Ricciarelli Rezept
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Ricciarelli: Italienische Mandelkekse mit weichem Kern

  • Glutenfrei

Ricciarelli di Siena sind ein köstliches Mandelgebäck aus Italien, das ähnlich wie Macarons aus Mandeln, Zucker und Eiweiß besteht. Die Ricciarelli schmecken nach feinem Marzipan, aber nicht nur zu Weihnachten.

Kathrin Runge

Rezept von Kathrin Runge

vom 06.05.2021, zuerst veröffentlicht 2014

Ricciarelli di Siena sind köstliche zarte Mandelkekse mit weichem Kern. Das weiche italienische Mandelgebäck ohne Mehl gehört seit Jahren zu unseren absoluten Lieblingssüßigkeiten. Und warum sollte man sie nur im Urlaub genießen können, wenn man Ricciarelli mindestens genauso gut selberbacken kann?

Kennengelernt habe ich die feinen Plätzchen auf einer Messe – in München. Ein Stand aus Siena hatte ausschließlich Ricciarelli alla mandorla im Angebot – feinstes marzipanartiges Gebäck, das mit seinem weichen Kern wirklich auf der Zunge zergeht. Es gibt Ricciarelli „pur“ oder mit Zitrone, in der dunklen Kakao-Variante, verfeinert mit Kokosflocken oder angereichert Nüssen. Und sie sind einfach der Hammer! Ähnlich wie Macarons bestehen Ricciarelli vor allem aus Mandeln, Zucker und Eiweiß. Die Konsistenz erinnert an Amaretti morbidi, also die weiche und große Amarettini-Variante. Nachdem sie in Deutschland vergleichsweise teuer sind, habe ich mich auf die Suche nach einem Ricciarelli Rezept (Original am besten) gemacht und mir aus zwei, drei italienischen Rezepten ein eigenes zusammengestellt. 

Ricciarelli-Kekse werden in ihrer Heimat übrigens sowohl zu Weihnachten als auch zu Ostern gerne gegessen. Wie praktisch – wer es im Winter verpasst hat, Ricciarelli zu backen, kann es im Frühling nachholen 😉 . Und ich kann euch wirklich nur empfehlen, diese Köstlichkeiten mal zu probieren. Da das italienische Mandelgebäck ohne Mehl ist (der Löffel ist optional), können auch Menschen mit Glutenintoleranz ohne Probleme davon naschen.

So bleiben die Ricciarelli di Siena schön weich, zart und hell

Einige Hinweise für das Ricciarelli-Rezept: Mandeln und Puderzucker müssen sehr fein sein, also lieber die bereits gemahlenen Mandeln und den Puderzucker nochmals in den Küchenhäcksler geben. Der Ricciarelli-Teig ist recht klebrig und erinnert etwas an Zimtsterne, lässt sich also so wie diese recht gut zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie oder einem aufgeschnittenen Gefrierbeutel ausrollen. Man kann ihn schneiden, zum Beispiel in die typische Diamantform oder Rautenform. Oder man formt den Teig zu einer Rolle und schneidet die Kekse mit einem scharfen Messer ab.

weiche italienische Mandelkekse

Ricciarelli di Siena müssen unbedingt hell bzw. weiß bleiben. So bleibt der an Marzipan erinnernde Kern schön zart und saftig. Testweise habe ich beim letzten Backen ausprobiert, ob man sie besser kurz und bei hoher Hitze backt oder sie lieber länger im Ofen lässt und quasi eher „trocknen“ lässt – diese Variante war definitiv die bessere. Lasst es euch schmecken! Übrigens, auch der Marzipankuchen oder meine Marzipanplätzchen zum Ausstechen sind toll für Mandelfans 🙂 Und wer Italien liebt, sollte auch mal den Ricottakuchen und Panforte testen.

