Sauerteig ansetzen steht für viele Hobbybäcker ganz weit oben auf der Liste der Dinge, an die sie sich nicht wagen. Ging mir sehr lange genauso. Aber dann habe ich – nach Misserfolgen und jahrelanger Pause – noch einmal einen Versuch gestartet. Denn so ein Weizen-, Dinkel- oder Roggenbrot mit Sauerteig ist einfach nur köstlich. Und mit meiner Sauerteig-Anleitung für Anfänger könnt ihr es auch!
Sauerteig herstellen klingt, zumindest was Zutaten und Zubereitung angeht, erstmal simpel – und ist trotzdem nicht ganz unkompliziert. Ich habe auch gefühlt hunderte Rezepte, Backbücher und Blogartikel gelesen. Und war hinterher noch verwirrter als zuvor. Irgendwie wollte alles keinen Sinn machen. Jeder beschreibt eine andere Methode zum Anstellgut. Ich hatte nur noch Fragezeichen im Kopf. Diesen Weg will ich euch ersparen. Im Folgenden findet ihr also eine detaillierte Anleitung, wie ihr Sauerteig selbst ansetzen könnt. Inklusive vieler Tipps und Tricks. Der allerwichtigste davon: Gebt nicht auf, auch wenn euer erster Versuch vielleicht misslingt. Fangt nochmal von vorne an. Ein gutes Sauerteig-Anstellgut wird euch im besten Fall jahrelang begleiten. Die Mühe ist es also wert.
Wie macht man Sauerteig?
Es gibt unterschiedlichste Möglichkeiten. Grundsätzlich geht es aber immer um dasselbe Prinzip: Über mehrere Tage wird eine kleine Menge Roggenmehl mit derselben Menge warmem Wasser vermischt und diese Mischung dann reifen gelassen. Die Prozedur dauert 3-4 Tage. Davon ist aber nur ein Bruchteil wirkliche Arbeitszeit. Ich verwende ab dem 3. Tag nur noch einen Teil der Ausgangsmasse. Vom fertigen Ansatz hat man dann immer eine kleine Menge im Kühlschrank, damit man nicht für jedes Backen ganz von vorne anfangen muss. Das so genannte Anstellgut wird jede Woche gefüttert.
Die genauen Schritte zum Anstellgut findet ihr im Rezept. Hier ein paar allgemeine Tipps, die ihr unbedingt beachten solltet, wenn ihr Sauerteig selbermachen wollt
- Arbeitet sauber: Das heißt in erster Linie, saubere Gläser und Löffel zu nehmen. Ansonsten können sich unerwünschte Bakterien breit machen, die im Sauerteig nichts zu suchen haben
- Wiegt alles ab – lauwarmes Wasser und Mehl
- Achtet auf die richtigen Temperaturen, egal ob beim Wasser oder beim Ort zum Reifen des Teigs
- Seht trotz der ungefähren vorgegebenen Zeitangaben immer wieder nach Sauerteig. Sie sind extrem individuell. Und riecht. Am besten beginnt ihr z.B. am Freitag bzw. übers Wochenende oder im Urlaub
- Deckt das Anstellgut während der Reifezeit nur ab, statt es luftdicht zu verschließen
Sauerteig ist genauso wie Hefe ein Triebmittel, sorgt aber für anderen Geschmack und eine andere Haltbarkeit des Brots. Gerade zu Beginn sollte man dem Brot-Teig (nicht dem Sauerteig) dennoch zusätzlich etwas Hefe zugeben, solange der Ansatz noch sehr jung ist. Ganz wichtig: Es handelt sich aber immer um Sauerteig ohne Hefe.
Häufige Fragen zum Thema Sauerteig
Am gebräuchlichsten ist Roggen-Sauerteig mit Roggenmehl Type 1150. Zum Ansetzen kann theoretisch aber auch Weizenmehl oder Dinkelmehl genommen werden. Man sollte jedoch eher Mehl mit einer hohen Type wählen.
Es gibt spezielle Gärboxen etc, ich stelle das Glas aber meist bei nur eingeschalteter Ofenlampe (oder maximal 30 Grad) in den Ofen; alternativ auf den Server 😉 , oder unter eine Lampe. So ist es ein recht konstant warmer Ort.
