Klassiker im Miniformat: Diese Käsekuchen-Muffins schmecken so gut wie ihr großer Verwandter, haben aber noch ein paar Zusatz-Vorteile. Seit ich sie 2017 zum ersten Mal gebacken habe, gehören die Käsekuchenmuffins mit Streuseln zu unserem absoluten Lieblingsgebäck! Jetzt habe ich den Beitrag einmal überarbeitet, um euch noch bessere Gelingtipps zu geben.
Warum ihr dieses Rezept lieben werdet
- Himmlisch lecker: Die Combi aus cremiger Käsekuchenfüllung und buttrig-knusprigem Streuseltopping schmeckt einfach herrlich!
- Stabil & handlich: Anders als z.B. normal-großer klassischer Käsekuchen eignen sie sich perfekt zum Aus-der-Hand-Essen oder Mitnehmen.
- Praktisch & unkompliziert: Boden und Topping bestehen aus demselben Knetteig, daher sind die Käsekuchen-Streusel-Muffins vergleichsweise schnell und einfach gebacken.
- Für jeden Anlass: Egal ob Kindergeburtstag oder Kaffeekränzchen, Partybuffet oder Picknick, sie kommen garantiert gut an – ich habe sie schon für unglaublich viele Feste gebacken 🙂
- Tolle Varianten möglich: Die puristische Streusel-Variante ist toll, aber mit Obst oder verfeinert mit Kakao im Zupfkuchen-Style schmeckt´s ebenfalls super.
Teig und Creme: Diese Zutaten stecken drin
- Der Streuselteig für Boden und Streusel besteht ganz klassisch aus Mehl, Zucker, Butter und Ei. Früher habe ich einen gerührten Mürbeteig mit weicher Butter empfohlen; inzwischen setze ich wie beim Streusel-Grundrezept auf kalte Butter, da der Teig so ohne Kühlzeit besser zu verarbeiten ist.
- Die Käsekuchencreme basiert auf Quark und Zucker. Magerquark oder 20% Fett gleichermaßen funktionieren. Flüssige Butter und Ei machen die Creme saftig und stabil; etwas Puddingpulver (oder Speisestärke) bindet zusätzlich.
Käsekuchenmuffins backen in 4 Schritten
- Teig kneten: Er darf streuselig bleiben. Ein Teil kommt mit den Finger angedrückt als Boden in die Förmchen (optional hochgezogen an die Ränder). Die Streusel fürs Topping stelle ich kurz kühl, damit sie später weniger zerlaufen.
- Käsekuchencreme rühren: Dabei am besten nicht über-rühren. Die Masse ist vergleichsweise fest, da ich keine Milch zugebe. So werden die Käsekuchenmuffins am Ende stabiler.
- Schichten: Auf Boden und Creme folgen die leicht gekühlten Streusel. Die gerne mit den Fingern nochmal schön formen.
- Backen: Die Käsekuchen-Muffins sollen goldgelb sein, sollen bzw. dürfen am Schluss aber noch etwas „wackeln“.
Drei hilfreiche Geling-Tipps
- Die richtige Füllmenge hängt von Höhe und Durchmesser eurer Förmchen ab. Meine Käsekuchen-Muffins bestanden aus ca. 40g Teig und 40g Creme, wobei ca. 25g Streusel auf den Boden entfallen, 15g aufs Topping. Die Förmchen sollten voll, aber nicht übervoll sein, damit beim Backen nichts überquillt.
- Silikonförmchen eignen sich besonders gut. Aus ihnen lassen sich die Käse-Streusel-Muffins am besten lösen. Ich stelle sie für mehr Stabilität zusätzlich in ein Muffinblech.
- Kühlstellen zum Stabilisieren: Direkt nach dem Backen wirken die Käsekuchenmuffins noch recht weich (und sollen sie auch!). Daher kommen sie nach einem kurzen Abkühlen bei Zimmertemperatur vor dem Servieren für mindestens eine halbe Stunde in den Kühlschrank.
Tolle Varianten: mit Mandarinen & im Zupfkuchen-Stil
Ähnlich wie andere Käsekuchenrezepte, die es ja auch z.B. mit Äpfeln oder mit Mandarinen gibt, kann man auch diese Minis wunderbar abwandeln:
- Käsekuchen-Muffins mit Mandarinen sind eine feine Abwandlung, weil die Dosenfrüchtchen ein echter Klassiker für diese Kuchenart sind und einen fruchtigen Kontrast liefern.
- Zupfkuchen-Muffins sehen durch die Hell-Dunkel-Optik besonders schön aus. Zudem haben sich die Schoko-Käsekuchen-Muffins quasi von selbst angeboten, da ich mir vom klassischen Russischen Zupfkuchen vom Blech die Creme abgeschaut habe 😉 . Für diese Variante wird zudem ein Teil des Mehls durch Backkakao ersetzt.
