Für mich ist das ein perfekter gesunder Möhrenkuchen: saftig, fruchtig, zugleich recht fettarm und zuckerarm. Klar ist der Klassiker ebenfalls köstlich. Wer aber zur Abwechslung mal etwas Leichteres backen mag, sollte mein gesundes Möhrenkuchen-Rezept unbedingt testen!
Klassischer Karottenkuchen ist, anders als sein gemüsiger Name vermuten lässt, ja manchmal eine ganz schöne Kalorienbombe (was jetzt nicht per se schlecht ist 😉 !). Daher habe ich vor einigen Jahren ein bisschen herumexperimentiert, um zu sehen, ob man guten fettarmen, kalorienarmen, gesunden Karottenkuchen machen kann, also ohne Massen an Eiern, Fett, Zucker und Nüssen zu verwenden. Mit dieser Version bin ich sehr zufrieden. Deswegen mache ich mein gesundes Karottenkuchen-Rezept jedes Jahr wieder. Wie ihr an den etwas unterschiedlichen Bildern sehen könnt, süße ich den Teig manchmal mit hellerem Rohrohrzucker, mal mit dunklem Vollrohrzucker. Wer einen gesunden Möhrenkuchen ohne Zucker backen mag, kann das ebenfalls tun.
Der Kuchen wird durch geraspelte Möhren und viele Ananasstückchen im Teig richtig fruchtig und feucht, ohne dass viel Butter, Öl oder Eier in den Teig kommen. Für dieses Rezept greife ich auf ungesüßte Dosen-Ananas zurück (Füllmenge 560 Gramm, Abtropfgewicht 340 Gramm). Frische Ananas können in Kombi mit Milchprodukten nämlich bitter werden.
Noch gesünder: Fettarm und ohne Zucker
Für die Variante ohne Zucker könnt ihr Xylit oder Erythrit nehmen. Oder ihr macht gleich den Low Carb Karottenkuchen. Interessanterweise handelt es sich bei dem heutigen Rezept zwar um einen kalorienarmen Möhrenkuchen mit Ananas, das Obst schmeckt aber gar nicht mal stark heraus, sondern sorgt vor allem für die herrlich-feuchte Konsistenz des Teigs.
Mein Fazit: Ein gesunder Möhrenkuchen, der fettarm und kalorienarm, also „schlank“ ist, aber glücklicherweise nicht so schmeckt 🙂 . Für mehr Abwechslung schaut euch gerne auch meine Rüblimuffins, den veganen Kuchen oder die Mini-Gugl an!
Gesunder Möhrenkuchen
Zutaten
Für den Teig
- 250 Gramm Karotten geraspelt
- 350 Gramm Ananas ungesüßt, aus der Dose, Abtropfgewicht
- 2 mittelgroße Eier
- 2 Esslöffel Öl
- 130 Gramm Rohrohrzucker bzw. Vollrohrzucker, Xylit, Erythrit
- 220 Gramm Weizenmehl
- ½ Teelöffel Natron
- 1 Teelöffel Backpulver
- 1 Prise Salz
- 2 Teelöffel Zimt
Für das Frosting
- 200 Gramm Frischkäse fettarm
- 80 Gramm Puderzucker oder zuckerfreies Sukrin Melis bzw. Puderxucker
- 40 Gramm Mandeln gehackt und geröstet, optional
- 1 Esslöffel Zitronensaft
Zubereitung
- Springform fetten, mit Mehl bestäuben und kühlstellen. Ofen auf 175 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.
- Möhren schälen und fein raspeln. Ananas sehr gut abtropfen lassen und mit einem großen Messer fein hacken. Erneut abtropfen lassen.
- Eier schaumig rühren. Erst das Öl und den Zucker gut unterrühren, danach die Möhren- und Ananasraspel ebenfalls dazugeben.
- In einer zweiten Schüssel die trockenen Zutaten mischen: Mehl, Backpulver, Natron, Salz und Zimt. Die Mischung nach und nach in die Schüssel mit den feuchten Zutaten geben, damit ein homogener Teig entsteht, dabei nicht mehr zu lange rühren.
- Kuchenteig in die Springform füllen, glattstreichen und etwa 40 Minuten backen. Stäbchenprobe machen. Der Kuchen darf innen aber schön saftig sein!