Ricciarelli (Italienische Mandelkekse)

Ricciarelli di Siena sind ein köstliches Mandelgebäck aus Italien, das ähnlich wie Macarons aus Mandeln, Zucker und Eiweiß besteht. Die Ricciarelli schmecken nach feinem Marzipan, aber nicht nur zu Weihnachten.
Kathrin Runge Rezept von Kathrin Runge
Vorbereitung25 Minuten
Backzeit20 Minuten
Wartezeit30 Minuten
Gesamt45 Minuten

Zutaten

45
Stück

Zubereitung

  • Mandeln mit Backpulver, Bittermandelöl, der Hälfte des Puderzuckers und evtl. Mehl vermischen.
  • Die Eiweiße mit dem Salz steif schlagen, dabei den Rest Puderzucker einrieseln lassen. Die Mandelmischung unter das steife Eiweiß kneten. Ich habe es mit den Händen gemacht. Achtung: Das ganze wird ziemlich klebrig ;-).
  • Den Teig halbieren. Unter die Hälfte des Teigs das Kakaopulver kneten, unter die andere Hälfte die Zitronenschale.
  • Ein Backblech mit Backpapier belegen. Aus der Masse entweder längliche Rollen formen und mit einem scharfen Messer Scheiben abschneiden. Nebeneinander auf das Blech legen und mit dem Gabelrücken eindrücken, sodass ein Muster entsteht. Oder mit den Händen kleine Kugeln formen und diese auf dem Blech leicht flach drücken. Man kann natürlich auch ovale Kekse formen oder die Mandelmasse zwischen zwei Lagen Backpapier ausrollen und Rauten schneiden.
  • Ricciarelli eine gute halbe Stunde ruhen lassen. Backofen auf 120 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Rund 20 Minuten backen bzw. trocknen lassen. Ganz wichtig: Die Kekse müssen noch weiß und feucht sein! Ricciarelli mit Puderzucker bestäuben, auf dem Blech abkühlen lassen und dann vorsichtig lösen.
  • Du hast nicht alles da?

    In der Zutaten Tauschbörse findet ihr Tipps, wie und durch was ihr Zutaten ersetzen könnt.

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Kathrin Runge

Hallo, ich bin Kathrin!

Ich bin Gründerin von „Backen macht glücklich“, Backbuchautorin, Journalistin und seit meiner Kindheit leidenschaftliche Bäckerin. Was mich glücklich macht? Neue Rezepte zu entwickeln, sie auszuprobieren, zu fotografieren und mit euch zu teilen.

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74 Kommentare

  1. Hallo Kathrin,

    die Ricciarellis sind der Hammer! Auch ohne Bittermandelöl, das ich hier nicht gefunden habe, schmecken sie einfach köstlich. Selbst mein Mann, der eigentlich keine Plätzchen mag, war begeistert. Statt Zucker habe ich Xylit verwendet, das ich zu Puder-Xylit vermahlen habe. Es hat super funktioniert. Vielen Dank für dieses tolle Rezept!
    Liebe Grüße aus Gran Canaria

  2. Ursula Winterstein

    Hallo Kathrin,
    kann ich die Kekse auch mit Natreen
    Streusüße backen?
    Wir sind Diabetiker und das wäre super

    Übrigens habe ich heute den Tassenkuchen mit
    Kokosmehl gebacken, einfach super, und
    anschließend super Zuckerwerte?

    1. Hallo Ursula,
      da bin ich mir wegen der Dosierung und der Süßkraft unsicher… Vielleicht geht Puderzucker auf Xylit-Basis.
      Schön dass euch der tassenkuchen gefällt!

  3. Elisabeth Kos

    Ja liebe Leute war grad in Siena u es geht mir wie Euch – Werd die Ricciarelli nachbacken – hoffe es gelingt mir Herzlichen Dank fürs Rezept Lg aus Graz Sissi

  4. Hallo liebe Kathrin;

    Möchte so gerne das Rezept von den “ Ricciarelli – Italienische Mandelkekse “ backen, habe leider ein Problem. Bekomme aber nicht alle Backzutaten zu kaufen, auch im Internet wurde ich nicht fündig.
    Und zwar benötige ich dieses “ Bittermandelöl “ oder was kann ich Deiner Meinung nach als Ersatz dafür nehmen und wieviel dann davon ?
    Es ist nun zwar Weihnachten und auch Ostern schon wieder vorbei (wie Du geschrieben hast), aber wir essen Kekse und anderes Kleingebäck gerne zu einer Tasse Kattee. Denn bei uns muß es ja nicht immer Kuchen oder Torte sein (!), wir sind nämlich froh das die Feiertage vorbei sind.
    So nun hoffe ich nur noch, das Du mir antwortest.
    Alles Gute und bis bald die Naschfee65.