Ich hoffe, euch gefällt das Käsekuchenmuffins-Rezept so gut wie uns (und den vielen anderen begeisterten Lesern 🙂 ). Backt gerne auch mal meine Cheesecake-Muffins mit Keksboden nach oder die zuckerfreien, fettarmen Quarkmuffins.
Käsekuchen-Muffins
Zutaten
Für den Teig
- 225 Gramm Weizenmehl
- 90 Gramm Zucker
- 1 Teelöffel Backpulver gestrichen
- 1 Prise Salz
- 125 Gramm Butter kalt
- 1 mittelgroßes Ei
Für die Quarkcreme
- 60 Gramm Zucker
- 1 mittelgroßes Ei
- 100 Gramm Butter geschmolzen
- 350 Gramm Magerquark oder 20% Fett
- 40 Gramm Vanille-Puddingpulver 1 Päckchen
- ½ Teelöffel abgeriebene Zitronenschale optional
Zubereitung
- Mehl, Zucker, Backpulver und Salz vermischen. Das Ei sowie die kalte Butter in feinen Stückchen zugeben und alles möglichst zügig zu einem Streuselteig verkneten; ggf. mit den Händen kurz nacharbeiten.
- Aus etwa zwei Dritteln des Teigs wird der Boden der Muffins; den Rest für die Streusel kurz kühlstellen.
- Muffinförmchen aus Papier oder Silikon am besten zusätzlich auf ein Muffinblech stellen. Für den Boden kleine Teigkugeln formen, diese in die Muffinförmchen legen und mit den Fingern flach drücken. Wer mag, kann auch einen kleinen Rand hochziehen.
- Backofen auf 175 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Für die Käsekuchen-Creme die Butter schmelzen. Zucker und Ei verquirlen. Zusammen mit der flüssigen Butter, Quark, Puddingpulver und ggf. Zitronenschale kurz und kräftig glatt rühren. Die Creme mit einem Esslöffel auf die Muffinförmchen verteilen.
- Aus dem restlichen, kühl gestellten Teig mit den Fingern schöne Streusel formen und diese über die Quarkcreme streuen. Muffins ca. 27-32 Minuten goldgelb backen, dabei ggf. nach 20 Minuten mit Alufolie abdecken, falls die Oberfläche zu dunkel werden sollte. Die Quarkcreme darf und soll noch etwas wackeln.
- Die Muffins erst kurz bei Zimmertemperatur abkühlen lassen und dann nochmal mind. 30 Minuten in den Kühlschrank stellen. Beim Abkühlen werden sie richtig stabil und fest.
Anmerkungen
- Aufbewahrung: Die Muffins lassen sich gut 1-2 Tage luftdicht verpackt an einem kühlen Ort lagern; einfrieren und bei Zimmertemperatur auftauen lassen ist ebenfalls möglich.
- Für Käsekuchenmuffins mit Mandarinen den kompletten Teig für Boden und hochgezogene Ränder verwenden; die Variante kommt ohne Streusel aus. Zusätzlich eine (halbe) kleine Dose abgetropfte Mandarinen vorsichtig unter die Quarkmasse heben. Diese Variante ergibt mehr als 12 Muffins.
- Für Zupfkuchen-Muffins nur 200g Mehl, aber zusätzlich ca. 30 Gramm Backkakao verwenden. Aus zwei Dritteln Boden und evtl. Ränder formen, den Rest ausrollen und in Stücke gezupft auf der Quarkmasse verteilen.
89 Kommentare
Suuuuperlecker! Die werden ins Répertoire aufgenommen. ?
Das freut mich sehr 🙂
Hallo Kathrin, sehr leckere Käsekuchenmuffins, ein schnelles und einfaches Rezept, macht die Kaffeetafel perfekt. LG Caro
Danke für dein Feedback, liebe Caro 😉
Liebe Kathrin, wahrscheinlich habe ich es überlesen, aber mit wieviel Prozent Fett ist der Quark? Nimmst du 40% oder 20%? Ich kenne Käsekuchenrezepte eigentlich immer mit Magerquark und bin deshalb etwas verwirrt. Liebe Grüße Sarah
Hallo Sarah, ich würde Magerquark oder 20% nehmen.
Ich habe gestern die Käsekuchen-Muffins in 2 Varianten ausprobiert. Einmal die Variante mit Streuseln sowie die Variante mit Mandarinen. Ich möchte mich ganz herzlich für dieses tolle Rezept bedanken!!! Die Muffins sind super geworden und schmecken fantastisch. Ich werde ganz sicher bald andere Rezepte von dieser Seite nachbacken 🙂
Viele Grüße
Britta
Hallo Britta, das freut mich sehr! Ich finde es bei den Muffins einfach toll, dass man sie immer wieder ein bisschen anders machen kann. Viel Spaß mit meinen Rezepten!
