Ein italienischer Apfelkuchen sollte es sein. Als mich eine Freundin nach einem guten Rezept für Torta di mele gefragt hat, habe ich erstmal nur wie ein Fragezeichen geschaut. Ja, wir lieben Apfelkuchen im Allgemeinen, ich liebe Italien, aber die Kombination war mir noch nie untergekommen. Das hat sich glücklicherweise geändert.
Wie es der Zufall so will, habe ich vor einigen Tagen gefühlte 10 Kilo Äpfel aus dem Garten meiner Oma bekommen. Bei 4 Personen kommt das ganze Obst nicht so schnell weg. Es sei denn, man backt einen riesigen italienischen Apfelkuchen 🙂 ! Der ist nämlich nicht nur unglaublich saftig, fruchtig und einfach zu machen – er enthält auch vergleichsweise viele Äpfel. Das Rezept für den Apfelkuchen italienischer Art habe ich dann kurzerhand bei einer waschechten Italienerin „angefragt“. Ich habe allerdings deutlich (!) weniger Zucker verwendet – und er ist immer noch gut süß geworden, außerdem andere Zutatenmengen, da ich den Kuchen in einer bestimmten Pieform backen wollte. Mensch, ist der lecker geworden!
Wahrscheinlich gibt es gar nicht den einen typisch italienischen Apfelkuchen, so wie es auch nicht den deutschen gibt, sondern völlig unterschiedliche (wie ihr schön bei unseren vielen Apfelkuchen-Rezepten sehen könnt). Jedenfalls wird Torta di mele meist mit Apfel-Scheiben statt -Spalten sowie einem Rührteig mit flüssigem Fett gemacht.
Das Motto für die torta di mele: Viel Frucht, wenig Teig
Ich habe für mein Rezept wirklich sehr viele Apfelscheiben verwendet, sodass der italienische Apfelkuchen einfach nur lecker, fruchtig und saftig wird. Das Motto: Viel Obst, wenig Teig. Übrigens: Neben diesem herrlichen Apfelkuchen aus Italien kann ich euch auch den ebenfalls italienischen Ricottakuchen ans Herz legen 🙂
Italienischer Apfelkuchen (Torta di Mele)
Zutaten
- 5 große Äpfel ca. 750g
- 1 Esslöffel Zitronensaft
- 2 mittelgroße Eier
- 180 Gramm Zucker
- 100 Gramm Butter geschmolzen
- 200 Gramm Weizenmehl
- 3 Teelöffel Backpulver
- 1 Prise Salz
- 120 Milliliter Milch grobe Angabe
Zubereitung
- Ofen auf 175 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Spring- oder Pieform einfetten und mit etwas Mehl bestäuben. Die Äpfel schälen, entkernen und in dünne Spalten schneiden oder hobeln. Mit dem Zitronensaft beträufeln.
- Die Eier mit dem Zucker schaumig schlagen. Die flüssige Butter im Wechsel mit der Mehl-Backpulver-Salz-Mischung unterrühren. Zuletzt die Milch schluckweise dazugeben. Der Rührteig sollte recht fest sein.
- Die Apfelscheiben mit einem Teigschaber unter den Teig heben. In die Form geben und glattstreichen. Kuchen ca. 50 Minuten backen, bis er goldgelb und durchgebacken ist (am besten eine Stäbchenprobe machen). Sollte er zu schnell bräunen, bedeckt ihn am besten mit etwas Alufolie.
80 Kommentare
Sehr lecker Kathrin, und super schnell zu machen, wenn der heißhunger auf Süß kommt. Aber ich werde das nächstes mal etwas abwandeln. Auf jeden Fall mehr Äpfel nehmen. Ich hatte nur zwei Stück da, aber auch eine Springform, die nur 17cm Durchmesser hat, trotzdem hätte es ein Apfel mehr sein können, und ich hab den Zucker noch um 20 g reduziert, ist mir immer noch süß genug. Mandelblättchen werde ich nächste mal oben drauf machen, das ist bestimmt auch super, ich hatte nur jetzt keine da. Die Konsistenz von dem Teig gefällt mir, sehr lecker. 5 Sterne von mir. 🙂
Danke Manja, das freut mich!
Liebe Kathrin ! Ihre Rezepte sind allesamt einfach Spitze. Ich freue mich jedesmal, wenn ein neues Rezept bei mir ankommt. Auch müssen meine Lieben dann auch gleich alles probieren. Ich hingegen erfreue mich schon beim Lesen des Rezeptes und kann mir auch schon geschmacklich die einzelnen Zutaten vorstellen wie es schmeckt !
