Sauerteig ansetzen steht für viele Hobbybäcker ganz weit oben auf der Liste der Dinge, an die sie sich nicht wagen. Ging mir sehr lange genauso. Aber dann habe ich – nach Misserfolgen und jahrelanger Pause – noch einmal einen Versuch gestartet. Denn so ein Weizen-, Dinkel- oder Roggenbrot mit Sauerteig ist einfach nur köstlich. Und mit meiner Sauerteig-Anleitung für Anfänger könnt ihr es auch!
Sauerteig herstellen klingt, zumindest was Zutaten und Zubereitung angeht, erstmal simpel – und ist trotzdem nicht ganz unkompliziert. Ich habe auch gefühlt hunderte Rezepte, Backbücher und Blogartikel gelesen. Und war hinterher noch verwirrter als zuvor. Irgendwie wollte alles keinen Sinn machen. Jeder beschreibt eine andere Methode zum Anstellgut. Ich hatte nur noch Fragezeichen im Kopf. Diesen Weg will ich euch ersparen. Im Folgenden findet ihr also eine detaillierte Anleitung, wie ihr Sauerteig selbst ansetzen könnt. Inklusive vieler Tipps und Tricks. Der allerwichtigste davon: Gebt nicht auf, auch wenn euer erster Versuch vielleicht misslingt. Fangt nochmal von vorne an. Ein gutes Sauerteig-Anstellgut wird euch im besten Fall jahrelang begleiten. Die Mühe ist es also wert.
Wie macht man Sauerteig?
Es gibt unterschiedlichste Möglichkeiten. Grundsätzlich geht es aber immer um dasselbe Prinzip: Über mehrere Tage wird eine kleine Menge Roggenmehl mit derselben Menge warmem Wasser vermischt und diese Mischung dann reifen gelassen. Die Prozedur dauert 3-4 Tage. Davon ist aber nur ein Bruchteil wirkliche Arbeitszeit. Ich verwende ab dem 3. Tag nur noch einen Teil der Ausgangsmasse. Vom fertigen Ansatz hat man dann immer eine kleine Menge im Kühlschrank, damit man nicht für jedes Backen ganz von vorne anfangen muss. Das so genannte Anstellgut wird jede Woche gefüttert.
Die genauen Schritte zum Anstellgut findet ihr im Rezept. Hier ein paar allgemeine Tipps, die ihr unbedingt beachten solltet, wenn ihr Sauerteig selbermachen wollt
- Arbeitet sauber: Das heißt in erster Linie, saubere Gläser und Löffel zu nehmen. Ansonsten können sich unerwünschte Bakterien breit machen, die im Sauerteig nichts zu suchen haben
- Wiegt alles ab – lauwarmes Wasser und Mehl
- Achtet auf die richtigen Temperaturen, egal ob beim Wasser oder beim Ort zum Reifen des Teigs
- Seht trotz der ungefähren vorgegebenen Zeitangaben immer wieder nach Sauerteig. Sie sind extrem individuell. Und riecht. Am besten beginnt ihr z.B. am Freitag bzw. übers Wochenende oder im Urlaub
- Deckt das Anstellgut während der Reifezeit nur ab, statt es luftdicht zu verschließen
Sauerteig ist genauso wie Hefe ein Triebmittel, sorgt aber für anderen Geschmack und eine andere Haltbarkeit des Brots. Gerade zu Beginn sollte man dem Brot-Teig (nicht dem Sauerteig) dennoch zusätzlich etwas Hefe zugeben, solange der Ansatz noch sehr jung ist. Ganz wichtig: Es handelt sich aber immer um Sauerteig ohne Hefe.
Häufige Fragen zum Thema Sauerteig
Am gebräuchlichsten ist Roggen-Sauerteig mit Roggenmehl Type 1150. Zum Ansetzen kann theoretisch aber auch Weizenmehl oder Dinkelmehl genommen werden. Man sollte jedoch eher Mehl mit einer hohen Type wählen.
Es gibt spezielle Gärboxen etc, ich stelle das Glas aber meist bei nur eingeschalteter Ofenlampe (oder maximal 30 Grad) in den Ofen; alternativ auf den Server 😉 , oder unter eine Lampe. So ist es ein recht konstant warmer Ort.
Dann ist er leider schlecht – und ihr müsst von vorne anfangen. Ein stechender Geruch allein hingegen ist meist unproblematisch; meine riecht teils nach Nagellackentferner.
