Low Carb Schokoladenkekse ohne Zucker, die zudem fettarm sind, klingen wie ein Widerspruch in sich. Klar, in Schokolade stecken normalerweise ja auch viel Zucker und Fett, in Keksen vor allem Mehl, Zucker und Butter. Diese Low Carb Schokokekse sind hingegen mit einer Paste aus Kakao gemacht, Mandelmehl sowie Erythrit zum Süßen.
Das Rezept für die Low Fat Low Carb Schokokekse war eines der ersten gesünderen auf diesem Blog. Die Zutat Erythrit ist kalorienfrei und hat keine Kohlenhydrate, die der Körper verwerten, also in Energie umwandeln kann; daher verwende ich es gerne für leichtere Rezepte wie Baiser ohne Zucker. Das kekstypische Weißmehl habe ich zur Hälfte durch entöltes Mandelmehl ersetzt, wodurch die Schokoladenkekse low carb sind – also kohlenhydratärmer – , wenn auch nicht ganz so wie meine Low Carb Chocolate Cookies. Wer auf solche Details nicht achtet – oder eher Wert auf fettarme Schokokekse legt – kann das Süßungsmittel auch durch Rohrohrzucker, Kokoszucker, normalen braunen Zucker o.ä. ersetzen.
Schon der Teig für die kalorienarmen Schokokekse ohne Zucker ist lecker, aber relativ feucht. Nach dem Backen sind die fettarmen zuckerfreien Schokoladenkekse noch etwas weich, was sich beim Abkühlen ändert. Sie werden allerdings nicht sehr knusprig, da hierfür mehr Gluten benötigt würde. Ich habe die Kekse auch schon mit 120g Weizenmehl und 40g Mandelmehl gebacken, wodurch sie knuspriger wurden (aber nicht mehr wirklich low carb sind).
Die Low Carb Schokokekse sind perfekt für Diabetiker
Beim Essen fällt kaum auf, dass es sich um kalorienarme Schokokekse handelt. Nur der Erythrit-typische, leicht „frische“ Geschmack kommt etwas durch. In anderen ähnlichen Rezepten wie diesen oder diesen habe ich zum Süßen deswegen auch halb Erythrit, halb Xylit verwendet. Das ist natürlich auch hier möglich. Weil Erythrit weder Einfluss auf den Blutzucker noch Kalorien hat, ist dieses Keksrezept auch für Diabetiker geeignet. Übrigens: auch die veganen Schokocookies sind super lecker!
Low Carb Schokokekse ohne Zucker
Zutaten
- 30 Gramm Backkakao
- 2 mittelgroße Eier
- 30 Gramm Butter weich, alternativ Kokosöl
- 110 Gramm Erythrit oder ca. 90 Gramm Rohrzucker
- 60 Gramm Mandelmehl entöltes
- 60 Gramm Weizenmehl
- 1 Teelöffel Backpulver
- ¼ Teelöffel gemahlene Vanille
Zubereitung
- Das Kakaopulver mit etwas heißem Wasser (ca. 30 ml) zu einer dickflüssigen Paste vermischen. Butter und Erythrit verrühren, Eier dazu und die Masse leicht cremig aufschlagen. Ofen auf 175 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen; ein Blech mit Backpapier belegen.
- Mehle und Backpulver dazugeben und alles zusammen mit der Kakaopaste gründlich verrühren. Sollte der Teig extrem feucht sein, noch einen Teelöffel Mandelmehl extra zugeben; er gehört tendenziell aber eher feucht. Mit zwei Löffeln Häufchen auf ein Backblech setzen.
- Die Kekse 12-15 Minuten backen. Sie sind noch etwas weich, wenn ihr sie aus dem Ofen holt, werden dann aber noch fester.
Anmerkungen
- Eine tolle, zwar weniger kohlenhydrat- und zuckerarme, aber noch bessere Variante besteht aus 120g Weizenmehl und 40g Mandelmehl sowie 70g Erythrit und 40g Kokosblütenzucker. Die restlichen Zutaten bleiben gleich.