Liebe Kathrin!
Vielen Dank für das tolle Rezept! Ich habe heute die zwei Varianten mit hellen und dunklen Streuseln ausprobiert und sie sind super angekommen ?❤️ Allerdings sind mir leider fast alle Muffins in der Mitte aufgerissen. Nach dem Abkühlen sind sie wieder etwas zusammengefallen, sodass man das nicht mehr so sieht, aber hast du einen Tipp wie sie das nächste Mal nicht mehr aufplatzen? Hab mich ganz genau an alle Angaben gehalten ?
Hallo Marie, puh, gute Frage, das hatte ich noch nie. Allerdings ist leichtes einfallen oder „Krater“ ja leider eh nicht ganz selten bei Käsekuchenrezepten 🙁
Heute zum Brunch gab es dieses Muffins (zwei Versionen, mit Mandarinen und mit Streuseln). Interessanterweise habe ich trotz dass ich genau mit deinen Mengen gearbeitet habe, die doppelte Menge Muffins gehabt: Ganze 24 Stück.
Allerdings überhaupt nicht tragisch, einen solchen „Fehler“ können wir verkraften ?
Seeehr lecker die Muffins, wird es wieder geben.
Danke für deine unendlich vielen tollen Rezepte.
Hallo, ups, dann sind meine Formen wohl größer- oder wir naschen beim Backen zu viel 😉
Aber freut mich sehr, dass dir meine Rezepte so gefallen, danke für das schöne Lob!
Sehr lecker werd sie bestimmt bald wieder machen
Freut mich
Hallo, vielen Dank für das Rezept. Könnten Sie mir sagen, kann man für den Teig das Öl statt Butter verwenden.
Hallo, das sollte klappen, aber ca. 20% weniger nehmen.
Dies ist eines meiner Lieblingsrezepte für Muffins – super lecker und trotzdem einfach und schnell zubereitet! Danke, Katrin!
Hat es schonmal jemand für Mini-Muffins ausprobiert? Brauche ich da im Verhältnis andere Mengen (mehr Teig evtl.)?
Hallo Laura, wie schön, das zu lesen! Minimuffins stelle ich mir durch die Schichten etwas heikel vor, könnte mir vorstellen, dass das nicht so gut klappt – wenn du es testet, gib gern Feedback
Servus. Dieses Rezept ist perfekt. Leicht zu handhaben.Hab 3 Varianten probiert. Mit Sauerkirschen, Himbeeren und ohne. Werde es weiterempfehlen.
Vielen Dank für dieses tolle Rezept! Die Muffins schmecken soo lecker (haben alle 3 Sorten ausprobiert)
Oh wie toll, dass du gleich alle getestet hast 🙂
Habe die Zupfkuchen-Variante zubereitet. So was von gelungen und lecker! DANKE!
Das freut mich, viele Grüße!
Hab ich heute gemacht, mega lecker super einfach gewesen. Ich liebe alle Rezepte dieser Seite bis jetzt jedesmal ein Erfolg gewesen ???
Vielen lieben Dank, Sabrin, für das schöne Feedback!
Hallo Katrin,
Das Rezept ist super. Habe für den Boden die Hälfte vom Teig ausgerollt und mit einem Glas (etwas größer wie der Muffinboden) den Teig ausgestochen. Finde ich etwas einfach. Geschmeckt hat es wie ein normaler Quarkkuchen.
Liebe Grüße von
Chrissi
Da ich noch Quark über hatte, aber nicht schon wieder eine Quarkspeise machen wollte, bin ich auf dieses Rezept gestoßen.
Puddingpulver habe ich nie im Haus, aber es geht ja auch mit Speisestärke.
Ich habe die Zupfkuchen-Variante genommen und unter einen Teil noch zusätzlich Johannisbeeren gemischt. Mir haben die Muffins gut geschmeckt, aber mit dem Verhältnis Teig zu Füllung bin ich nicht klar gekommen. Ich hatte jede Menge Teig über, so dass ich noch mindestens 3-4 weitere Muffinförmchen hätte füllen können, aber dafür hatte ich dann keine Füllung mehr. Das werde ich beim nächsten Mal anpassen.
Und mir persönlich war auch zu viel Zucker drin, obwohl ich nur 75 und 50g genommen habe. Aber ich benutze generell immer viel weniger Zucker als angeben.
Ansonsten durchaus eine super Alternative, wenn es mal kein großer Käsekuchen sein muss.