- Während der Karottenkuchen abkühlt, für das Frischkäsefrosting den Frischkäse mit dem Zitronensaft ganz kurz glatt rühren. Gesiebten Puderzucker nach und nach dazugeben, nicht mehr zu lange rühren, und die Creme auf dem Kuchen verteilen. Mit den Mandeln bestreuen.
157 Kommentare
Ich habe den Kuchen nun schon zweimal nachgebacken!
Er ist toll & tolle Seite!! Ich liebe diese Rezepte und die wunderbaren Bilder.
Liebe Grüße
Liebe Kati, danke für dein Lob, freut mich sehr!
Wow! Das es SO gut schmeckt hätte ich nicht erwartet!
Traumhaft saftig!
Ich hatte den Kuchen schon ewig auf meiner Nachbackliste aber nie Ananas da. Jetzt habe ich 8 muffins aus dem halben Rezept gebacken!
Ich habe erythrit Verwendet und die Ananas in Stücke gehackt.ein Quark/sahne topping mit dem Saft der Ananas hab ich auf die Hälfte der muffins gemacht.
Vielen dank für das tolle Rezept! Als nächstes ist der Buttermilchkuchen dran!
LG!
Liebe Anna, das klingt toll, danke für deinen Varianten-Tipp! Schön, dass dir der Kuchen so geschmeckt hat 🙂
Hi, hab vor zwei Tagen diese Webseite entdeckt und heute gleich den Karottenkuchen gebacken! Hab ihn grad raus aus dem Ofen und freu mich schon auf den ersten Bissen! 😉 Hab die Ananas püriert weil hacken zu mühsam, Danke für die Inspiration, lg aus Wien
super Rezept, habe es auch ausprobiert, wunderbar gelungen und schmeckt herrlich
HI, toller Kuchen. habe ihn auch noch nach Mitternacht hinbekommen. Ich habe eine Herbst-Variante gebacken und die Ananas durch gedünstete Süßkartoffel (Kürbis geht auch), mit Zimt und Ahornsirup karamellisiert, ersetzt (und weniger Zucker) und eine dunkles Schokofrosting draufgemacht. Kam sehr gut an.
Achja, Mandeln habe ich durch gepoppten Amaranth ersetzt… 🙂
Danke für die Inspiration.
Hallo Ilka,
tolle Idee mit der Süßkartoffel! Freut mich, dass der Kuchen gelungen ist 🙂
Wahnsinnig leckerer Kuchen!
Funktioniert sogar mit weniger Zucker und Dinkel Vollkorn Mehl 😉
Ach ja und das eine mal habe ich beim Frosting die Hälfte durch Magerquark ersetzt (eigentlich aus der Not heraus;) hat auch geklappt und war genau so lecker.
Vielen Dank für das super Rezept 🙂
liebe Grüße
Anna
HI, ich habe eine Frage. Die mengenangebe für die Ananas, ist das schon die abgetropfte Masse? Oder ist das masse der Ananas und des Saftes?
Hallo Camilla, das ist das Gesamtgewicht des Doseninhalts. Danach abtropfen lassen. Viele Grüße!
Hallo Kathrin
Ich habe gestern endlich deinen Kuchen nachgebacken. Ich hab Muffins und Cupcakes daraus gemacht und sie schmecken toll!
Die Ananas habe ich mit einem Blender ebenfalls klein gemixt und hatte eine Püree-Konsistenz. Trotz Verwendung von Weissmehl ist die Konsistenz sehr gelungen. Ich hab noch etwas Nelkenpulver hinzugefügt und die ersten Testesser waren begeistert.
Liebe Grüsse
Melanie
Liebe Melanie,
super, vielen Dank für die Rückmeldung! Viel Spaß weiterhin beim Backen 🙂 und bis bald, Kathrin
Liebe Kathrin!
Dieser Kuchen ist der Hit! Ich habe eine Insulinresistenz, daher habe ich nur die Hälfte des Zuckers genommen und die Hälfte des Mehls durch Roggenmehl ersetzt. War köstlich! Allerdings hat der Kuchen total nach Ananas geschmeckt, war also kein Karottenkuchen für mich ; ) Vielleicht lag es daran, dass ich eine frische Ananas verwendet habe? Nichtsdestotrotz hat dieser Kuchen unser Osterfrühstück versüßt und wird definitiv erneut gebacken. Vielen Dank für das tolle Rezept!
Herzliche Grüße aus Japan,
Eva
Ach so, kannst du mir sagen wieviel kcal der Kuchen hat??? Danke!