- Erythrit ist ein so genanntes Zuckeralkohol (aber ohne Zucker und Alkohol) und kalorienfrei. Es hat laut Nährwertangaben zwar ähnlich viele Kohlenhydrate wie Zucker, aber keine Kohlenhydrate, die der Körper verwerten, also in Energie umwandeln kann.
- Den leicht kühlen Geschmack von Erythrit kann man reduzieren, wenn man zur Hälfte Xylit verwendet.
107 Kommentare
Hallo Kathrin,
schaut sehr lecker aus! 🙂 Da ich mich bewusst Low Carb ernähre, freue ich mich immer über neue Rezeptideen, die wenig Zucker un Kohlenhydrate enthalten. Mich würde allerdings auch interessieren, ob man statt Erythrit auch Stevia dafür nehmen kann. Ich persönlich habe mit Stevia beim Backen eigentlich sehr gute Erfahrungen gemacht. Aber hier gehen die Meinungen scheinbar oft auseinander.
LG, Laura
Hallo Laura, ich selbst habe ja keine guten Erfahrungen mit Stevia. Wenn du Stevia mit „Füllstoff“ hast, das also auch Volumen hat, müsste es klappen – Stevia alleine eher nicht, da Volumen etc fehlen.
🙂 das klingt toll, muss unbedingt ausprobiert werden!!! Hat vielleicht jemand eine Idee für mich, wie ich die Eier ersetzen kann?
Danke und lieben Gruß
Hallo Bianca, bei solchen eh schon gesünderen Rezepten mit „Ersatzzutaten“ empfehle ich nicht, noch weitere Zutaten zu ersetzen.
Hallo Kathrin,
Danke für deine Antwort 🙂
Das stimmt wohl, aber ich esse generell keine Eier.
Ich hab es mit 2 EL Sojamehl und 4 EL Wasser gemacht und bin total mit dem Ergebnis zufrieden!
Danke für das tolle Rezept!!!!!
Super dass es „trotzdem“ geklappt hat!
Hi,
wollte mal fragen,ob sich hier jemand auskennt mit Wein in Kombi mit Schokolade. Ich liebe nämlich Wein (und Schokolade sowieso) auch zusammen, aber die mega Geschmacksexplosion hatte ich dabei irgendwie noch nicht. Aber am liebsten mag ich gefüllte schokolade mit dem gewissen „extra“ innen drin, alles andere schmeckt mir meist zu langweilig.
lg
Anja
Ich habe sie auch schon ausbropiert sie sind mega lecker und einfach zu machen. Ich war mega begeistert. Und ich mache sie immer mal wieder wennich hunger auf was süsses habe. Eure seite ist super, leider schaffe ich es nicht immer hier herein zu schauen. lg Ines
Liebe Ines,
herzlichen Dank für dein Lob, freut uns sehr 🙂
Ich finde die Kekse auch super zum Zwischendurch-Knabbern.
Hallo Kathrin!
Hast du schon Erfahrungen mit Xylit gemacht? Da ich diesen „Xucker“ eh immer da habe, um meinen Tee bisschen zu süßen, würde ich das Rezept gerne mal damit ausprobieren. Aber wenn du schon von Vornherein sagen kannst, dass das in die Hose geht, dann lasse ich es lieber. Dafür ist das Zeug dann doch zu teuer.
Danke schon mal und liebe Grüße,
Sonja
Hallo Sonja, also wenn du keine (Verdauungs-)Probleme vom Xylit bekommst, kannst du es für diese Kekse schon verwenden. Wenn ich Xylit nehme, dann meist als Teil einer Mischung, z.B. 50% Xylit, 50% Erythrit / Kokoszucker oä. Das klappt immer gut.
Dankeschön!
Habe für den ersten Versuch 1/2 Xylit und 1/2 Rohrohrzucker genommen.
Dazu 60g Mandelmehl, 25g Weizenmehl und 35g Buchweizenmehl.
Sogar mein Mann war begeistert und dabei hat er normalerweise schon richtig Angst vor meinen Low-Carb-Rezeptversuchen.
Also ein suuuper Rezept!!!
LG, Sonja
Liebe Sonja,
wenn Jan begeistert ist, ist das auch mein schönstes Lob – denn Experimente gehen ja gerne mal schief, das kennt er von mir 😉
Jetzt habe ich mich gerade gefragt, woher du denn meinen Mann kennst und wann du ihm denn wohl schon mal was gebacken hast. Der heißt nämlich auch Jan! ??
