Sauerteig ansetzen Rezept
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Sauerteig ansetzen: Sauerteig selber machen für Anfänger

  • Vegan
  • Vollwertig

Brotbacken mit eigenem Sauerteig macht stolz. Und keine Angst – Sauerteig herstellen ist nicht so kompliziert, wie es scheint. Hier steht, wie es geht!

Kathrin Runge

Rezept von Kathrin Runge

vom 14.08.2023, zuerst veröffentlicht 2019

Sauerteig ansetzen steht für viele Hobbybäcker ganz weit oben auf der Liste der Dinge, an die sie sich nicht wagen. Ging mir sehr lange genauso. Aber dann habe ich – nach Misserfolgen und jahrelanger Pause – noch einmal einen Versuch gestartet. Denn so ein Weizen-, Dinkel- oder Roggenbrot mit Sauerteig ist einfach nur köstlich. Und mit meiner Sauerteig-Anleitung für Anfänger könnt ihr es auch!

Sauerteig herstellen klingt, zumindest was Zutaten und Zubereitung angeht, erstmal simpel – und ist trotzdem nicht ganz unkompliziert. Ich habe auch gefühlt hunderte Rezepte, Backbücher und Blogartikel gelesen. Und war hinterher noch verwirrter als zuvor. Irgendwie wollte alles keinen Sinn machen. Jeder beschreibt eine andere Methode zum Anstellgut. Ich hatte nur noch Fragezeichen im Kopf. Diesen Weg will ich euch ersparen. Im Folgenden findet ihr also eine detaillierte Anleitung, wie ihr Sauerteig selbst ansetzen könnt. Inklusive vieler Tipps und Tricks. Der allerwichtigste davon: Gebt nicht auf, auch wenn euer erster Versuch vielleicht misslingt. Fangt nochmal von vorne an. Ein gutes Sauerteig-Anstellgut wird euch im besten Fall jahrelang begleiten. Die Mühe ist es also wert.

Wie macht man Sauerteig?

Es gibt unterschiedlichste Möglichkeiten. Grundsätzlich geht es aber immer um dasselbe Prinzip: Über mehrere Tage wird eine kleine Menge Roggenmehl mit derselben Menge warmem Wasser vermischt und diese Mischung dann reifen gelassen. Die Prozedur dauert 3-4 Tage. Davon ist aber nur ein Bruchteil wirkliche Arbeitszeit. Ich verwende ab dem 3. Tag nur noch einen Teil der Ausgangsmasse. Vom fertigen Ansatz hat man dann immer eine kleine Menge im Kühlschrank, damit man nicht für jedes Backen ganz von vorne anfangen muss. Das so genannte Anstellgut wird jede Woche gefüttert. 

Die genauen Schritte zum Anstellgut findet ihr im Rezept. Hier ein paar allgemeine Tipps, die ihr unbedingt beachten solltet, wenn ihr Sauerteig selbermachen wollt

  • Arbeitet sauber: Das heißt in erster Linie, saubere Gläser und Löffel zu nehmen. Ansonsten können sich unerwünschte Bakterien breit machen, die im Sauerteig nichts zu suchen haben
  • Wiegt alles ab – lauwarmes Wasser und Mehl
  • Achtet auf die richtigen Temperaturen, egal ob beim Wasser oder beim Ort zum Reifen des Teigs
  • Seht trotz der ungefähren vorgegebenen Zeitangaben immer wieder nach Sauerteig. Sie sind extrem individuell. Und riecht. Am besten beginnt ihr z.B. am Freitag bzw. übers Wochenende oder im Urlaub
  • Deckt das Anstellgut während der Reifezeit nur ab, statt es luftdicht zu verschließen

Sauerteig ist genauso wie Hefe ein Triebmittel, sorgt aber für anderen Geschmack und eine andere Haltbarkeit des Brots. Gerade zu Beginn sollte man dem Brot-Teig (nicht dem Sauerteig) dennoch zusätzlich etwas Hefe zugeben, solange der Ansatz noch sehr jung ist.  Ganz wichtig: Es handelt sich aber immer um Sauerteig ohne Hefe.

Häufige Fragen zum Thema Sauerteig

Welches Mehl braucht man zum Sauerteig-Ansetzen?

