Kalorienarme Low Carb Schokokekse
  • 25min
  • 4,7 (525)

Fettarme und kalorienarme Schokokekse ohne Zucker

  • Low Carb
  • Zuckerfrei

Gesündere Schokoladenkekse, die fett- und kalorienärmer als normale sind, aber trotzdem toll schmecken

Kathrin Runge

Rezept von Kathrin Runge

vom 01.10.2023, zuerst veröffentlicht 2017

Low Carb Schokoladenkekse ohne Zucker, die zudem fettarm sind, klingen wie ein Widerspruch in sich. Klar, in Schokolade stecken normalerweise ja auch viel Zucker und Fett, in Keksen vor allem Mehl, Zucker und Butter. Diese Low Carb Schokokekse sind hingegen mit einer Paste aus Kakao gemacht, Mandelmehl sowie Erythrit zum Süßen.

Das Rezept für die Low Fat Low Carb Schokokekse war eines der ersten gesünderen auf diesem Blog. Die Zutat Erythrit ist kalorienfrei und hat keine Kohlenhydrate, die der Körper verwerten, also in Energie umwandeln kann; daher verwende ich es gerne für leichtere Rezepte wie Baiser ohne Zucker. Das kekstypische Weißmehl habe ich zur Hälfte durch entöltes Mandelmehl ersetzt, wodurch die Schokoladenkekse low carb sind – also kohlenhydratärmer – , wenn auch nicht ganz so wie meine Low Carb Chocolate Cookies. Wer auf solche Details nicht achtet – oder eher Wert auf fettarme Schokokekse legt – kann das Süßungsmittel auch durch Rohrohrzucker, Kokoszucker, normalen braunen Zucker o.ä. ersetzen.

Schon der Teig für die kalorienarmen Schokokekse ohne Zucker ist lecker, aber relativ feucht. Nach dem Backen sind die fettarmen zuckerfreien Schokoladenkekse noch etwas weich, was sich beim Abkühlen ändert. Sie werden allerdings nicht sehr knusprig, da hierfür mehr Gluten benötigt würde. Ich habe die Kekse auch schon mit 120g Weizenmehl und 40g Mandelmehl gebacken, wodurch sie knuspriger wurden (aber nicht mehr wirklich low carb sind).

Die Low Carb Schokokekse sind perfekt für Diabetiker

Beim Essen fällt kaum auf, dass es sich um kalorienarme Schokokekse handelt. Nur der Erythrit-typische, leicht „frische“ Geschmack kommt etwas durch. In anderen ähnlichen Rezepten wie diesen oder diesen habe ich zum Süßen deswegen auch halb Erythrit, halb Xylit verwendet. Das ist natürlich auch hier möglich. Weil Erythrit weder Einfluss auf den Blutzucker noch Kalorien hat, ist dieses Keksrezept auch für Diabetiker geeignet. Übrigens: auch die veganen Schokocookies sind super lecker!

Low Carb Schokokekse ohne Zucker

Gesündere Schokoladenkekse, die fett- und kalorienärmer als normale sind, aber trotzdem toll schmecken
Kathrin Runge Rezept von Kathrin Runge
Vorbereitung10 Minuten
Backzeit15 Minuten

Zutaten

25
Stück

Zubereitung

  • Das Kakaopulver mit etwas heißem Wasser (ca. 30 ml) zu einer dickflüssigen Paste vermischen. Butter und Erythrit verrühren, Eier dazu und die Masse leicht cremig aufschlagen. Ofen auf 175 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen; ein Blech mit Backpapier belegen.
  • Mehle und Backpulver dazugeben und alles zusammen mit der Kakaopaste gründlich verrühren. Sollte der Teig extrem feucht sein, noch einen Teelöffel Mandelmehl extra zugeben; er gehört tendenziell aber eher feucht. Mit zwei Löffeln Häufchen auf ein Backblech setzen.
  • Die Kekse 12-15 Minuten backen. Sie sind noch etwas weich, wenn ihr sie aus dem Ofen holt, werden dann aber noch fester.