Ich möchte mich bei Ihnen liebe Katrin, ganz herzlich für all die tollen Rezepte bedanken und wünsche Ihnen sowie Ihrer gesamten Familie ein besinnliches Weihnachtsfest sowie alles Gute für 2020. Ihre treue Leserin Karin
Vielen lieben Dank für diesen schönen Kommentar, das Lob und die Wünsche! Ich freue mich sehr, dass meine Rezepte so gut ankommen. Alles Liebe und weiter viel Freude am Backen!
Kathrin
Hallo Kathrin,
ich habe diese Torta di Mele gestern gebacken und war begeistert. In meiner Jugend war ich mehrmals in Italien bei Familien zu Gast, da wurde oft eine La Torta ganz ohne Obst gebacken, aber im Teig ähnlich. Von daher hatte ich schon schöne Jugenderinnerungen. Mit dem hohen Apfelanteil – ich habe 5 Royal Red genommen, die waren perfekt – dann echt toll! Ich war knapp in der Zeit und habe ihn daher etwas weniger lange gebacken, der Teig war noch ganz leicht klitschig, aber das tat dem Geschmack keinen Abbruch, wir haben den Kuchen zu dritt fast weggeputzt, der Rest ging an den Sohn einer Freundin, der den dann auch direkt verputzte. Wird defintiv noch mal gebacken!
Da er histaminarm sein musste, habe ich den Zitronensaft weggelassen und Dinkelmehl genommen. Bei schneller Verarbeitung der Äpfel kein Problem, sie wurden nicht braun. Dieser Kuchen wird definitiv in mein Standardrepertoire aufgenommen!
Liebe Monika, vielen Dank für das schöne Lob!
Hi Kathrin,
ich bin eigentlich eine wirklich miserable Bäckerin, aber dank deiner fantastischen Rezepte und Tipps sind sogar mir schon einige Kuchen gelungen. Umso mehr freue ich mich ein Rezept für die Torta de Mele gefunden zu haben.
Meinst du es gelingt auch in einer Muffinform? Bzw. wie sollte ich Backzeit und Temperatur ggf. anpassen?
Hallo Veronika, das freut mich sehr, danke dir!
Zu deiner Frage: Dürfte schon gehen, aber ich weiß nicht, ob Muffins auch so schön saftig werden. Die Backzeit musst du definitiv reduzieren.
Hallo Kathrin, ich habe dieses tolle Rezept gefunden und bereits 2x gebacken (innerhalb weniger Tage). Da der Kuchen in der Springform nach wenigen Minuten aufgegessen war, hab ich gestern die doppelte Menge genommen und den Kuchen als Blechkuchen gebacken. Habe ihn mit Dinkelmehl gebacken (1x 630 und 1×1050), und habe die Eier mit Sojamehl ersetzt, da ich allergisch auf Eier reagiere.
Alles in allem ein super Rezept, welches ganz oben in meine Rezeptmappe kommt.
Vielen Dank für die tollen Rezepte, die du auf deiner Seite teilst. Wenn ich etwas neues ausprobieren möchte, suche ich zuerst auf deiner Seite – und finde immer was. Nicht nur Kuchen, auch Eis. Ich bin froh, dass ich den Newsletter erhalte, so entgeht mir nix mehr.
Katrin
Liebe Katrin, vielen vielen Dank für deinen Kommentar – das ist wirklich das schönste Lob, das man bekommen kann 🙂
Danke auch für dein Feedback zu deiner Kuchenvariante, toll dass es auch mit teils dunklerem Mehl und Ei-Ersatz klappt
Liebe Kathrin, kann ich die Torta di Mele auch mit Dinkelmehl backen? Das Rezept klingt super lecker und ich würde gerne gleich loslegen, habe aber nur Dinkelmehl im Haus. Vielen Dank
Hallo Lu, Dinkel Type 630 kannst du problemlos immer nehmen!
Mittlerweile suche ich Rezepte nicht mehr über Google, sondern ich gucke direkt hier. Ich backe häufiger und sehr gern und passe manche der Rezepte hier ein bisschen auf meinen Geschmack an. Beispielsweise kommt in diesen Kuchen etwas Zimt. Grundsätzlich sind alle bisher ausprobierten Rezepte erstklassig und wenn man sich an die Vorgaben hält kann man schon von gelinggarantie sprechen.
Dieses ist mein absolutes liebstes Rezept für Apfelkuchen!! Super schnell zubereitet (der Ofen braucht am längsten), saftig, fruchtig. Ist auf dem kaffeetisch meistens zu erst aufgegessen. Danke fürs teilen!! 🙂
Liebe Marlene, ich habe mich riesig über dein Lob gefreut – vielen Dank! Es freut mich sehr, dass dir meine Rezepte so gut gefallen. Und: Zimt ist immer gut, stimmt 😉
Der leckerste Apfelkuchen, den ich seit langem gegessen habe.
