann, lässt sie weg oder ersetzt sie durch andere Trockenfrüchte, etwas Cranberrys, gehackte Aprikosen oder Kirschen.

Einfacher Hefe Gugelhupf

Falls ihr euch fragt, ob man Hefe-Gugelhupf mit Trockenhefe backen kann: Klar, so wie jeden Hefeteig. Statt 30g Hefe also ca. 10g oder 1.5 Tütchen Trockenhefe. Ich rate dennoch zu Frischhefe. Übrigens solltet ihr den Kuchen, anders als die Varianten aus Rührteig, am besten frisch essen. Oder einfrieren – klappt wunderbar. Aber in den meisten Fällen dürfte ohnehin kaum mehr etwas übrig sein…

Gugelhupf mit Hefeteig

Ein überaus beliebter Klassiker aus gerührtem Hefeteig: Omas einfacher Gugelhupf mit Mandeln und Rosinen wird wunderbar flaumig und saftig! Das Rezept lässt sich auch toll variieren.
Kathrin Runge Rezept von Kathrin Runge
Vorbereitung15 Minuten
Backzeit40 Minuten
Wartezeit1 Stunde
Gesamt55 Minuten

Zutaten

1
gr. Gugelhupfform
  • 30 Gramm frische Hefe
  • 20 Gramm Zucker
  • 250 Milliliter Milch lauwarm
  • 150 Gramm Butter weich
  • 120 Gramm Zucker
  • 3 mittelgroße Eier
  • 500 Gramm Weizenmehl am besten Type 550 oder doppelgriffiges
  • 100 Gramm Rosinen
  • 1 Esslöffel Apfelsaft oder Rum
  • 50 Gramm Mandelblättchen
  • Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung

  • Saft oder Rum über die Rosinen geben. Die Hefe mit dem Zucker in die lauwarme Milch bröckeln und umrühren, bis sie sich auflöst. 5 Minuten stehen lassen. Währenddessen die Form(en) einfetten und am Boden mit den Mandelblättchen ausstreuen. Der Teig reicht für eine gr. Gugelhupfform mit mindestens ca. 24 cm Durchmesser oder 2 kleine.
  • Die weiche Butter mit dem restlichen Zucker schaumig schlagen, die Eier einzeln nacheinander gut unterrühren. Das Mehl mit dem Hefewasser zu der Masse geben. Alles zu einem geschmeidigen Teig vermengen.
  • Die Rosinen mit etwas Mehl bestäuben und vorsichtig unter den Teig heben. Teig in die vorbereitete Form(en) geben und an einem warmen Ort 1-1.5 Stunden gehen lassen, bis sich das Volumen etwa verdoppelt hat.
  • Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Gugelhupf ca. 45 Minuten backen; gegen Ende eventuell abdecken. Sehr kleine Formen benötigen nur etwa 35-40 Minuten. Abkühlen lassen und mit viel Puderzucker bestäuben.

Anmerkungen

Das Rezept reicht für eine große oder zwei kleine Backformen.
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Kathrin Runge

Hallo, ich bin Kathrin!

Ich bin Gründerin von „Backen macht glücklich“, Backbuchautorin, Journalistin und seit meiner Kindheit leidenschaftliche Bäckerin. Was mich glücklich macht? Neue Rezepte zu entwickeln, sie auszuprobieren, zu fotografieren und mit euch zu teilen.

Seit 2012 findet ihr hier alles rund ums Backen – von schnellen Muffins bis zur festlichen Torte.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Stöbern und Nachbacken. Schön, dass du das bist!

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52 Kommentare

  1. Hallo Kathrin!
    Habe heute dein Gugelhupf ausprobiert, tolles Rezept und auch sehr gut gelungen.
    Da ich öfter etwas backe, ist mir aber bei den Zutaten aufgefallen, dass komplett auf das Salz vergessen wurde.
    Man braucht doch Salz bei einem Kuchen, manchmal nur eine Prise, manchmal mehr.
    Ich habe auf diese Menge Mehl sogar 9g dazugegeben und so war er perfekt im Geschmack.
    Aber grundsätzlich ein tolle Rezept zum Nachbacken. Danke dafür.
    Liebe Grüße Klaudia

    1. Hallo Klaudia, ja, eine Prise Salz schadet beim Backen nie 🙂 , meistens notiere ich sie auch, es passiert aber auch nichts, wenn du sie weglässt. Salz kann Aroma etwas heben. 9 g fände ich persönlich für so ein Kuchen zu viel, aber das kann man ja nach Geschmack gestalten.