Anmerkungen

  • Eine tolle, zwar weniger kohlenhydrat- und zuckerarme, aber noch bessere Variante besteht aus 120g Weizenmehl und 40g Mandelmehl sowie 70g Erythrit und 40g Kokosblütenzucker. Die restlichen Zutaten bleiben gleich.
  • Erythrit ist ein so genanntes Zuckeralkohol (aber ohne Zucker und Alkohol) und kalorienfrei. Es hat laut Nährwertangaben zwar ähnlich viele Kohlenhydrate wie Zucker, aber keine Kohlenhydrate, die der Körper verwerten, also in Energie umwandeln kann.
  • Den leicht kühlen Geschmack von Erythrit kann man reduzieren, wenn man zur Hälfte Xylit verwendet.
 

Nährwerte

Portionsgröße: 1KeksKalorien: 35kcalKohlenhydrate: 2gZucker: 0,2gEiweiß: 1,9gFett: 2g
  • Du hast nicht alles da?

    In der Zutaten Tauschbörse findet ihr Tipps, wie und durch was ihr Zutaten ersetzen könnt.

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Kathrin Runge

Hallo, ich bin Kathrin!

Ich bin Gründerin von „Backen macht glücklich“, Backbuchautorin, Journalistin und seit meiner Kindheit leidenschaftliche Bäckerin. Was mich glücklich macht? Neue Rezepte zu entwickeln, sie auszuprobieren, zu fotografieren und mit euch zu teilen.

Seit 2012 findet ihr hier alles rund ums Backen – von schnellen Muffins bis zur festlichen Torte.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Stöbern und Nachbacken. Schön, dass du das bist!

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107 Kommentare

  1. Eine Anmerkung, da ich auch keine Milchprodukte vertrage (vermute MIlcheiweißallergie) benutze ich die günstige vollfett Margarine aus dem Supermarkt. Natürlich sollte man die Zutatenliste studieren um Milchzusatz zu umgehen. Sojamargarine wäre mir persönlich dafür viel zu teuer.

  2. Hallo

    Noch eine Frage…kann man auch Zucker UND Butter ersetzen? Ich meine im gleichen Rezept 🙂
    Der Geschmack spielt mir jetzt nicht eine riesige Rolle, aber ich meine, zumindest so, dass die Konsistenz halbwegs stimmt 🙂 Wäre extrem dankbar für Tipps!

    Ich muss nochmals kurz erwähnen, dass ich auf deinen Blog gerade erst gekommen bin….GENIAL! Danke vielmals!

    1. Liebe Jaël,
      ich fürchte, in Backrezepten sowohl Butter als auch Zucker zu ersetzen, dürfte in vielen Fällen „schiefgehen“. Aber für diese Kekse braucht man ja ohnehin nur 30 Gramm Butter, was wirklich wenig ist. Wenn du diese weglässt, denke ich, dass die Konsistenz schon drunter leidet und man fast nicht mehr von Keksen sprechen kann.

      Halbfettbutter könnte vielleicht klappen. Aber das habe ich noch nicht getestet. Übrigens werde ich bald auch Weihnachtsplätzchen ohne Butter/Zucker bzw. mit deutlicher weniger austesten; das dürfte dich ja dann auch interessieren ;-).

      1. Danke vielmals für die schnelle Antwort 🙂
        Und wie mich diese Weihnachtsplätzchen interessieren werden 😀 Freue mich schon ganz fest darauf!
        Noch wegen dem Butter UND Zuckerersatz…ich habe da gedacht, dass man zum Beispiel Griess mit Joghurt (anstatt Butter) und Erythritol (anstatt Zucker…hat ja die gleiche Konsistenz) brauchen könnte. Was denkst du, ganz abgesehen vom Geschmack, könnte die Konsistenz des Kuchens noch einigermassen gut sein? 😛

        Und dann noch etwas (Sorry… 🙂 Kann man diese Butterersätze, die du getestet hast, für jedes Rezept brauchen, oder ging das nur, weil es ein Cake war? Also hier ginge das zum Beispiel nicht so gut?