Dann ist er leider schlecht – und ihr müsst von vorne anfangen. Ein stechender Geruch allein hingegen ist meist unproblematisch; meine riecht teils nach Nagellackentferner.
Kommt auf Gehzeit des Teigs an. Ich nehme meist 75 Gramm, es gibt aber auch Rezepte mit 10g (wie unser Dinkel-Sauerteigbrot) oder 150g
Ich gebe es zu: Ich werfe sie z.B. in einem Gefrierbeutel weg. Theoretisch kann man sie aber auch in andere Teige geben, getrocknet zum Panieren verwenden oä. Beides habe ich noch nicht getestet
Auch wenn man nicht backen will: regelmäßig. Je häufiger, desto besser. Ich mache es einmal in der Woche und habe dafür einen Kalendereintrag im Handy. Aufgefrischt werden muss am Vortag des Backtags
Entweder einen Nachbarn bitten, sich zu kümmern, oder dem Teig nach 2 Wochen ein paar Auffrischungen gönnen, bevor er verwendet wird. Es soll aber auch Leute geben, die Sauerteig in den Urlaub mitnehmen.
Leider kann es gerade zu Beginn noch manchmal zu “unperfekten” Broten kommen. Das gehört dazu. Vielleicht ist euer Sauerteig noch zu jung und damit zu wenig triebstark. Anfangs gibt man dem Brotteig daher etwas Hefe zu. Mit jedem Auffrischen wird der Sauerteig stärker, sodass er irgendwann alleine wirkt
Ich hoffe, euch mit dieser Sauerteig-Anleitung ermutigen zu können, es zu probieren! Ich bin sicher kein Profi. Und es klappt trotzdem wunderbar. Bei offenen Fragen lest bitte zunächst die bereits beantworteten Kommentare durch. Übrigens, angeblich braucht jeder Sauerteig einen Namen. Meiner hat noch keinen – obwohl ich ihn wirklich liebgewonnen habe 😉 Jede Woche gibt’s bei uns mindestens 1-2 mal frisch gebackenes Brot, ab und an auch Sauerteigbrötchen oder Süßes wie den Sauerteigzopf ohne Hefe und Panettone mit Sauerteig.
Sauerteig
Zutaten
1. Schritt
- 50 Gramm Roggenmehl Type 1150
- 50 Gramm Wasser ca. 37 Grad, bis zu 60g
2. Schritt
- 50 Gramm Roggenmehl Type 1150
- 50 Gramm Wasser ca. 37 Grad, bis zu 60g
- 100 Gramm Sauerteig-Ansatz aus dem 1. Schritt
3. Schritt
- 50 Gramm Roggenmehl Type 1150
- 50 Gramm Wasser ca. 37 Grad, bis zu 60g
- 50 Gramm Sauerteig-Ansatz aus dem 2. Schritt
4. Schritt
- 50 Gramm Roggenmehl Type 1150
- 50 Gramm Wasser ca. 37 Grad, bis zu 60g
- 10 Gramm Sauerteig-Ansatz aus dem 3. Schritt
Zubereitung
1. Schritt
- 50 Gramm Mehl und 50 Gramm warmes Wasser in einem großen Einmachglas kräftig mit einem Löffel vermischen. Falls die Masse extrem fest ist, etwa 10g mehr (also insgesamt 60g) Wasser verwenden. Deckel des Glases auflegen (nicht zuschrauben oder mit einer Klammer verschließen), alternativ mit Frischhaltefolie bedecken. Mischung bei ca. 25-30 Grad rund 20-24 Stunden reifen lassen.
2. Schritt
- Den kompletten Ansatz aus dem 1. Schritt mit noch einmal 50 Gramm Mehl und 50-60 Gramm warmem Wasser kräftig vermischen. Deckel auflegen. Zugedeckt bei ca. 25-30 Grad rund 8-15 Stunden reifen lassen. Wie lange es bei euch dauert, hängt von Umgebungsvariablen wie Zimmertemperatur ab und davon, wie sich der Ansatz entwickelt: Sobald er sein Volumen verdoppelt hat und schon wieder leicht einfällt, geht man zum 3. Schritt über.