Kommt auf Gehzeit des Teigs an. Ich nehme meist 75 Gramm, es gibt aber auch Rezepte mit 10g (wie unser Dinkel-Sauerteigbrot) oder 150g
Ich gebe es zu: Ich werfe sie z.B. in einem Gefrierbeutel weg. Theoretisch kann man sie aber auch in andere Teige geben, getrocknet zum Panieren verwenden oä. Beides habe ich noch nicht getestet
Auch wenn man nicht backen will: regelmäßig. Je häufiger, desto besser. Ich mache es einmal in der Woche und habe dafür einen Kalendereintrag im Handy. Aufgefrischt werden muss am Vortag des Backtags
Entweder einen Nachbarn bitten, sich zu kümmern, oder dem Teig nach 2 Wochen ein paar Auffrischungen gönnen, bevor er verwendet wird. Es soll aber auch Leute geben, die Sauerteig in den Urlaub mitnehmen.
Leider kann es gerade zu Beginn noch manchmal zu “unperfekten” Broten kommen. Das gehört dazu. Vielleicht ist euer Sauerteig noch zu jung und damit zu wenig triebstark. Anfangs gibt man dem Brotteig daher etwas Hefe zu. Mit jedem Auffrischen wird der Sauerteig stärker, sodass er irgendwann alleine wirkt
Ich hoffe, euch mit dieser Sauerteig-Anleitung ermutigen zu können, es zu probieren! Ich bin sicher kein Profi. Und es klappt trotzdem wunderbar. Bei offenen Fragen lest bitte zunächst die bereits beantworteten Kommentare durch. Übrigens, angeblich braucht jeder Sauerteig einen Namen. Meiner hat noch keinen – obwohl ich ihn wirklich liebgewonnen habe 😉 Jede Woche gibt’s bei uns mindestens 1-2 mal frisch gebackenes Brot, ab und an auch Sauerteigbrötchen oder Süßes wie den Sauerteigzopf ohne Hefe und Panettone mit Sauerteig.
Sauerteig
Zutaten
1. Schritt
- 50 Gramm Roggenmehl Type 1150
- 50 Gramm Wasser ca. 37 Grad, bis zu 60g
2. Schritt
- 50 Gramm Roggenmehl Type 1150
- 50 Gramm Wasser ca. 37 Grad, bis zu 60g
- 100 Gramm Sauerteig-Ansatz aus dem 1. Schritt
3. Schritt
- 50 Gramm Roggenmehl Type 1150
- 50 Gramm Wasser ca. 37 Grad, bis zu 60g
- 50 Gramm Sauerteig-Ansatz aus dem 2. Schritt
4. Schritt
- 50 Gramm Roggenmehl Type 1150
- 50 Gramm Wasser ca. 37 Grad, bis zu 60g
- 10 Gramm Sauerteig-Ansatz aus dem 3. Schritt
Zubereitung
1. Schritt
- 50 Gramm Mehl und 50 Gramm warmes Wasser in einem großen Einmachglas kräftig mit einem Löffel vermischen. Falls die Masse extrem fest ist, etwa 10g mehr (also insgesamt 60g) Wasser verwenden. Deckel des Glases auflegen (nicht zuschrauben oder mit einer Klammer verschließen), alternativ mit Frischhaltefolie bedecken. Mischung bei ca. 25-30 Grad rund 20-24 Stunden reifen lassen.
2. Schritt
- Den kompletten Ansatz aus dem 1. Schritt mit noch einmal 50 Gramm Mehl und 50-60 Gramm warmem Wasser kräftig vermischen. Deckel auflegen. Zugedeckt bei ca. 25-30 Grad rund 8-15 Stunden reifen lassen. Wie lange es bei euch dauert, hängt von Umgebungsvariablen wie Zimmertemperatur ab und davon, wie sich der Ansatz entwickelt: Sobald er sein Volumen verdoppelt hat und schon wieder leicht einfällt, geht man zum 3. Schritt über.
3. Schritt
- 50 Gramm des Ansatzes aus dem 2. Schritt (der Rest wird nicht benötigt und kann weg) mit 50 Gramm Mehl und 50-60 Gramm warmem Wasser vermischen. Deckel auflegen. Zugedeckt bei ca. 25-30 Grad rund 12 Stunden reifen lassen. Auch hier hängt die genaue Dauer wieder davon ab, wie sich der Ansatz entwickelt: Sobald er sein Volumen verdoppelt hat und schon wieder leicht einfällt, geht zum 4. Schritt über.