  2. Dieses Rezept ist großartig. Nicht so viele Eier und nicht so viel Zucker.

    1. Dein Feedback freut mich sehr 🙂

  3. ALLES WIE VORHER SO LIEBEVOLL BESCHRIEBEN

  4. Habe den Hefe Napfkuchen heute gebacken.Der Teig war zuerst in einer zu kleinen Form darum mußte ich etwas Teig abnehmen und in einer anderen kleinen Form geben .Dann gebacken .Den kleinen Kuchen sofort aufgegessen .Hmh war sehr locker,lecker und nicht so süß. Diesen Gugelhupf werde ich öfters backen. Danke für das Rezept. MfG Brita

    1. Das freut mich total ☺️

  5. Ein gutes Rezept und einfach nachzubacken.
    Leider hat mein Ergebnis etwas mehlig und trocken geschmeckt.

    1. Danke für deine Rückmeldung. Trocken sollte der Kuchen eigentlich nicht sein. Klar, es ist kein buttriger Rührkuchen, aber wenn er trocken schmeckt, hätte er bei dir evtl etwas kürzer im Ofen gebraucht.

  6. Sehr einfach, geht schnell und super lecker. Mache ihn immer wieder. Klar muß er gehen, aber den Teig rühren geht schnell

  7. Ich habe alles so gemacht wie im Rezept. Der Teig war sehr schön aufgegangen, und der Kuchen sah nach dem Backen auch toll aus. Aber leider hat er nicht geschmeckt. Total trocken. Mein Mann hat geschimpft, dass ich nicht die altbewährten Rezepte genommen habe.

    1. Also wenn er trocken war, hätte er bei diesen üppigen Zutaten vielleicht einfach nur etwas kürzer im Ofen gebraucht? Das bisherige Feedback ist ja sehr positiv, und normal sollte bei so viel Butter etc. auch nichts trockenes rauskommen.

  8. Caitlin mka Katie

    Hallo Kathrin,
    habe gerade dein Gugelhupf Grundrezept vegan „umgebaut“ in Arbeit
    anstatt 3 Eier = 30 g Sojamehl
    Mehl = 100 g Kartoffelstärke + 400 g Weizenmehl
    Sojamilch anstatt 250ml => 300ml
    1TL Rosenwasser
    normale Margarine anstatt Butter (bitte bei Margarine auf die Zutatenliste wegen vegan achten)
    Ergab jetzt spontan ein randvolles 12er-Blech Mini-Güggelis
    die nächste Charge bekommt anstatt Rosinen wahrscheinlich geschredderte Datteln als Fruchteinlage 😉 ; ich mag keine Rosinen 😜
    würde mich freuen, wenn du einmal mein Rezept selbst ausprobierst.
    Ach ja … Bis auf das Weizenmehl und die Speisestärke habe ich alles in 2 schritten verrührt und dann das Mehl als letzten schritt hinzugegeben.
    Schritt 1 den kleinen Teil Zucker+Trockenhefe+Sojamilch verrühren und in den 50°C warmen Backofen stellen
    Schritt2 Sojamehl, Margarine, Rosenwasser dazu und mit Handmixer auf Stufe 1 durchrühren
    schritt 3 die Mehl-Kartoffelstärkemischung dazu und jetzt »Vollgas« für den Handmixer
    VG
    Katie

    1. Hallo Katie, das klingt ja interessant! Danke für die Variante. Hat das Ergebnis gut geschmeckt?

  9. Der Hefeteig ging super auf, der Kuchen war auch luftig, aber der Geschmack (trotz Granberrys) sehr hefig. Der Kuchen war extrem trocken. Ich war ganz schön enttäuscht, aber wenigstens sah er super aus.