3. Schritt
- 50 Gramm des Ansatzes aus dem 2. Schritt (der Rest wird nicht benötigt und kann weg) mit 50 Gramm Mehl und 50-60 Gramm warmem Wasser vermischen. Deckel auflegen. Zugedeckt bei ca. 25-30 Grad rund 12 Stunden reifen lassen. Auch hier hängt die genaue Dauer wieder davon ab, wie sich der Ansatz entwickelt: Sobald er sein Volumen verdoppelt hat und schon wieder leicht einfällt, geht zum 4. Schritt über.
4. Schritt
- 10 Gramm des Ansatzes aus dem 3. Schritt (der Rest wird nicht benötigt und kann weg) mit erneut 50 Gramm Mehl und 50-60 Gramm warmem Wasser vermischen. Deckel auflegen. Zugedeckt bei ca. 25-30 Grad rund 8-12 Stunden reifen lassen. Das Volumen sollte nun noch um etwa die Hälfte zunehmen.
Verwenden des Sauerteig-Anstellguts
- Wenn die Mischung deutlich säuerlich riecht, ist der Sauerteig-Starter bzw. das Anstellgut (insgesamt ca. 110 Gramm) nun bereit zum Backen. Ansonsten den 4. Schritt noch einmal wiederholen. Für ein Sauerteigbrot mit ca. 500g Mehl benötigt ihr je nach Gehzeit z.B. 75 g Anstellgut. Die ersten Male sollte man zum Teig zusätzlich Hefe zugeben, bis der Sauerteig alleine triebstark genug ist.
Regelmäßiges Füttern des Sauerteigs
- Der Rest Sauerteig-Anstellgut (in meinem Beispiel ca. 30-40g) wird in einem kleinen Glas mit aufgelegtem Deckel im Kühlschrank gelagert und muss immer wieder „gefüttert“ bzw. „aufgefrischt“ werden. Dafür nimmt man alle ca. 7-10 Tage 10 Gramm des Sauerteigansatzes aus dem Kühlschrank (der Rest kann weg) und mischt diesen in einem sauberen frischen Glas wieder mit 50g Mehl und 50g Wasser.
- Diese Mischung lässt man wieder 6-12h reifen, wie im 4. Schritt. Dann entnimmt man z.B. 75g Ansatz für sein Brot, lagert den Rest wieder im Kühlschrank. Und macht immer so weiter 🙂 .
Anmerkungen
- Das Herstellen des Sauerteigs hat lange Reifezeiten. Da man keine genauen Stundenangaben machen kann, solltet ihr das Ganze z.B. an einem verlängerten Wochenende starten, an Urlaubstagen oder wenn ihr eh zuhause seid.
- Die richtigen Temperaturen sind enorm wichtig – nicht zu kühl, nicht zu heiß. Die Wassertemperatur könnt ihr mit einem Thermometer messen, den Ort zum Reifen am besten ebenfalls. Wenn man Erfahrung hat, geht das auch nach Gefühl.
- Im Winter kann man den Sauerteig z.B. in der Nähe einer Heizung reifen lassen (wenn diese konstant durchheizt und nicht nachts abschaltet) oder im Wäschekeller. Ansonsten z.B. in den Ofen bei nur angeschalteter Backofenlampe stellen. Ich stelle ihn manchmal auf unseren (warmen) Server 😉 Aber Achtung: setzt das Sauerteigglas zusätzlich auf einen Teller – er kann ziemlich überlaufen.
- Wie viel zusätzliche Hefe ihr bei den ersten Malen benötigt, ist sehr individuell und auch von der Reifezeit bzw. dem konkreten Rezept für den Brotteig abhängig. Ich nehme z.B. 1-2g Trockenhefe und reduziere die Menge nach und nach.
- Bei offenen Fragen lest bitte zunächst die bereits beantworteten Kommentare durch.