Liebe Eva,
wie toll, eine Leserin aus Japan – deswegen hast du wohl auch zu einer so (in Deutschland) nachtschlafenen Uhrzeit geschrieben :-). Schön, dass dir der Kuchen geschmeckt hat. Er ist tatsächlich nicht ganz so karottig wie normaler Karottenkuchen; bei uns hat er allerdings trotzdem nicht stark nach Ananas geschmeckt, vielleicht liegt es also tatsächlich daran, dass frische Ananas einfach ein anderes bzw. stärkeres Eigenaroma haben als Früchte aus der Dose.
Aber Hauptsache, der Kuchen kam gut an – und die Ananas sind einfach für die Konsistenz extrem wichtig. Dass auch die Hälfte des Zuckers reicht, ist sicher auch für andere Leser interessant. Ich werde es gleich mal im Rezept mit aufnehmen. Zum Kaloriengehalt kann ich dir leider nichts sagen (außer dass es definitiv seeeeehr viel weniger als bei normalem Karottenkuchen sind), da ich den nie ausrechne. Du kannst die Zutaten aber einfach in einen kalorienrechner eingeben, den du beim googeln gleich findest, und hast dann den Gesamtkaloriengehalt.
Viele Grüße und hoffentlich bis bald, Kathrin
Liebe Kathrin!
Ich habe mal tatsächlich alle Zutaten in einen Kalorienrechner eingegeben. Bei 75g Zucker, 110g Weißmehl und 110g Roggenmehl und natürlich den übrigen im Rezept angegebenen Zutaten kommt der Kuchen auf etwa 3040 kcal. Falls es noch jemand anderen interessiert 🙂
Herzliche Grüße,
Eva
Hallo Kathrin, ganz tolle Rezepte hast du hier zusammen getragen!!:))
Hab die Seite gestern Abend entdeckt und musste heute gleich den Karottenkuchen backen!
Auch ich habe die Ananas nach dem Abtropfen püriert und hab kein Vollkornmehl genommen, super Konsistenz!
Schmeckt mit dem braunen Rohrohrzucker sehr lecker.
Was ich nicht so gern mochte war das Frischkäsetopping. Hab die Doppelrahmstufe genommen, da es leider nur diesen in Laktosefrei gibt. Weiß nicht oben daran lag, aber auch meinem Freund schmeckt es mit ein bisschen Puderzucker besser!
Ich würde dann evtl alle Mandeln unter den Teig mischen und da ich ja kaum Fett genommen habe evtl Sahne dazu reichen:)
Ich werde auf jeden Fall weitere deiner Rezepte testen! Mach weiter so!! LG Janin
Ps: ich habe selber mal an einer Fructoseintoleranz gehabt und finde es deshalb super, dass du versuchst auch ohne Zucker zu backen
Liebe Janin,
vielen Dank für deinen Kommentar! Das find ich ja super – gestern Seite entdeckt und gleich etwas nachgebacken :-).
Was ich nicht ganz verstanden habe: Hattest du das Frosting zunächst mit Sukrin Melis gemacht und fandest diese Variante nicht so lecker? Weil du schreibst „auch meinem Freund schmeckt es mit ein bisschen Puderzucker besser“. Irgendeine Art von Süßungsmittel muss natürlich in das Frosting. Mir persönlich schmeckt es sehr gut, aber es ist schon etwas anders als das normale Frosting, das ja zusätzlich zu Frischkäse und Zucker immr noch (teils viel) Butter enthält.
Viele Grüße, Kathrin
Hallo Kathrin,
dein Blog finde ich ganz wundervoll. Mir gefällt auch besonders gut, dass du an gesünderen Varianten von Gebäck etc. tüftelst. Ich verwende z.B. bei Muffins auch oft Halbfettmargarine und finde, dass das Rührteigen gar nicht schadet.
Dieses Rezept klingt sehr gut. „Mein“ Möhrenkuchenrezept ist ähnlich, allerdings habe ich bis jetzt immer mehr Öl verwendet… vielleicht geht es auch mit weniger. Das werde ich mal ausprobieren. Ich verwende auch immer Ananasstücke (ist ein australisches Rezept, da wird es wohl oft so gemacht) und wie du schon geschrieben hast, schmeckt man die tatsächlich gar nicht raus, aber der Kuchen wird saftig und süß. Ich püriere sie sogar, weil ich das Kleinschneiden immer etwas nervig finde.