Am gebräuchlichsten ist Roggen-Sauerteig mit Roggenmehl Type 1150. Zum Ansetzen kann theoretisch aber auch Weizenmehl oder Dinkelmehl genommen werden. Man sollte jedoch eher Mehl mit einer hohen Type wählen.

Wie erreiche ich die richtige Temperatur zum Reifen?

Es gibt spezielle Gärboxen etc, ich stelle das Glas aber meist bei nur eingeschalteter Ofenlampe (oder maximal 30 Grad) in den Ofen; alternativ auf den Server 😉 , oder unter eine Lampe. So ist es ein recht konstant warmer Ort.

Was ist, wenn sich auf dem Teig Schimmel bildet oder komische Farben auftauchen?

Dann ist er leider schlecht – und ihr müsst von vorne anfangen. Ein stechender Geruch allein hingegen ist meist unproblematisch; meine riecht teils nach Nagellackentferner.

Wie viel Sauerteig-Anstellgut braucht man für ein Brot?

Kommt auf Gehzeit des Teigs an. Ich nehme meist 75 Gramm, es gibt aber auch Rezepte mit 10g (wie unser Dinkel-Sauerteigbrot) oder 150g

Wohin mit den nicht gebrauchten Resten des Sauerteig-Anstellguts?

Ich gebe es zu: Ich werfe sie z.B. in einem Gefrierbeutel weg. Theoretisch kann man sie aber auch in andere Teige geben, getrocknet zum Panieren verwenden oä. Beides habe ich noch nicht getestet

Wie oft soll man das Anstellgut aus dem Kühlschrank füttern?

Auch wenn man nicht backen will: regelmäßig. Je häufiger, desto besser. Ich mache es einmal in der Woche und habe dafür einen Kalendereintrag im Handy. Aufgefrischt werden muss am Vortag des Backtags

Was ist, wenn ich den Ansatz längere Zeit nicht füttern kann?

Entweder einen Nachbarn bitten, sich zu kümmern, oder dem Teig nach 2 Wochen ein paar Auffrischungen gönnen, bevor er verwendet wird. Es soll aber auch Leute geben, die Sauerteig in den Urlaub mitnehmen.

Was ist, wenn das Sauerteigbrot extrem kompakt, klitschig oder sehr sauer ist?

Leider kann es gerade zu Beginn noch manchmal zu “unperfekten” Broten kommen. Das gehört dazu. Vielleicht ist euer Sauerteig noch zu jung und damit zu wenig triebstark. Anfangs gibt man dem Brotteig daher etwas Hefe zu. Mit jedem Auffrischen wird der Sauerteig stärker, sodass er irgendwann alleine wirkt

Ich hoffe, euch mit dieser Sauerteig-Anleitung ermutigen zu können, es zu probieren! Ich bin sicher kein Profi. Und es klappt trotzdem wunderbar. Bei offenen Fragen lest bitte zunächst die bereits beantworteten Kommentare durch. Übrigens, angeblich braucht jeder Sauerteig einen Namen. Meiner hat noch keinen – obwohl ich ihn wirklich liebgewonnen habe 😉 Jede Woche gibt’s bei uns mindestens 1-2 mal frisch gebackenes Brot, ab und an auch Sauerteigbrötchen oder Süßes wie den Sauerteigzopf ohne Hefe und Panettone mit Sauerteig.

Sauerteig

Selbst angesetzter Sauerteig braucht zwar Zeit, hält dann aber – gut gepflegt – ewig. Mit meiner Sauerteig-Anleitung für Anfänger klappt es bestimmt!
Kathrin Runge Rezept von Kathrin Runge
Vorbereitung25 Minuten
Reifezeit2 Tage 12 Stunden

Zutaten

1
Portion Sauerteig

1. Schritt

  • 50 Gramm Roggenmehl Type 1150
  • 50 Gramm Wasser ca. 37 Grad, bis zu 60g

2. Schritt

  • 50 Gramm Roggenmehl Type 1150
  • 50 Gramm Wasser ca. 37 Grad, bis zu 60g
  • 100 Gramm Sauerteig-Ansatz aus dem 1. Schritt

3. Schritt

  • 50 Gramm Roggenmehl Type 1150
  • 50 Gramm Wasser ca. 37 Grad, bis zu 60g
  • 50 Gramm Sauerteig-Ansatz aus dem 2. Schritt