        Nochmals DANKE und freue mich RIESIG auf die Weihnachtsplätzchen!
        Kennt ihr in Deutschland Anis-Chräbeli? Ich denke, dieses Rezept ginge auch recht gut ohne Zucker (bzw. mit kalorienfreiem Puderzucker) , weil es ja auch keine Butter enthält, werde ich es SICHER versuchen!

        So, jetzt ist aber Schluss 😉 Liebe Grüsse

        1. Schönen guten Abend 😉
          Dann will ich mich mal ans Beantworten deiner Fragen machen…also: Ob man Butter (bzw. Zucker) in einem Rezept ersetzen kann oder nicht, hängt mit der Teigart zusammen. Die Austauschmöglichkeiten im Apfelkuchen-Rezept beziehen sich also v.a. auf Rührteig-Kuchen. Wie es mit Mürbteig ist (Tortenboden, Kekse etc) werde ich demnächst nochmal mit Weihnachtsplätzchen testen. Mit Hefeteig klappt Halbfettbutter gut, Apfelmus oder Joghurt/Griess wohl nicht.

          Was die Schokokekse angeht: Ich kann nur vermuten, wie sie schmecken, wenn man Butter und Zucker austauscht. Es wird wohl nicht mehr wirklich an Kekse erinnern, aber sicher trotzdem gut schmecken – man darf´s eben nicht mit fetten Cookies vergleichen. Probier´s einfach aus! Anis-Chräbeli kenne ich übrigens nicht (schöner Name ;-)) – sind das Makronen?

    2. ich nehme immer Sojamargarine (von sojola) zum Backen (darf keine Milchprodukte nehmen). Sojaprodukte sind im allgemeinen von den Eigenschaften her Milchprodukten ziemlich ähnlich und das dürfte keine Probleme geben =)

      1. Hallo Anja, vielen Dank für den Tipp! Hast du schon alle Teigarten (Mürbteig, Rührteig, Hefeteig etc) mit Sojamagarine bzw. Sojamilch getestet?

        1. Vielen vielen Dank nochmals 😉
          Ich werde bestimmt einmal etwas ausprobieren und dabei sowohl Butter als auch Zucker ersetzen. Wie bereits gesagt, freue ich mich extrem auf die Experimente mit Mürbeteig! 🙂 (Ich habe es auch schon versucht, habe dann einfach Nüsse mit Datteln klein gemahlen und so in die Form gedrückt, ist zwar gesund, enthält aber SEHR viele Kalorien)

          Anis-Chräbeli sind also wahrscheinlich nur schweizer Kekse 😀 Es sind hier bei uns ziemlich bekannte Weihnachtsplätzchen, sie haben einen starken Anis-Geschmack und werden einen Tag getrocknet, bevor man sie bäckt. Sie sind folglich sehr hart und nicht alle mögen sie 🙂 🙂

          Falls du interessiert bist, habe ich hier eine Website mit dem Rezept

          https://www.bettybossi.ch/de/Rezept/ShowRezept/BB_BKXX060801_0374A-40-de

          liebe Grüsse

  3. Das sieht wunderbar aus! Schöner Blog!

    Liebe Grüße von einer Bäckerin aus dem Ruhrpott:-)

    http://lasagnolove.blogspot.com/

    Bamb

  4. Da würde ich ja jetzt zu gerne mal probieren! Dieser noch leicht saftige Kern sieht einfach zu lecker aus. Und ja, ich glaube ich weiß, was du mit dem kühlen Effekt meinst… bei zuckerfreiem Kaugummi hat man das auch manchmal. Jedenfalls ein ganz tolles und informatives Experiment, vielen Dank dafür! 🙂

    1. Gerne doch 🙂 Mir macht es total Spaß, herumzutüfteln, auch wenn immer mal wieder etwas richtig schiefgeht beim Backen… Wie bei den meisten „Ersatzzutaten“ wird es wohl auch hier Leute geben, denen die Mandelmehl-Erythrit-Kombi nicht schmeckt, aber ich persönlich kann zumindest dieses Rezept wirklich empfehlen.