4. Schritt
- 10 Gramm des Ansatzes aus dem 3. Schritt (der Rest wird nicht benötigt und kann weg) mit erneut 50 Gramm Mehl und 50-60 Gramm warmem Wasser vermischen. Deckel auflegen. Zugedeckt bei ca. 25-30 Grad rund 8-12 Stunden reifen lassen. Das Volumen sollte nun noch um etwa die Hälfte zunehmen.
Verwenden des Sauerteig-Anstellguts
- Wenn die Mischung deutlich säuerlich riecht, ist der Sauerteig-Starter bzw. das Anstellgut (insgesamt ca. 110 Gramm) nun bereit zum Backen. Ansonsten den 4. Schritt noch einmal wiederholen. Für ein Sauerteigbrot mit ca. 500g Mehl benötigt ihr je nach Gehzeit z.B. 75 g Anstellgut. Die ersten Male sollte man zum Teig zusätzlich Hefe zugeben, bis der Sauerteig alleine triebstark genug ist.
Regelmäßiges Füttern des Sauerteigs
- Der Rest Sauerteig-Anstellgut (in meinem Beispiel ca. 30-40g) wird in einem kleinen Glas mit aufgelegtem Deckel im Kühlschrank gelagert und muss immer wieder „gefüttert“ bzw. „aufgefrischt“ werden. Dafür nimmt man alle ca. 7-10 Tage 10 Gramm des Sauerteigansatzes aus dem Kühlschrank (der Rest kann weg) und mischt diesen in einem sauberen frischen Glas wieder mit 50g Mehl und 50g Wasser.
- Diese Mischung lässt man wieder 6-12h reifen, wie im 4. Schritt. Dann entnimmt man z.B. 75g Ansatz für sein Brot, lagert den Rest wieder im Kühlschrank. Und macht immer so weiter 🙂 .
Anmerkungen
- Das Herstellen des Sauerteigs hat lange Reifezeiten. Da man keine genauen Stundenangaben machen kann, solltet ihr das Ganze z.B. an einem verlängerten Wochenende starten, an Urlaubstagen oder wenn ihr eh zuhause seid.
- Die richtigen Temperaturen sind enorm wichtig – nicht zu kühl, nicht zu heiß. Die Wassertemperatur könnt ihr mit einem Thermometer messen, den Ort zum Reifen am besten ebenfalls. Wenn man Erfahrung hat, geht das auch nach Gefühl.
- Im Winter kann man den Sauerteig z.B. in der Nähe einer Heizung reifen lassen (wenn diese konstant durchheizt und nicht nachts abschaltet) oder im Wäschekeller. Ansonsten z.B. in den Ofen bei nur angeschalteter Backofenlampe stellen. Ich stelle ihn manchmal auf unseren (warmen) Server 😉 Aber Achtung: setzt das Sauerteigglas zusätzlich auf einen Teller – er kann ziemlich überlaufen.
- Wie viel zusätzliche Hefe ihr bei den ersten Malen benötigt, ist sehr individuell und auch von der Reifezeit bzw. dem konkreten Rezept für den Brotteig abhängig. Ich nehme z.B. 1-2g Trockenhefe und reduziere die Menge nach und nach.
- Bei offenen Fragen lest bitte zunächst die bereits beantworteten Kommentare durch.
626 Kommentare
Hallo,
ich bin nun stolzer Brotbäcker, auch wenn das Herstellen des Ansatzes nicht einfach war, und mit dem Dutch Oven, den ich kurzerhand kaufte, habe ich zwei gute Brote gleich auf anhieb hinbekommen. Nur das Gehen des Teigs ist sicher noch zu optimieren in einem Gärkörbchen. Bevor ich ein solches kaufe, wollte ich mich rückversichern und fragen, ob es eine Präferenz oder Empfehlung von Dir gibt.
Viele Grüße Tim
Hallo Tim, das freut mich! Ich habe da keine echte Empfehlung. Je nach Konsistenz des Teigs lege ich auch manchmal nur backpapier rein, statt das Körbchen zu nehmen, und hebe den Teigling inkl. Papier in den dutch oven. Sieht zwar nicht so schön aus, geht aber einfacher, falls der Teig sehr weich ist.
Hallo, ich hab vor ein paar Tagen ein Sauerteigansatz angefangen. Ist es bei dir dchon mal vorgekommen dass er nicht mehr geblubbert hat und an der Oberfläche wasser war?