4. Schritt

  • 50 Gramm Roggenmehl Type 1150
  • 50 Gramm Wasser ca. 37 Grad, bis zu 60g
  • 10 Gramm Sauerteig-Ansatz aus dem 3. Schritt

Zubereitung

1. Schritt

  • 50 Gramm Mehl und 50 Gramm warmes Wasser in einem großen Einmachglas kräftig mit einem Löffel vermischen. Falls die Masse extrem fest ist, etwa 10g mehr (also insgesamt 60g) Wasser verwenden. Deckel des Glases auflegen (nicht zuschrauben oder mit einer Klammer verschließen), alternativ mit Frischhaltefolie bedecken. Mischung bei ca. 25-30 Grad rund 20-24 Stunden reifen lassen.

2. Schritt

  • Den kompletten Ansatz aus dem 1. Schritt mit noch einmal 50 Gramm Mehl und 50-60 Gramm warmem Wasser kräftig vermischen. Deckel auflegen. Zugedeckt bei ca. 25-30 Grad rund 8-15 Stunden reifen lassen. Wie lange es bei euch dauert, hängt von Umgebungsvariablen wie Zimmertemperatur ab und davon, wie sich der Ansatz entwickelt: Sobald er sein Volumen verdoppelt hat und schon wieder leicht einfällt, geht man zum 3. Schritt über.

3. Schritt

  • 50 Gramm des Ansatzes aus dem 2. Schritt (der Rest wird nicht benötigt und kann weg) mit 50 Gramm Mehl und 50-60 Gramm warmem Wasser vermischen. Deckel auflegen. Zugedeckt bei ca. 25-30 Grad rund 12 Stunden reifen lassen. Auch hier hängt die genaue Dauer wieder davon ab, wie sich der Ansatz entwickelt: Sobald er sein Volumen verdoppelt hat und schon wieder leicht einfällt, geht zum 4. Schritt über.

4. Schritt

  • 10 Gramm des Ansatzes aus dem 3. Schritt (der Rest wird nicht benötigt und kann weg) mit erneut 50 Gramm Mehl und 50-60 Gramm warmem Wasser vermischen. Deckel auflegen. Zugedeckt bei ca. 25-30 Grad rund 8-12 Stunden reifen lassen. Das Volumen sollte nun noch um etwa die Hälfte zunehmen.

Verwenden des Sauerteig-Anstellguts

  • Wenn die Mischung deutlich säuerlich riecht, ist der Sauerteig-Starter bzw. das Anstellgut (insgesamt ca. 110 Gramm) nun bereit zum Backen. Ansonsten den 4. Schritt noch einmal wiederholen. Für ein Sauerteigbrot mit ca. 500g Mehl benötigt ihr je nach Gehzeit z.B. 75 g Anstellgut. Die ersten Male sollte man zum Teig zusätzlich Hefe zugeben, bis der Sauerteig alleine triebstark genug ist.

Regelmäßiges Füttern des Sauerteigs

  • Der Rest Sauerteig-Anstellgut (in meinem Beispiel ca. 30-40g) wird in einem kleinen Glas mit aufgelegtem Deckel im Kühlschrank gelagert und muss immer wieder „gefüttert“ bzw. „aufgefrischt“ werden. Dafür nimmt man alle ca. 7-10 Tage 10 Gramm des Sauerteigansatzes aus dem Kühlschrank (der Rest kann weg) und mischt diesen in einem sauberen frischen Glas wieder mit 50g Mehl und 50g Wasser.
  • Diese Mischung lässt man wieder 6-12h reifen, wie im 4. Schritt. Dann entnimmt man z.B. 75g Ansatz für sein Brot, lagert den Rest wieder im Kühlschrank. Und macht immer so weiter 🙂 .