  10. Angelika Bode

    Ich habe den Gugelhupf mit kleinen Änderungen nachgebacken…..30Min. vorher einen Vorteig mit 15g Hefe gemacht. Den Zucker auf insgesamt 100g reduziert, 1/2 Teel. Salz ,Vanilleextract, Zitronenabrieb dazu. Die Rosinen 24 Std. vorher in Vanillerum eingeweicht.
    Mehl hatte ich nur noch 280g 480er Weizenmehl doppelgriffig da und habe 220g Dinkelmehl 630 genommen. Der Gugelhupf ist herrlich locker und fluffig und hat einen tollen Geschmack.

    1. Es freut mich, dass das Rezept mit Abwandlungen gelungen ist. Danke für deinen Erfahrungsbericht 🙂

  11. Hallo Kathrin,
    das ist wirklich ein schönes, einfaches Rezept. ?
    Meine Familie war auch begeistert. Das einzige was ich noch hinzugefügt habe war Zitronenabrieb und echte Vanille (das mach ich aber immer in süßen Hefeteig, denn Hefeteig ist ja ein neutraler Teig)

    1. Das freut mich, und ja, Vanille ist immer gut!

  12. Hallo,
    das Rezept hat technisch gut funktioniert, aber meine Familie fand den Geschmack, trotz allerbester Zutaten plus Rumrosinen, zu flach und den Guglhupf nicht wiederholungswürdig. „Irgendwie fehlt da was“ und „nicht süß genug“ war der Tenor (! – obwohl wir es gar nicht sooo süß mögen und Puderzucker großzügig darauf verteilt wurde). Schade. Der sah so gut aus, aber ich musste ihnen Recht geben. Vielleicht probiere ich es noch einmal mit etwas Zitronenabrieb, einer Prise Salz und 25 g mehr Zucker.

    1. Ja, gib ihm doch noch eine Chance 🙂 Klassischer Hefegugelhupf ist tatsächlich nicht mit ganz normalem Kuchen zu vergleichen, sondern geht eher in Tendenz Zopf. Aber natürlich kannst du auch mehr Zucker verwenden. Ist sicher auch Geschmackssache, wie du an den anderen Kommentaren siehst, sind viele begeistert vom Rezept

  13. Bin begeistert. Rezept hat gut geklappt und schmeckt lecker

    1. Danke! Den wollte ich auch schon lang mal wieder machen 🙂

  14. Super Rezept, kenne ich noch so aus meiner Kindheit, leider geriet dieses in Vergessenheit.

    1. Ja, alte Familienrezepte sind oft die besten 🙂

  15. Waltraud Granig

    Ein Würfel Hefe hat 42 Gramm, im Rezept werden 30 Gramm benötigt – was mach ich mit dem Rest von 10 Gramm? Ich denke, ich werde das Rezept etwas abändern und 600 Gramm Mehl nehmen und analog dazu etwas mehr Milch. Meine Form ist groß genug, damit sich diese Menge nach dem Aufgehen ausgeht. Ich habe von Weihnachten noch Zitronat und Mandelstifte übrig und die knete ich unter, denn Rosinen sind in meiner Familie nicht so gefragt.

    1. Hallo Waltraud, ich verstehe die Hefefrage ehrlich gesagt nicht so ganz, da bei allen Rezepten ja immer irgendetwas übrig bleibt – sei es von Butter, Backpulver oder Milch. Du kannst auch Trockenhefe verwenden, dann ist keine frisch übrig. Oder du backst mit dem Rest etwas anderes Schönes 🙂 Natürlich ist es bei größerer Form auch super möglich, die Mengen zu erhöhen.

      1. Mein Tipp:Ich werfe ungern etwas weg; daher gebe Hefereste gut eingewickelt in einer kleinen Box in den Tiefkühler, gebe dann entsprechende Menge gefroren zur lauwarmen Milch und Zucker, sie löst sich rasch auf. Bisher machte ich damit keine negativen Erfahrungen. Hefegugelhopf nach Kathrins Rezept ist ein Hit in meinem Backsortiment und ich werde ihn für einen Ostersonntagskaffee der Anglikanischen Kirche St. Ursula in Bern spendieren. Solche Kuchen eignen sich besonders, wenn man keinen grossen Aufwand betreiben kann. Eine Serviette als Unterlage genügt. Danke an Kathrin und schöne sonnige Ostern ?

        1. Vielen Dank für dein vieles tolles Feedback und auch Tipps für andere Leser, freut mich wirklich sehr!