Ich hab den Ansatz neben dem Holzofen stehen der allerdings nachts nicht geheizt ist. Kommt das von dem? Hoffe er ist trotzdem noch gut.
Kann ich dir nicht sagen. Nicht mehr blubbern ist aber eher nicht so gut, oder ist er schon eingefallen? Ferndiagnosen sind immer sehr schwierig.
Hallo Kathrin, ich habe das Anstellgut prima hinbekommen, jetzt bin ich aber etwas verwirrt weil ich backen möchten.
Ich finde das Rezept vom Brot nicht , auch nicht in deiner App , du schreibst hier in dem Blog
500 g Mehl , 75g Anstellgut , 2-3g Hefe , Salz 10-12 g oder ? Wieviel Wasser brauche ich , kann ich alles zusammen kneten nachdem der 4. schritt des Anstellgutes fertig ist, wie lange muss der Teig Ruhen? Ich danke dir wenn du mir weiterhilfst bzw. vielleicht steht es ja auch in der App nur wo.
LG Yvonne
Hallo, ich habe viele verschiedene Brote, alle in der Brot-Rubrik
Ein Klassiker ist das: https://www.kavroniqel.shop/rezepte/weizen-sauerteig-brot-ohne-hefe.html
Hallo Kathrin, ich habe das einfache Bauernbrot nach deinem Rezept ( lLink) mit dem Anstellgut des 4. Schrittes gebacken, obwohl er nicht so aufgegangen ist. Das Brot ist mega gut geworden ? , obwohl ich sehr skeptisch war. Das Anstellgut roch aber gut nach Sauerteig und hatte leichte Bläschenbildung.
Ich freue mich, dass es geklappt hat. Danke für dein Feedback 🙂
Hey 🙂
ich würde gerne ein Weizen und ein Dinkel-Anstellgut ansetzen, welchen Typ Mehl benötige ich dafür, oder kann ich alle nehmen?
Finde leider nur den Typ für das Roggenanstellgut.
Lieben Dank und viele Grüße,
Selina
Am besten immer Vollkorn oder etwas im 1000er Bereich.
Hallo Kathrin, ich bin absoluter Novize in Sachen Brot 😉 und Selbstbacken. Es ist egal, ob ich Roggenmehl für das ASG nutze und dann dem Dinkelbrot Rezept folge, oder? Und, habt ihr alle so einen Dutch Oven, oder geht es auch ohne Form? Viele Grüße Tim
Hallo Tim, viele empfehlen, einen Roggensauerteig fürs Roggenbrot zu verwenden etc. ich nehme einen für alles und mische im Lauf der Zeit schon mal den Mehltyp im Sauerteig ?.
Dutch Oven: absoluter Gamechanger! Ohne wird es sicher nicht so gut. Aber du kannst ja mal ohne starten (trotzdem für Dampf sorgen)
Super, lieben Dank für deine Antwort. Ich kämpfe aber grad mit dem ASG und Roggenvollkornmehl. Nach dem 3. Ansatz geht er nicht mehr auf, wie schade. Ich versuche es nun mal mit „normalen“ Roggenmehl 😉 und sehe was passiert. By the way … den Dutch Oven habe ich bestellt und er kommt noch diese Woche. Viele Grüße Tim
Regelmäßiges Füttern des Sauerteigs
Der Rest Sauerteig-Anstellgut (in meinem Beispiel ca. 30-40g) wird in einem kleinen Glas mit aufgelegtem Deckel im Kühlschrank gelagert und muss immer wieder „gefüttert“ bzw. „aufgefrischt“ werden. Dafür nimmt man alle ca. 7-10 Tage 10 Gramm des Sauerteigansatzes aus dem Kühlschrank (der Rest kann weg) und mischt diesen in einem sauberen frischen Glas wieder mit 50g Mehl und 50g Wasser.
…. Was meinst du damit, der Rest kann weg?
Naja, das ergibt sich daraus aus deinen Zeilen von selbst. Du hast 30-40g, von denen du 10 verwendest. 20-30 sind dann übrig.
Kann man den nicht „…der Rest kan weg“ fürs backen brauchen?
Ich hab das gestern so gemacht da ich das so verstanden habe.
Vielen lieben Dank für die tolle Anleitung! Ich habe in den letzten Tagen (nach einer weit komplizierteren Anleitung) meinen Starter angesetzt und er ist nun an Tag 4 mehr als doppelt so groß wie am Vortag. Juhu!