626 Kommentare
Hallo, ich bin Sabine. Ich habe heute mal meinen allerersten Sauerteig angesetzt. Natürlich sofort mit Dinkelmehl 1050, nun hoffe ich, dass es klappt. Ich werde euch auf dem laufenden halten. Liebe Grüße Sabine
Hey Kathrin, danke Für deine Schritt für Schritt Anleitung! 🙂 Schritt 1 und 2 haben super funktioniert und das Glas ist übergelaufen. Nun bei Schritt 3 habe ich nicht nur 12 sondern schon 19 Stunden gewartet und bis auf ein paar mm ist der Starter nicht gewachsen. Er riecht leicht säuerlich, oben drauf sind Bläschen und eine 1mm dicke wässrige Schicht. Der Starter steht im Ofen bei eingeschalteter Lampe. Gestern am Ende von Schritt 2 musste ich ihn kurz aus dem Ofen holen und bei Schritt 3 habe ich die Lampe über Nacht ausgemacht. Hast du ein Tipp für mich? Muss ich neu anfangen?
Hat sich immer noch nichts getan? Diagnosen von außen sind immer sehr schwierig. Ich würde es noch mal ein bisschen weiter probieren und sonst notfalls neu anfangen.
Danke für deine schnelle Antwort! Ich habe Schritt 3 wiederholt und über Nacht ist er nun etwas gewachsen, nur noch nicht ganz um das Doppelte. Bin sehr froh, dass sich doch was tut. 🙂
Danke für das tolle Rezept. Schritt 1 und 2 laufen bei mir super, aber ich habe es jetzt schon zwei Mal probiert und bei Schritt 3 geht der Starter jedes Mal nicht hoch. Obwohl es, genauso wie in Schritt 1 und 2 am gleiche Ort steht und ich mich sehr ans Rezept halte. Hast du irgendwie eine Idee oder Empfehlung?
Wenn du in den vorherigen Kommentaren gesagt hast, man soll den Schritt einfach wiederholen, was meinst du damit? Nochmal von vorne anfangen?
Liebe Grüße und vielen Dank
Hallo, nein, du musst wirklich nur diesen Schritt wiederholen, nicht ganz von vorne anfangen
Huhu bei mir ist es das selbe wie bei Win. Was meinst du mit Schritt wiederholen? Nehme ich von dem nicht gewachsenen Ansatz 50g und gebe da wieder 50g Mehl und 50g Wasser zu?
Grüße Laura
Genau, du machst den 3. Schritt nochmal
Hallo, auf der Suche nach einem Sauerteigansatz bin ich über diese Seite gestolpert. Du schreibst unter anderem, dass du den „überschuss“ vom Ansatz weg wirfst. Kann man machen…im Zuge der Nachhaltigkeit (von der jeder spricht) kann man ihn auch (zusammen mit einer Anleitung und vielleicht einem leckeren brot Rezept) verschenken. Die älteren werden sich erinnern….sowas gab’s schon mal in den 80ern. Damals hieß er „herrmann“ 😉
Hallo Petra, ja, das ist grundsätzlich natürlich eine schöne Idee, und auch wenn ich persönlich selbstverständlich immer für Nachhaltigkeit bin (ich würde zum Beispiel nie alt gewordenes Brot oder Kuchen oder Ähnliches wegwerfen), ist dieses einmalige (!) Wegwerfen von etwas Mehl für mich persönlich verschmerzbar. Im Normalfall hält der entstandene Sauerteig ja dann viele Jahre.
Ein Hermann Teig ist übrigens etwas anderes.
Hallo,
Leider steht nichts zur Backzeit. Wie läuft denn nun der tatsächliche Backpart ab? Wie lange muss Mehl mit Starter gehen? Auf wie viel Grad wie lange backen?
Hallo Caro, ich glaube, du hast da etwas ganz falsch verstanden; dies ist ein Beitrag zum Ansetzen eines neuen Sauerteigs, da gibt es keine Backzeit und keine Temperatur, da nichts gebacken wird.
Mit dem fertigen Sauerteig kannst du dann ein Brotrezept machen, zB dieses: https://www.kavroniqel.shop/rezepte/weizen-sauerteig-brot-ohne-hefe.html
Hallo Kathrin
War am Sonntag mit Schritt 4 fertig habe ihn dann in den Kühlschrank gestellt und will heute backen muss ich ihn jetzt anfüttern? Oder kann ich damit backen?