Also dass du auf diesem Weg von unserem Back-Verhältnis erfährst… ?
Hallo,
ich möchte DANKE sagen für all die tollen Rezpete und die Mühe, die DU Dir da machst. Ich backe sehr viel nach – vor allem Low Carb und festtarm. Ich bin jedes Mal begeistert.
Liebe Grüße aus München
Hallo Edeltraud, das höre ich natürlich gerne, dass meine Arbeit gut ankommt 🙂 Vielen Dank für deinen netten Kommentar. Und natürlich viel Freude beim weiteren Nachbacken
Hallo!
Gesunde Kekse – das klingt ja sehr verführerisch! Da darf man dann auch mal 1 oder 2 mehr essen. Super!
Liebe Grüße Kerstin
…oder 3 oder 4 😉
Viele Grüße, Kathrin
Habe das Rezept gerade ausprobiert. Da ich zum Süßen Agavendicksaft genommen habe, habe ich die doppelte Menge an Mehl (Roggenmehl) und etwas mehr Mandelmehl genommen, weil der Teig recht flüssig war. Schmecken aber sehr lecker.
Hallo Käthe,
Roggenmehl in süßem Gebäck finde ich mutig 😉 (und schwierig). Umso schöner, dass dir die Kekse geschmeckt haben!
Auf der Suche nach einem zuckerfreien Rezept für meine kleine 1-jährige Tochter und mich stieß ich hier rauf. Ich habe statt Zucker mit ca. 90g getrockneten Feigen gesüßt und sowohl Dinkelkörner als auch Mandeln frisch gemahlen.
Gerade essen wir sie warm und weich und sie sind echt gut. Mit der Menge Feigen nur wenig süß aber absolut ausreichend. Danke für das Basisrezept!
wow…hab die Kekse gerade frisch aus dem Ofen geholt. Sind natürlich noch weich und kühlen ab, aber ich hab mir schon ne kleine Ecke gegönnt 😉 …wow… super schokoladig lecker und nicht zu süß 🙂 hatte keine Butter zur Hand und hab einfach Albaöl genommen…geschmacklich bis jetzt kein Abbruch!
Vielen Dank, die werde ich mir öfters machen und Cantuccini werde ich auch bald ausprobieren.
Danke
lg aus dem Norden
Denise
Sehr gute Keckes.:)
Zum Zubereiten:
Ich habe nur Madelmehl verwendet und es war zu flüssig um Kungeln zu formen.
Eine Idee:
Ich habe die Kekse ausgestochen als sie noch weich waren nach dem backen! Hat gut geklappt hab
jetzt ein paar Herzen !<3
Eine Frage:
Darf ich das Rezept auf Chefkoch und Tumblr veröffentlichen?
Ich würde dich natürlich Verlinken!
Liebe Liz,
das mit dem Ausstechen klingt super, danke für den Hinweis. Und schön, dass dir die Kekse geschmeckt haben!
Verlinken und teilen kannst du das Rezept natürlich immer gern, ich würde dich aber bitten, es nicht komplett bei Chefkoch o.ä. reinzustellen, sondern wie gesagt höchstens auf diesen Post zu verweisen, da ich ja letztlich Urheber bin. Danke und viele Grüße, Kathrin
Wirklich sehr lecker!
Ich hab auch ein paar Fotos gemacht! 🙂
Das Rezept habe ich mit komplett Mandelmehl übernommen
Aus dem Weichen Zustand nach dem Backen hatte ich noch die Idee entwickelt die Kekse auszusehen in bestimme Formen.
Jetzt hab ich ein paar Herzen Kekse 🙂
Zu Kugeln konnte ich sie nicht formen lag das vllt daran das ich nur Madelmehl verwändet habe?