Nun war ich auf der Suche nach einem tollen (unkomplizierten) Rezept und einer Pflegeanleitujg für mein ASG. Hier bin ich nun endlich fündig geworden – vielen lieben Dank! Richtig toll erklärt!
Ich werde heute oder morgen direkt meinem ersten Brotteig ansetzen und bin schon ganz gespannt :)!
Eine kurze Frage noch: muss es Trockenhefe sein, die ich meinem Jungen ASG zufüge oder geht auch frische Hefe (dich hab ich nämlich noch da)?
Das freut mich! Frische Hefe sollte genauso gut funktionieren
Hallo!
Ich habe schon das erste Brot gebacken und es war wirklich super lecker. Die Anleitung hat mir sehr gut geholfen; danke dafür!
Ich hatte noch Hefe dazu genutzt, weil das Anstellgut ja noch so jung ist (wie du beschrieben hast).
Ab wann ist er denn nicht mehr „jung“ und ich kann ohne Hefe backen? Nach dem 4. Anfüttern? Nach dem 10.? ?
Hallo, das kann ich nicht sagen (und niemand anderes auch wahrscheinlich ;.). Nimm einfach jedesmal schrittweise etwas weniger Hefe und schaue, wie das Brot wird. irgendwann ist dann eben gar keine Hefe mehr nötig.
Hallo Kathrin,
Danke für die tolle Anleitung! Bisher hat alles super geklappt! Ich habe allerdings zwei Fragen:
1.)Was ist, wenn ich nach erfolgreichem Schritt 4 nicht direkt ein Brot backen möchte, was muss ich tun?
2.) Wenn ich den Rest des Sauerteig-Anstellguts im Kühlschrank aufbewahre, wie lange muss ich dann warten, bis ich wieder ein Brot davon backen kann? Geht das dann nur alle 7 -10 Tage, nach der „Fütterung“? Oder kann ich das jederzeit machen?
Liebe Grüße
Hallo, du kannst auch öfter backen – der Sauerteig „hält“, muss aber eben regelmäßig gefüttert werden, d.h. nicht zB nur einmal alle zwei Monate.
Hallo Kathrin,
Ich habe bis dato schon 5-6 Anstellgute hergestellt. Jetzt klappt es aber leider nicht mehr. Ich verzweifle bei Schritt 4. Der Beginn läuft problemlos, aber jetzt ist es mir mehrfach passiert, dass der Sauerteig im 4ten Schritt nicht mehr aufgeht. Das ist, wenn ich nur noch 10-20 Gramm mit 50 Gramm frischem Mehl vermische. Es scheint als wären da die Mikrobakterien ausgelaugt. Warte ich vielleicht zu lange mit der neuen Auffrischung? Sonst ging das völlig problemlos.
Grü, Jens
Hallo Jens, ich kann da leider keine Ferndiagnose geben – vor allem, wenn es sonst immer geklappt hat 🙁
Hallo!
Ich setze gerade meinen ersten Sauerteig an & bin bei Schritt 3… Ich freue mich riesig, weil es bislang sooooo toll klappt! ?☺️
Meine Frage ist nun wieviel Hefe ich bei meinem ersten Backversuch zugeben muss, um ein tolles Brot zu backen? Ich bin Brotback-Anfänger & habe deshalb eher wenig Erfahrung.. ??
Danke für Deine Antwort! LG, Maya
Hallo, ich würde mal mit ca. 2-3 g Trockenhefe starten und mich dann weiter voran- bzw. herunter tasten. Das kann man leider aus der Ferne schwer beurteilen und hängt auch vom konkreten Rezept ab 🙂
Herzlichen Dank für deinen Tipp, liebe Katrin. Damit hast du mir sehr geholfen. Das nächste Brot, das ich backe wird das Bauernbrot sein mit diesem „fertigen“ Sauerteig“. Ich liebäugle aber auch mit dem Dinkel-Sauerteigbrot. Aber zuerst das Bauernbrot.
LG aus Schwaben – Anna
Viel Erfolg, berichte doch mal!
Hi Kathrin,
Vielen Dank für das Grundrezept.
Ich versuche mich gerade selbst an einem Ansatz versteh bloß nicht warum man den Ansatz immer aufteilen soll. Gibt es dafür einen Grund? Bisher habe ich immer einfach 50g Mehl und Wasser zum Ansatz hinzugefügt. Muss aber auch dazu sagen das ich Milchsäurebakterien aktiv hinzugefügt habe. Bisher bildet sich der Ansatz in meinen Augen gut und er richt auch sehr gut.