Und was ich bei meinem Rezept noch anders mache, was vielleicht ja auch ganz gut zu dieser Rubrik „gesünderes Backen“ passt, ich benutze immer Vollkornmehl. Ich backe sowieso fast ausschließlich mit Vollkorn aber gerade bei diesem Rezept mache ich das gerne, weil es den meisten gar nicht auffällt. Durch die Möhren und Ananas schmeckt man gar nicht, dass man Vollkorn verwendet hat und auch die Farbe des Teiges ist eh dunkler als bei normalen Rührteig. Und so ist es dann sogar noch gesünder 😉
Liebe grüße von Nele, mach weiter so 🙂
Liebe Nele,
danke für deinen Kommentar, über den ich mich wirklich riesig gefreut habe :-)!
Das mit dem Pürieren der Ananas ist ein guter Tipp, durch die Fruchtfasern war das Kleinhacken tatsächlich etwas nervig. Ich hätte jetzt erstmal gedacht, dass dann vielleicht zu viel Flüssigkeit im Teig ist, wenn man Püree nimmt – ich hatte meine Ananasstückchen ja doppelt abtropfen lassen. Aber es scheint ja gut zu funktionieren. Vielleicht auch, gerade weil du Vollkornmehl benutzt?
Ich habe mit Vollkorn noch nicht viel Erfahrung (nimmst du Weizenvollkornmehl oder anderes Getreide?). Aber meine, zu wissen, dass man da ohnehin etwas mehr Flüssigkeit braucht. Kannst du das bestätigen?
Viele Grüße und hoffentlich bis bald 🙂
Kathrin
Heyyy Kathrin,
ja, da hast du recht, Vollkornmehl braucht immer etwas mehr Flüssigkeit, aber meine australische Freundin, von der ich das Rezept habe, hat es auch immer mit hellem Mehl gemacht und das war auch nie ein Problem. Ich finde es ja auch immer ganz schön, wenn es eher feucht bzw. schön saftig ist :)). Und ich denke, wenn du die Stückchen eh gründlich abtropfen lässt (hab ich nie gemacht 😉 ), dann dürfte das erst recht kein Problem sein.
Ich nehme meistens Weizenvollkornmehl… das ist ja einfach das gängigste, gibts inzwischen auch (fast) überall und dadurch ist es auch nicht so teuer. Für den Anfang kann ich auch Dinkelvollkornmehl empfehlen. Das ist noch etwas feiner bzw. milder. Allerdings kostet das auch immer ein bisschen mehr, weswegen ich es jetzt nicht so regelmäßig verwende wie Weizenvollkornmehl. Ich backe fast nur mit Vollkorn (es sei denn, ich bin irgendwo eingeladen und ich weiß, dass es den Leuten zu speziell / zu gesund ist) und bei Süßen Dingen zum Beispiel finde ich besonders die Kombination mit Vollkorn und Äpfeln sehr schön. Ich habe just Apfel-Vollkorn Muffins gebacken und werde sie gleich aus dem Ofen nehmen. Bin schon gespannt, wie sie geworden sind.
Vielleicht hast du ja auch mal Lust, etwas mit Vollkorn zu backen. Ich bin auf jeden Fall gespannt und werde von nun an regelmäßig verfolgen, was du so kreierst 🙂
Ganz liebe Grüße von Nele
Ps: Ich habe mir auch schon dein Zwiebelbrot mit Balsamico Rezept abgespeichert und werde das bald mal mit reinem Vollkornmehl probieren.
Liebe Nele, danke für deine Tipps/Erfahrungen!
Ja, das Balsamico-Zwiebel-Brot kann ich mir auch ganz gut mit Vollkorn vorstellen, lass es dir schmecken und berichte mal 🙂
Mhh.. Karottenkuchen, ich liebe es.
Den habe ich mir früher immer zum Geburtstag gewünscht.
Ohne Nüsse hatte ich aber noch keinen. Muss ich unbedingt ausporbieren.
LG
Evelyn
Ohne Nüsse? In der Zutatenliste tauchen allerdings Mandeln auf.
Hallo Doris,
ja, ohne Nüsse. Mandeln sind schließlich keine Nüsse (sondern Kerne) :-).
Wenn es gar nichts in der Richtung sein soll, kann man die Mandeln aber auch weglassen.
Viele Grüße, Kathrin