Anmerkungen

  • Das Herstellen des Sauerteigs hat lange Reifezeiten. Da man keine genauen Stundenangaben machen kann, solltet ihr das Ganze z.B. an einem verlängerten Wochenende starten, an Urlaubstagen oder wenn ihr eh zuhause seid.
  • Die richtigen Temperaturen sind enorm wichtig – nicht zu kühl, nicht zu heiß. Die Wassertemperatur könnt ihr mit einem Thermometer messen, den Ort zum Reifen am besten ebenfalls. Wenn man Erfahrung hat, geht das auch nach Gefühl.
  • Im Winter kann man den Sauerteig z.B. in der Nähe einer Heizung reifen lassen (wenn diese konstant durchheizt und nicht nachts abschaltet) oder im Wäschekeller. Ansonsten z.B. in den Ofen bei nur angeschalteter Backofenlampe stellen. Ich stelle ihn manchmal auf unseren (warmen) Server 😉 Aber Achtung: setzt das Sauerteigglas zusätzlich auf einen Teller – er kann ziemlich überlaufen.
  • Wie viel zusätzliche Hefe ihr bei den ersten Malen benötigt, ist sehr individuell und auch von der Reifezeit bzw. dem konkreten Rezept für den Brotteig abhängig. Ich nehme z.B. 1-2g Trockenhefe und reduziere die Menge nach und nach.
  • Bei offenen Fragen lest bitte zunächst die bereits beantworteten Kommentare durch.
  • Du hast nicht alles da?

    In der Zutaten Tauschbörse findet ihr Tipps, wie und durch was ihr Zutaten ersetzen könnt.

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Kathrin Runge

Hallo, ich bin Kathrin!

Ich bin Gründerin von „Backen macht glücklich“, Backbuchautorin, Journalistin und seit meiner Kindheit leidenschaftliche Bäckerin. Was mich glücklich macht? Neue Rezepte zu entwickeln, sie auszuprobieren, zu fotografieren und mit euch zu teilen.

Seit 2012 findet ihr hier alles rund ums Backen – von schnellen Muffins bis zur festlichen Torte.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Stöbern und Nachbacken. Schön, dass du das bist!

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626 Kommentare

  1. Darf man die Schritte verkürzen, wenn der Teig schon vorher aufgegangen ist und Blasen wirft und riecht?
    Danke, die Anleitung ist super.

    1. Hallo, klar! Tendenziell ist bei allem rund um Sauerteig Optik/Geruch/Entwicklung wichtiger als starre Zeit

      1. Ohoh, ich habe alles falsch gemacht. Nicht nochmal genau gelesen, war arbeiten, und nun waren es doch ungefähr 24 Stunden am zweiten Tag, das war ja dann viel zu viel.
        Nichts geschimmelt, aber Geruch doch durchaus intensiv. Aufgegangen war der Teig auch.

        Und dann habe ich noch dazu versäumt, einen Teil des Teiges wegzuwerfen. Jetzt habe ich also ca. 150 g Mehl im Ansatz nach Schritt 3.
        Ich mache einfach mal weiter. Vielleicht geht alles kaputt, aber jetzt bereits aufgeben, fände ich auch doof.
        Möglicherweise war es unter der Lampe im Backofen bei mir auch etwas warm. Das Glas ist jedenfalls definitiv wärmer als mein Körper.

        1. Nach Schritt 3 ging bei mir innerhalb von ca. 14 Stunden nichts mehr auf. Ich warte mal weiter. Hoffentlich ist er nicht kaputt.

          1. Hurra. Ich habe ein Brot gebacken.
            Ich hatte einfach weitergemacht, mit nun mehreren Ansätzen parallel. Fragt mich nicht, warum. Ich war mir manchmal nicht sicher, wie ich vorgehe, machte dann zwei Varianten parallel. Am Ende hatte ich drei Ansätze im Backofen.
            Und vorgestern setzte ich dann einen Dinkel-Vollkornteig an. Wirklich lange stehen ließ ich ihn, auch wenn schon nach vielleicht einer Stunde oben paar Blasen zu sehen waren und er aufgegangen schien. Ich gab dann gestern noch wenig Hefe dazu, zur Sicherheit, ließ nochmal stehen. Dann gebacken. In einer Dutch Oven Kastenform.
            Leider ist es ab da schiefgegangen.
            Ich musste Stunden lang backen, der Teig blieb fast flüssig, ich hatte zuerst den Deckel drauf.
            Dann las ich von den Temperaturen und merkte, dass ich mit ca. 180 Grad viel zu tief eingestiegen war. Hängte nochmal eine vielleicht Dreiviertelstunde bei 230 Grad an. (Meine Stromrechnung will ich echt nicht bekommen…)
            Und ja, jetzt habe ich ein Brot, das fast schwarz ist, eine Zentimeterdicke Kruste ringsrum hat, innen noch fast naß ist, auch jetzt nicht wahnsinnig fluffig ist (aber das ist Roggenvollkornsauerteig vom Bäcker ja auch nie), aber der Geschmack ist der Hammer. So schmeckt sogar das Sauerteigbrot vom Biobäcker mit Holzofen auf dem Wochenmarkt nicht. So viel lebendiger und frischer. Toll.
            Ich verwendete aber auch den gesamten Rest einer der Ansätze, also wahrscheinlich so ca. 80 Gramm oder sowas. Auf vielleicht 600 g Dinkelvollkornmehl.
            Und ich machte so einen Einweich-Vorteig (mit nur wenig Mehl, weil ich davon zu spät las, und mit ein paar Sonnenblumenkernen und paar Gewürzen).