Würde mich über einen Tipp sehr freuen. Sobald der Ansatz fertig ist werde ich auch direkt deine Brotrezepte ausprobieren. Viele Grüße Lukas
Hallo Lukas, schau mal hier, ich kann das selbst schwer erklären – habe somit jedenfalls die allerbeste Erfahrung gemacht, außerdem hast du am Schluss nicht eine riesige Menge, die du eh (erstmal) nicht verbacken kannst:
https://www.gluecksgenuss.de/sauerteig-herstellen-pflegen-schritt-fuer-schritt-anleitung/
Hallo Lukas, ich teile ihn auch nie auf und werfe schon gar nichts weg davon.
Mein Sauerteig setze ich mit 20gr Vollkornmehl und 20ml 25 Grad warmes Wasser an und füttere ihn weitere 4 Tage mit je 20gr Mehl und 20ml Wasser. Er steht zum wachsen abgedeckt in der Küche bei normaler Raumtemperatur.
Zum Backen nehm ich mir die benötigte Menge ab und füttere den Rest gleich nochmal, je nach übriger Menge mit bis zu 50gr Mehl und 50ml Wasser. Mein Sauerteigansatz ist nun schon über 3 Monate alt.
Hallo, ich habe mir die App auf mein Tablet geladen und „arbeite“ mich seit Tagen “ durch deine tollen Rezepte. Vor allem die Brotrezepte haben es mir angetan und ich habe mich auch schon an einem Brot mit Erfolg versucht..
Dabei habe ich von der Fa. Böcker erfahren und habe mir bei der Fa. Böcker einen Reinzucht-Sauerteig bestellt und heute erhalten. Irgendwie erschließt sich mir aber nicht so ganz wie ich daraus ein Anstellgut (Starter ?) herstellen kann. Ich nehme an, es ist die auf der Packung beschriebene Variante 2. ? Wenn dem so ist, wie muss ich weiter verfahren mit füttern ? und in welchem Zeitraum muss ich füttern ?
Ich wäre sehr dankbar wenn du einer blutigen „Brotback-Anfängerin weiterhelfen könntest.
Im Voraus schon einmal ein herzliches Dankeschön.
Mit besteh Grüßen – Anna
Hallo Anna, erst einmal vielen Dank für dein schönes Lob! Hast du denn das Bauernbrot schon getestet, in den der Reinzucht-Sauerteig direkt kommt? Oder willst du quasi „nur“ deinen eigenen Sauerteig ansetzen? Für letzteres musst du Variante 2 ausführen, richtig. Von dem daraus erstellten Sauerteig nimmst du z.B. 100g für dein Brot ab. Dem Rest musst du wie „komplett selbstgemachten“ immer wieder auffrischen. Ich mache das mindestens einmal wöchentlich.
Hallo Katrin
Ich muß mich bei Dir entschuldigen!
Ich habe vorhin einen Kommentar zum Thema „Sauerteig“ gesendet!
Und habe bei erneutem Studium Deiner Anleitung festgestellt, dass ich den Fehler begangen habe!
Ich habe bei „jedem“ der Schritte je 50 Gramm Mehl/Waseer hinzugefügt. Bin jetzt mit Schritt 3 fertig und hoffe,
dass es jetzt überhaupt etwas wird!
Was rätst Du mir für Schritt 4 ? Soll ich hier (falls Schritt 3 gelingt) nur die 10 Gramm entnehmen, oder soll ich
Schritt 3 , wie in der Anleitung beschrieben, wiederholen und dann Schritt 4 machen?
Gruß Peter
Hallo Peter, schön dass dir die Anleitung hilft! Bei deiner Frage komme ich allerdings nicht mehr so ganz mit 😉 ich denke, wiederholen.
Sauerteig!
Danke für das Rezept, ich mache es mit Dinkel-Vollkorn-Mehl!
Funktioniert super!
Allerdinds, ist Dir ein Fehler unterlaufen….
Im Absatz „Verwenden des Sauerteig-Anstellguts“, hier schreibst Du:
…..Anstellgut (insgesamt ca. 110 Gramm)……..
Das müssten aber (bis Schritt 4) mindestens 400 Gramm sein (4 x 50 Gramm Mehl + 4 x 50 Gramm Wasser)
Ansonsten ist das wirklich eine ganz tolle Anleitung!
Gruß Peter