Ich würde ihn gerade am Anfang definitiv frisch vorher füttern
Hallo Kathrin,
Deine Sauerteiganstellgut-Beschreibung ist super, einfach und verständlich.
hatte es vor Jahren schon mal versucht,und nachdem es misslang, aufgegeben.
Jetzt steht der neue Ansatz im Kühli, und ich bin happy.
Das freut mich sehr, danke fürs Feedback 🙂
Mein Sauerteig-Starter ist perfekt gelungen.
Schritt 4 musste ich wiederholen.
Schon beim 1. Brot klappte alles super.
Danke für deinen Kommentar 🙂
Hallo liebe Kathrin, lieber Jan,
soeben habe ich mir eure App gekauft um ein wenig zu unterstützen für die tolle Homepage und Anleitungen.
Ich habe es zu Beginn des Jahres schon mal nach einem anderen Rezept von Tik Tok probiert. Wohl viele Fehler gemacht und hatte noch kein professionelles Gerät. Nach einem Urlaub habe ich meinen kleinen Starter dann nicht mehr reaktiviert bekommen, da passierte nicht mehr viel.
Nun habe ich seit dieser Woche einen Brod & Taylor Gärautomaten und wollte neu angreifen, dieses mal mit eurem Rezept und Anleitung. Tag 1 wie beschrieben. Tag 2 dann abends gefüttert. Den nächsten Morgen, sprich heute Morgen dann gestaunt. Von ca. 200ml Volumen auf knapp 550ml Volumen im Gefäß. Jetzt nach Arbeit ist er leider etwas mehr zusammengefallen, von 150 auf ca. 350 und dann wieder auf 200. Jetzt habe ich mit Tag 4 gestartet, 10g ASG, 50g Mehl und 50g Wasser.
Frage, ihr schreibt, dass er nun nur noch um die Hälfte zunimmt und dann, wenn er säuerlich riecht (tut er jetzt schon) er backbereit ist. Muss er sich denn nicht dafür eigentlich auch mindestens verdoppeln statt nur die Hälfte? Oder kommt das mit der Zeit dann erst?
Zusatzinformation: nutze DM Bio Weizenvollkornmehl.
Liebe Grüße
Adriano
Hallo Adriano, ich kenne das Gerät nicht (geht auch ohne sehr gut 🙂 ), aber der Ablauf sollte schon so stimmen. Einfach weitermachen. Der Sauerteig wird ja mit der Zeit immer stärker.
P.S. Wir haben auch deine Nachricht bekommen, aber ich kann nicht immer sofort antworten.
Hey ich versuche mich gerade an dem Sauerteigansatz und habe vorhin Schritt 2 durchgeführt und ihn wieder zum ruhen hingestellt. Der Ansatz steht jetzt ca 2 Stunden und hat sich bereits verdoppelt…wenn er zeitnah wieder einfällt, kann ich dann mit Schritt 3 starten? Weil in Schritt 2 steht ja es dauert ca 8-15 Stunden….da kommt es mir so kurz vor, dass er sich bereits so stark vermehrt hat. Oder ist das egal?
LG
Das sollte so passen 🙂
Ich habe nach langer Zeit wieder mal Brot gebacken und bin begeistert wie gut es klappt. Es ist ein Genuss es zu essen, weil man Variieren kann wie mit Sesam oder Leinsamen. Ich habe viel Geduld und lasse es fast 48 Stunden reifen mit gelegentlichen Falten!!
Danke für deinen Kommentar 🙂
Hallo,
vielen Dank für die ausführliche Anleitung.
ich habe das ASG hergestellt und auch das erste Brot schmeckte super lecker!
Nun habe ich mit 10 g des ASG + 50 g Wasser + 50 g Mehl aufgefrischt. Für mein zweites Brot brauchte ich 75 g ASG. Das Glas ist ein bisschen übergelaufen, also etwas Verlust und – schwupps, habe ich das komplette ASG für mein Brot gebraucht und hatte nichts mehr zum Auffrischen übrig.
Frage: kann ich auch das ASG auch einfach mit mehr Mehl und Wasser auffrischen, um den Verlust des kompletten ASG zu vermeiden?