          2. Schön, dass dir das Brot schmeckt. Ich würde allerdings gerade am Anfang nicht so viel hin- und her experimentieren. Das kannst du später immer noch oft genug tun 🙂 Wieso wolltest du dich nicht an ein bewährtes Rezept halten?

  2. Hallo Kathrin,
    vielen Dank für die tolle Anleitung.
    Ich habe gestern meinen ersten Versuch gestartet.
    Dummerweise hatte ich das mit der Wassertemperatur vergessen gehabt.
    Mir schien aber, dass das keine negativen Auswirkungen hatte, vielleicht wel es ohnehin warm ist und ich das mit der Ofenlampe umsetzte (danke für den Tipp).
    Was mich wunderte: Bereits nach maximal 17 Stunden hatte sich das Volumen vergrößert und leichte Blasen waren unten im Glas zu sehen.
    Ich fütterte dann nach ca. 19 Stunden nach, der Teig roch bereits intensiv (schwer zu beschreibender Geruch, Würzig, vielleicht fast ein bisschen wie vergoren, bierig oder auch hefig oder sowas?), und die Blasen waren nun sehr zahlreich.
    Besteht Hoffnung, dass das klappt, oder ist das Beschriebene ein Zeichen, dass da etwas schiefgegangen ist?

    1. Das klingt jetzt eigentlich nicht schlecht, aber Ferndiagnosen sind natürlich schwierig

  3. Hallo Kathrin,

    ich habe deinen Sauerteigansatz im Netz gefunden da ich Zöialkie habe habe ich den 1. Schritt jetzt mal mit glutenfreien Mehl angesetzt. Ich hoffe das funktioniert damit auch werde auf jeden Fall berichten ob’s geklappt hat die Erklärung Schritt für Schritt finde ich Klasse gemacht. Und auch Klasse das du so einige Fragen schon hier beantworten konntest das man diese auch schon mal vorab lesen konnte. Danke

    1. Hallo Katja, oh, da bin ich sehr gespannt! Berichte dann auf jeden Fall, ob und wie es geklappt hat, das habe ich selbst noch nicht getestet

      1. Freya (haben ihr heute ihren Namen gegeben) hat sich im ersten Schritt definitiv verdoppelt vom aussehen her. Heute haben wir Schritt zwei gemacht und ich bin echt gespannt wie es morgen ausschaut bei ihr ob sich da noch mal was getan hat. Werde auf jeden Fall gerne weiter berichten ob alles klappt bis her schaut’s gut aus.

        1. Das klingt doch schonmal gut!

  4. Hallo,
    ich versuche gerade, nach dem Rezept einen Sauerteig anzusetzen. Beim zweiten Schritt hat sich der Teig bei mir nach 12 Stunden verdoppelt und begonnen wieder leicht einzufallen. Als ich dann aber den 3. Schritt angesetzt habe (50 g Ansatz + 50 g Wasser + 50 g Mehl) passierte gar nichts mehr. Innerhalb von 24 Stunden ist der Teig kein bisschen aufgegangen. Er ist nur sehr flüssig geworden.
    Woran kann das denn liegen und was mache ich dann mit dem Teig?
    Viele Grüße, Steffi

    1. Das kann ich dir leider nicht sagen, wenn Temperatur etc gepasst haben. Hat sich wirklich 0,0 getan, keine Bläschen, kein Volumen mehr? Dann musst du neu anfangen.