    1. Hallo Naschfee,
      das Bittermandelöl ist eigentlich eine absolute Standardzutat und müsste in jedem Supermarkt zu finden sein. Es ist in solchen Minifläschchen verpackt wie Zitronenaroma, Rumaroma etc. hast du im Supermarkt schonmal gefragt? Gibt es ganz bestimmt 😉

      1. Hallo liebe Kathrin ;

        Danke das Du mir so schnell geantwortet hast.

        Ja, ich hab schon danach gefragt und die Verkäuferinnen kannten das „Bittermandelöl“ auch nicht.

        Wenn das in solche kleinen Fläschchen drin sein soll, dann heißt es aber anders !

        Dann meinst Du sicher “ Bittermandel “ aroma “ und nicht “ Bittermandel “ öl “ .

        Ja, das hab ich auch Weihnachten an meine Plätzchenrezepte rangemacht, z.B.: Butteraroma oder Vanillearoma uvm. .

        Ach, na dann bedanke ich mich nochmal rechtherzlich für Deine Mühe.

        Wünsche Dir alles Gute und Tschüß.

        1. Wahrscheinlich gibt es das unter unterschiedlichen Namen, aber Hauptsache, du weißt jetzt, was ich gemeint habe 😉

  5. hi! ich habe dein rezept 1:1 genauso nachgebacken nur bei mir sind die kekse eine flaute geworden:( sie waren nicht so weiss eher gräulich. und innen warn sie total hohl.auch was mir aufgefallen ist dass der geschmack eher scharf war..;( weiss nicht was ich falsch gemacht habe weil generell backe ich eigentlich sehr gut
    lg

    1. Hallo Adriana,
      komisch, das habe ich noch nie gehört. Grau, hohl, scharf – was könnte da schiefgegangen sein… War eine Zutat vielleicht nicht mehr ganz so frisch?

  6. Moin Kathrin,

    wir sind gerad aus Siena wieder gekommen 🙂
    Und sind dort zufällig auch auf die Mandelkekse gestoßen. Dort gab es noch eine Variante mit Kakao und Schokoladensplittern drin – und ganz ohne Marzipangeschmack. Ich werde mal (heldenmutig) versuchen, dein Rezept anzupassen. Wenn ich Erfolg hab, sag ich auf jeden Fall Bescheid!

    Liebste Grüße

    Luise

    1. Liebe Luise,
      ohja, ausprobieren! Und dann berichten! Der Kakao könnte evtl. auch das leichte Marzipanaroma „übertünchen“…
      Ein bisschen neidisch bin ich ja schon auf den Italienurlaub 😉 .
      Ganz liebe Grüße!

  7. Hallo Kathrin.
    Durch Zufall bin ich auf Eure Dialoge bezüglich der Riccarelli gestoßen und möchte gerne meine Erfahrungen einfließen lassen. Ich backe diese Riccarellis schon mindestens 10 Jahre, nach einem Rezept von Carlouccio, nur lasse ich den Honig weg. Diese Rezept unterscheidet sich von Deinem etwas er gibt noch etwas Vanillezucker dazu und er nimmt 350 gr Puderzucker. Dadurch wird der Teig weniger klebrig. Da ich nun viele Fragen gelesen habe, die sich mehr mit dem Drumherum beschäftigen, meine Erfahrungen. Den Teig lasse ich immer einen Tag im Kühlschrankruhen, er ist dann besser zu verarbeiten. Zur Dicke ich rolle den Teig zwischen Folien aus, recht und links je 2 cm Holzleisten dann ausstechen. Den Puderzucker gebe ich nach Rezept vor dem Backen auf die Teiglinge. Carlo

    1. Hallo Carlo,
      vielen Dank für deine Erfahrungen! Das mit den Holzleisten und den Folien klingt gut. Und ja, mit mehr Puderzucker dürfte der Teig etwas fester werden. aber mir persönlich sind die Ricciarelli dann zu süß.
      Viele Grüße, Kathrin

    2. Hey 😀 schon bisschen älter der beitrag von Vautz 😀 aber wo wär denn deine variante der roccarellis zu finden? ^^ würd mich mal interessieren und den direkten vergleich in agriff nehmen xD

  8. Hallo Kathrin!
    Ich würde diese Kekse gerne für meine Mitbewohnerin backen, da sie Gluten nicht so gut verträgt und ein großer Italienfan ist. Zum Rezept habe ich daher eine Frage: Wie dick/dünn sollte der Teig ausgerollt werden bzw. die Scheibchen von der Rolle abgeschnitten werden?
    Vielen Dank schon im Voraus!
    Liebe Grüße,
    Sophie