Auch hatte ich noch die Frage ob ich das Rezept auf Chefkoch und auf Tumblr veröffentlichen darf:)
Da fehlen solche Rezept (verlinke dich auch in Tumblr bei Chefkoch weiß ich nicht ob das geht, würde es aber versuchen)
Hallo,da ich eine Ernährungsumstellung mache,wo wir wenig/keine KH zu uns nehmen,wollte ich fragen:Kann ich anstelle der 50gr.Mehl auch ruhig 100gr.Mandelmehl nehmen?Oder werden die Kekse dann zu süß?Ich habe noch nie mit Mandelmehl gebacken.Aber die Kekse sehen soooo lecker aus,das ich sie unbedingt probieren möchte 😉
Liebe Grüße aus der Lüneburger Heide 🙂
Hallo Conny,
ich habe es noch nicht probiert und kann dir daher nicht sagen, wie die Kekse dann werden. Dass sie zu süß schmecken, glaube ich aber auf keinen Fall, da Mandelmehl an sich nicht süß ist. Ich kann mir also gut vorstellen, dass es auch so klappt. Würde mich freuen, wenn du dann mal kurz berichtest, wie die Cookies geworden sind.
Viele Grüße und lass sie dir schmecken 🙂
Hallo Kathrin,
habe meinen Versuch die Kekse nur mit Mandelmehl zu backen,gewagt.Leider hatte ich nur das normale Mandelmehl und kein entöltes.Ich habe allerdings stark entöltes Kakaopulver genommen 😉 Auch die Butter habe ich durch Rama Unwi…. ersetzt 😉 Da wir keine Butter essen *lol* Ich habe den Teig dann aber nicht auf ein Blech,sondern in Muffinformen aus Papier gemacht.So entstanden kleine Kuchen 🙂 Backtemperatur betrug dann 185 ° und 15-20 minuten Backzeit.Ich habe sie dann noch etwa 10 min.im ausgeschalteten Ofen gelassen und danach auf ein Rost zum abkühlen gestellt.
Ich habe auf jedenfall eine Waffe gegen meinen Schokihunger gefunden.Und danke dir dafür :-*
Lg Conny
Danke für die Rückmeldung und „dein“ Rezept! Du hast ja wirklich einiges ausgetauscht/geändert – toll, dass dennoch was leckeres rausgekommen ist 😉 [hätte ja auch schiefgehen können…]
hallo kathrin,
habe durch zufall das keksrezept entdeckt und das hört sich ganz gut an, meine frage in bezug auf das rezept: kann ich auch stevia in pulverform wie z.b. nevella verwenden?
Hallo Andreas,
ich persönlich habe mit Stevia bislang nicht so gute Erfahrungen gemacht und das Rezept daher auch noch nicht mit Stevia ausprobiert. Ich könnte mir vorstellen, dass es schwierig wird, was die Konsistenz angeht. Erythrit bringt ja wie Zucker Volumen für das Gebäck mit, das Stevia fehlt. Du nimmst ja nur sehr wenig „Masse“ an Stevia fürs Backen. Falls du es dennoch mal mit Stevia ausprobierst: Bitte berichte doch kurz, ob es geklappt hat – das interessiert sicher auch andere Leser.
Viele Grüße, Kathrin
Liebe Kathrin,
ich habe heute Deine Schokokekse gebacken und bin TOTAL begeistert: sie sind wunderbar süß, toll schokoladig und weder zu hart noch zu weich – gerade so richtig für meinen Tee 😉
Ich hatte es etwas abgewandelt und Olivenöl&Apfelmus (1:1) statt Butter, Kokosblütenzucker statt Erythrin und Amaranth&Kokosmehl (1:1) plus etwas gemahlene Erdmandeln verwendet, hat prima geklappt! Ich werde wohl als nächstes die Zimtsterne ausprobieren – vielen, vielen herzlichen Dank für das tolle Rezept 🙂
LG
Somaya
Liebe Somaya, super, dass dir die Kekse so geschmeckt haben! Deine Variante klingt aber auch echt spannend, also vor allem das mit dem Olivenöl und dem Kokosmehl. Was ist das denn genau? Habe ich noch nie gesehen.
Kokosblütenzucker habe ich aber auch schon „erfolgreich“ verwendet (hier in diesen Muffins, die dir sicher auch schmecken würden: https://www.kavroniqel.shop/rezepte/erdnuss-bananen-schoko-muffins-mit-kokosbluetenzucker.html
Viele Grüße,
Kathrin