      1. Hallo.

        Für 2-3 Tage hat sich tatsächlich gar nichts getan. Ich habe es einfach mal trotzdem weiter gefüttert. Und heute morgen habe ich meinen Augen kaum getraut. Auf einmal hat sich der Teig über Nacht wieder verdoppelt und zeigt ganz viele Bläschen.
        Keine Ahnung, was da los war. Vielleicht mussten sich die Bakterien und Hefen erst mal selbst sortieren. 😂

        Viele Grüße, Steffi

  5. Hallo, ich schon wieder…..
    Nachdem es nun warm geworden, versuche ich es nun nochmals mit dem Starter.
    Meine Frage wäre, wenn nach dem 1. Schritt keine Vermehrung stattgefunden hat, muss ich dann abwarten bis das passiert, oder soll ich mit dem 2. Schritt weitermachen?
    Danke😊

    1. Also, irgendetwas sollte sich tun, Volumen, Geruch, Bläschen. Das muss aber nicht sehr viel sein im 1. Schritt

  6. Ich habe das Sauerteig Mischbrot gebacken. Der erste Versuch ist geglückt und wurde sofort vernichtet.

    Ich habe nur eine Frage zum Sauerteig. Er riecht oft nach Aceton. Habe ihn zb heute Morgen aus dem Kühlschrank geholt und es roch nach Nagellackentferner. Habe die oberste Schicht weg genommen und neu gefüttert und bei Zimmertemperatur stehen lassen. Heute Mittag roch er normal, also habe ich was davon weggenommen zum backen , den Rest in den Kühlschrank. Gerade eben nochmal gerochen und wieder der Acetongeruch. Was mache ich falsch ? Wenn ich nun nach nur 7 Tagen wieder füttern soll mag ich gar nicht dran riechen.

    1. Hallo Svenja, also er riecht quasi am Tag des fütterns schon so? Tendenziell bedeutet der Geruch, dass man ihn demnächst wieder füttern sollte. Das sollte aber natürlich nicht am gleichen Tag schon wieder nötig sein.

  7. Übersichtlich und eingängig beschrieben.
    Danke.

    1. So soll’s sein – danke dir!

  8. Meine Freundin darf aufgrund mehrerer Krankheiten ausschließlich Dinkel Vollkornmehl (das von DM, das ich verwende, hat keine Nummer) essen – kann ich es damit einmal versuchen? Liebe Grüße und vielen Dank für diese tolle und ausführliche Beschreibung!

    Es dürfte dann auch gar keine Hefe rein – soll ich den Sauerteig dann einfach etwas länger füttern, damit er besser für Brot geht? Du schreibst ja, bei den ersten Broten etwas Hefe rein. Bitte um Erklärung wie du es machen würdest damit es klappt. Weil es ist ja doch einiges zu beachten! Danke

    1. Hallo, probieren kannst du das auf jeden Fall. Wenn gar keine Hefe rein soll, wird es eben länger dauern und mehr Auffrischungen brauchen, bis du ein Brot verschenken kannst.

  9. Hallo Kathrin
    Wie merke ich, ob mein Roggen AST (Simba) triebfähig ist? Er braucht mind. 1 Tag bis er aufgeht. Ich füttere ihn jede Woche u backe nur alle 2 Wochen damit ein Roggenschrot Brot. Herzlichen Dank für Deinen Tipp 🙏

    1. Hallo, also es gibt ja keine feste Definition von „Triebfähigkeit“ oder ich kenne diese nicht. Er wird triebfähiger, wenn du immer weniger Hefe zugeben musst und irgendwann gar keine mehr brauchst und das Brot wird trotzdem so, wie du es dir vorstellst.

    2. Einfach weiter füttern und backen 🙂

      Reines Roggenbrot ist aber ohnehin ziemlich schwierig im Vergleich zu Weizen oder Dinkel

  10. Seit Tag drei tut sich nichts mehr bei meinem Startetr was soll ich tun?

    1. Wenn sich wirklich gar nichts tut, kein Geruch, Bläschen etc, musst du neu beginnen, das wäre aber ungewöhnlich

  11. Ines Fruehwacht

    Hallo liebe Kathrin, vielen Dank für das Rezept. Leider habe ich auch das Problem,dass der Teig nach Schritt 4 kaum noch geht. Ich habe ein Glas mit 9 cm Durchmesser. Bei Schritt 2 hat er sich noch vervierfacht. Bei Schritt 4 hat er sich kaum verdoppelt, hat aber Bläschen und riecht leicht säuerlich. Soll ich es mit dem Backen mal versuchen?
    LG