Für eine 26 cm-Form habe ich 4 mittelgroße Boskop in Scheiben geschnitten.
War genau die richtige Aufteilung: Hat sehr nach Apfel geschmeckt, sehr saftig, Teiganteil ebenfalls genau richtig.
Toll!
Hallo Claudia, das ist ja ein herrliches Lob, Danke dir!
Liebe Kathrin,
seit ich Deine Seite entdeckt habe, backe ich noch viel lieber und probiere gern neue Rezepte von Dir aus. Heute dieses tolle Rezept für die Torta di Mele. (wir waren vor kurzem erst in Südtirol und daher viel schnell die Entscheidung auf dieses Rezept)
Da mein Mann unter Zöliakie leidet und er natürlich auch was von den Leckereien haben soll, habe ich den Kuchen glutenfrei gebacken. Und was soll ich sagen, er ist fantastisch geworden! Gerade glutenfreie Kuchen werden oft sehr trocken aber dieser ist unglaublich saftig geworden.
Ich habe das Mehl durch eine glutenfreie Mehlmischung für Kuchen ersetzt und einen Esslöffel Johannisbrotkernmehl und einen EL Flohsamenschalenpulver hinzugefügt. Außerdem habe ich ein Ei mehr und braunen Zucker verwendet sowie 150 ml Milch hinzugefügt. Ach ja, wir hatten keinen Zitronensaft im Haus. Daher habe ich frische Grapefruit ausgepresst und über die Äpfel gegeben 😉
Danke für die vielen tollen Rezepte und Texte mit den schönen, inspirierenden Bildern!
Viele Grüße, Catharina
Liebe Catharina, vielen herzlichen Dank für dein Lob und das ausführliche Feedback! Wie schön, dass der Kuchen auch glutenfrei lecker wurde 🙂
Liebe Grüße, Kathrin
Habe das Rezept jetzt erst entdeckt und gleich nachgebacken und etwas abgewandelt. Habe etwas Zucker zurück behalten und auch etwas Teig und Milch. Restlichen Teig mit der Milch verflüssigt und über die Äpfel gegeben. Äpfel habe ich nicht untergerührt, sondern auf den Teig gegeben. Ganz oben darüber den restlichen Zucker mit Zimt vermischt und kleine Butterflöckchen aufgesetzt. Das verläuft beim Backen und es bildet sich eine knusprige Kruste. Lecker. Danke für das schöne Rezept.
Das klingt gut, danke für deine Variante!
Das ist definitiv einer meiner Lieblingskuchen. Kommt immer gut an bei den Gästen. Ich gebe meistens noch Zimt zu den Äpfeln.
Danke für das tolle Rezept! Köstlich, einfach und schnell gemacht. Ich habe noch die abgeriebene Schale einer Zitrone in den Teig gegeben. Und ein Päckchen Vanillezucker. On top dann am Ende noch etwas Zimt. Das wird eins meiner Standardrezepte 🙂
Das lese ich gerne 😉 , lass ihn dir schmecken!
Liebe Kathrin, ich habe den Apfelkuchen schon oft gemacht weil er einfach sooo lecker ist. Nun war ich heute in Eile und habe wahrscheinlich die Butter zu warm in den Teig gegeben. Nun war der Teig so grisselig. Kann das daran gelegen haben? Ich kann es mir sonst nicht anders erklären. Will nur sicher gehen,dass ich den Kuchen bedenkenlos servieren kann.
Liebe Grüße
Sara ?
Hallo Sara, vielleicht hatten Butter und Eier zu unterschiedliche Temperatur? „Essbar“ und lecker ist der Kuchen aber sicher trotzdem!
habe noch gar nicht geantwortet ☺️. ich danke dir liebe kathrin❤️. lecker war er und allen geht es gut ?. liebe grüße,sara ?
Liebe Kathrin,
diese Torta di mele ist super angekommen – wie schon so manch anderer Kuchen aus deiner prächtigen Sammlung. Es ist nur noch ein Viertel übrig, meine Jungs sind förmlich darüber hergefallen 🙂 und ich musste sehen, dass ich ein/zwei Stückchen abbekomme übers Wochenende. Habe noch Zimt in die Apfelmasse gegeben.
Backen (und auch Kochen) macht mich auch glücklich und ich habe richtig Freude, wenn ich auf deiner Seite stöbere und die schönen sinnigen Texte lese und die wirklich klasse gestalteten Bilder anschaue. Da will man direkt mitmachen…. Mach weiter so! ? LG
Liebe Christine, Danke für dein tolles Lob, sowas versüßt mir immer den Tag, wirklich!
P.S. Zimt geht quasi immer 😉
Hihi, lustig, 2,5 Personen :)))