    1. Liebe Sophia, das ist etwas schwierig für mich abzuschätzen. Vielleicht knapp 1 cm (siehe Bilder)? Je nachdem, wie dünn oder dick du sie machst, müssen die Plätzchen etwas länger backen.
      Viele Grüße, Kathrin

  9. Na ja, hab’s ausprobiert und für deutsche Touristen vielleicht akzeptabel. Aber sie schmecken auf keinen Fall so, wie die Original Ricciarelli aus der Toskana, vor allem die der Konditorei Nannini in Siena, die sind
    Weltklasse! Aber ein Versuchs war’s wert! 😉

    1. Hallo Claudia, nunja, Geschmäcker sind glücklicherweise verschieden, und für mich schmecken sie so gut wie in Italien.

  10. Vielen Dank für das tolle Rezept! Habe letzte Woche das erste Mal Ricciarelli gegessen und habe im Internet nach einem Rezept gesucht…es gibt ja viele…aber ich wollte sie nicht zu süß und die Kakaovariante fand ich interessant. Da ich Zöliakie habe, habe ich Dein Rezept mit glutenfreiem Reismehl und Weinstein-Backpulver (1 EL statt 1 TL) heute nachgebacken. Dadurch ist der Teig auch nicht so klebrig geworden, lässt sich gut verarbeiten und die Kekse sind trotzdem innen weich und fluffig. Ich bin begeistert. Auf meinem glutenfreien Blog http://www.landherzen.de habe ich das Rezept nun vorgestellt – natürlich mit dem Hinweis, dass das ursprüngliche Rezept von Dir ist.
    Viele liebe Grüße, Kerstin

  11. Im September 2014 war ich in Siena und habe bei einem Bäcker in einer Seitenstraße vom Dom diese Riccarelli gegessen. Nach dieser Reise habe ich mich sofort im Netz schlau gemacht und Dein Rezept gefunden. Seit dem backe ich alle 14 Tage meinem Mann diese Kekse. Er ist total begeistert. Sie stehen an 1.Stelle. Kathrin, vielen Dank für das tolle Rezept.

    1. Liebe Gaby,
      vielen Dank für dieses tolle Lob, freut mich wirklich sehr!
      Lasst euch die Ricciarelli weiter schmecken – wir lieben sie auch 🙂

  12. Wie lange sind die Ricciarellis haltbar? Kann ich sie jetzt schon backen und erst zu Weihnachten verschenken? Liebe Grüsse. Kirsten

    1. Hallo Kirsten,
      bei uns hält sowas eh nie lange 😉 aber ich denke, die Riciarelli sollten rund zwei bis drei Wochen in einer Dose gut überstehen.

  13. Kann man den Teig auch schon vormittags vorbereiten, dann kalt stellen und nachmittags backen?

    1. Hallo Anna, habe ich noch nicht probiert – es wäre also einen Versuch wert. Allerdings ist der Ricciarelli-Teig nicht wie normaler Mürbteig für Kekse aufs Kühlen angewiesen. Es kann also zumindest theoeretisch sein, dass es „schiefgeht“.

      1. Okay, dann mache ich es lieber direkt. Danke!

  14. Hi Kathrin,
    meine Freundin und ich sind vor zwei Wochen aus Sardinien zurückgekehrt und haben dort diese Kekse gegessen. Nach langer Suche habe ich Dein Rezept gefunden und ausprobiert. Ich muss sagen, Deine Kekse sind wirklich fantastisch! Ich habe noch drei weitere Rezepte ausprobiert, allerdings kam keines so nahe ans Original wie Deins.

    Ich habe die Kekse noch mit gerösteten Mandelsplittern bestreut, weil wir sie so in Erinnerung hatten.
    5 Sterne und danke!
    Thorsten

    1. Hallo Torsten,
      danke, das freut mich sehr! Ich sag ja: Ricciarelli machen süchtig 😉
      Wir waren übrigens dieses Jahr auch auf Sardinien. Habt ihr auch das Pane Carasau probiert?
      Viele Grüße, Kathrin

  15. Hallo Kathrin,
    Habe heute die Kekse gebacken, sie schmecken köstlich! Alle waren begeistert. Die Variante mit Zitrone passt gut in die Jahreszeit. Ich hatte auch den Mut, sie nicht zu lange zu backen und sie waren genau richtig, innen etwas weich.
    Danke fürs Rezept
    Caro