    1. Hallo, das ist ganz normal, dass er weniger aufgeht, wichtig ist auch Geruch und Aussehen 🙂

  12. Hallo,
    ich finde dein Rezept sehr verständlich, dennoch klappt’s bei mir leider nicht. Habe gerade den 3. Versuch gestartet. Die ersten beiden Schritte klappen jedesmal super, aber beim dritten Schritt hakt’s jedesmal. Der Ansatz geht kaum auf und die Oberfläche wird grau. Ich weiß leider nicht wo das Problem ist.
    LG Melanie

    1. Hallo, wie deckst du das Ganze denn ab?

      1. Ich verwende ein Einweckglas und lege den Glasdeckel nur drauf.

  13. Hallo Kathrin,
    Schritt 1 hat bei mir wunderbar funktioniert. Schritt 2 stand dann über Nacht. Am Abend sah es noch super aus und er ist mit Bläschen leicht hochgegangen, aber am Morgen war er dann zusammengefallen und oben drauf hat sich eine Schicht Wasser abgesetzt. Ich habe dann trotzdem weitergemacht. 12 Stunden später war er dann homogen, mit Bläschen, aber ist nicht hochgegangen.
    Ich habe Dinkelmehl 605 verwendet. Kann das daran liegen? Und kann ich damit irgendwie weitermachen? Der Ansatz steht bei eingeschalteter Lampe im Backofen.
    Liebe Grüße
    Natalie

    1. Hallo, also am Dinkelmehl sollte es eigentlich nicht liegen, allerdings würde ich dir zum ansetzen Roggen oder anderes empfehlen, wie ich es auch im Post schreibe. Dass der Ansatz irgendwann einfällt, ist ganz normal, vielleicht war die Zeit dann schon zu lange.

      1. Muss ich dann neu anfangen, oder kann ich das noch irgendwie weiterverwenden?

        1. Das kann ich dir nicht sagen. Solange er nicht schimmlig o.ä. ist, kann man immer weiter machen, ich persönlich würde aber wohl nochmal anfangen

  14. Hallihallo,
    ich habe mir gerade den Ansatz nach Deinem Rezept erstellt und bin ganz gespannt wie es weitergeht. Ich hatte das vor Wochen schon mal probiert aber das funktionierte nicht weil es dann leider kalt wurde…… und habs dann verworfen weil ich dachte es ist eh komplett kaputt. Hätt ich Deine Seite hier vorher gefunden hätt er noch drei Tage Lebensversuch bekommen….. naja 🙂

    Was mir einfiel beim Lesen der vielen Beiträge, wenn es nicht klappt:
    die verwendeten Gläser würde ich nochmal mit klarem Wasser richtig satt ausspülen und abtrocknen. Ich kann mir vorstellen daß es von manchem Spülmaschinentab, respektive dem Nachspüler usw. aus der Geschirrspülmaschine kommt, daß manche Ansätze nichts werden. Da sind ja überall Enzyme drin die Eiweiße abbauen. Und streckenweise so aggressiv. So kann ich mir auch gut vorstellen daß da noch andere Dinge drin sind die nicht so gut ins natürliche Konzept passen (und somit den Sauerteig verderben), aber eben auf den Oberflächen noch kleben, wenn man das Geschirr aus der Maschine direkt in den Schrank verräumt.
    Man sieht diese getrockneten Rückstands-Filme ja nicht aber sie sind auf dem Geschirr.
    Ich spüle mein Geschirr schon immer NACH der Wäsche im Geschirrspüler mit warmem Wasser nach, verwende generell Geschirrspülpulver ohne Enzyme aber ich bin (aus gesundheitlichen Gründen) wirklich sehr pingelig und möchte keine derartigen Rückstände mitessen (die durch aufliegendes Essen oder Flüssigkeit wieder angelöst werden)

    LG Astrid

    1. Danke für dein ausführliches Feedback, ich hoffe, du hast mit meiner Anleitung Erfolg 🙂

  15. Hallo,
    ich möchte gerne das Rezept auch ausprobieren, bin mir aber noch nicht sicher in welchem Behälter/Glas ich beginnen soll? Wie groß sollte es sein?
    Danke

    1. Hallo, lieber zu groß als zu klein, würde mind 500ml empfehlen