Oder kann ich eine größere Menge ASG im Kühlschrank aufbewahren, füttern und davon die 75 g für das Brot abzwacken?
ich habe einen Knoten im Hirn, tausend Dank für deine Hilfe!!!
Hallo Lena, d.h. aus 110g wurden nur noch 75g? Das ist natürlich viel Verlust 😉 Ich selbst mache immer ca. 110, damit ich bei 75 Bedarf Puffer habe. Das reicht immer. Wenn ich mal mehr brauche für ein bestimmtes Brot, z.B. 90-100g, frische ich aber auch mal so auf: 15g ASG, 60-70 Mehl, 60-70 Wasser.
Hallo Kathrin,
danke für deine tolle Anleitung! Das klappt bisher super. Jetzt habe ich aber noch eine Frage: ich bin bei Schritt 4 und habe den Teig auch bereits 8-12 Stunden reifen lassen. Jetzt kann ich ihn aber am Abend noch nicht direkt verbacken, sondern erst morgen früh. Das heißt, das wären dann eher 24h Reifezeit… Ist das ein Problem? Bzw. stelle ich den Teig in der Zeit in den Kühlschrank und kann ihn dann direkt am Morgen verbacken oder sollte ich ihn im Raum bei Zimmertemperatur stehen lassen?
Viele Grüße, Kim 🙂
Hallo, zu lange Reifezeit ist schlecht (wobei „zu lange“ keine starre Zeitangabe ist). Lieber in den Kühlschrank, nachdem er sich mind. verdoppelt hat.
Hallo Kathrin,
danke für die detaillierte Anleitung. Ich habe den Sauerteigansatz so gemacht, wie beschrieben.
Das Volumen hat sich nach Schritt 4 verdoppelt. Nach dem ich ihn im Kühlschrank hatte und jetzt füttern wollte, ist nichts mehr passiert.
Hab Schritt 4 auch schon wiederholt, im Ofen, wie beschrieben. Aber er verdoppelt sein Volumen nicht mehr. Es Blubber etwas, aber nach ein paar Stunden bildet sich flüssig über dem Ansatz. Er riecht auch nicht mehr säuerlich so wie letzte Woche, als ich ihn in den Kühlschrank getan habe.
Hast du eine Idee, was ich hier machen kann, bzw. wo das Problem ist?
Viele Grüße
Danny
Hallo, Fern-Diagnosen sind sehr schwierig, ich würde ihn einfach noch ein paar mal weiter auffrischen (es sei denn, es tut sich wirklich gar nichts) und bei den ersten Brot eben Hefe zugeben
Hallo,
Ich habe heute den letzten Schritt vollbracht und frage mich nun ob ich jedes mal den Rest meines Sauerteig wegschmeißen muss wenn ich diesen füttere? In meinen Augen verschwende ich ja damit nur. Also könnte ich eigentlich auch einfach 20 g Wasser und 20g Mehl hinzufügen um nichts weg zu schmeißen. Oder kann ich den Rest noch verwenden?
Verstehe ich leider nicht so ganz. Wo willst du nur je 20 g zugeben, beim auffrischen? Dann hast du ja viel zu wenig. Du benötigst für die meisten Rezepte ja 75-120 g Sauerteig. Daher schadet es auch nie, ein klein wenig mehr Anstellgut zu haben, weil du vielleicht beim nächsten Mal für das Brot etwas mehr brauchst. Außerdem bleibt immer etwas am Löffel kleben, du musst evtl sich abgesetzte Flüssigkeit abgießen etc., weswegen ich nicht das Risiko eingehen würde, wegen ein paar Gramm sparen noch mal komplett von vorne anfangen zu müssen. Aber theoretisch kannst du natürlich auch alles Gramm genau ausrechnen und „knapp auf Kante“ vorgehen beim Auffrischen.
Aber muss ich den jedes mal den Rest wegschmeißen?! Und bei welchem Rezept brauche ich den so viel Sauerteig?
Das steht in jedem einzelnen Rezept. Hier zB brauchst du 90g https://www.kavroniqel.shop/rezepte/sauerteig-bauernbrot-ohne-hefe.html
Hallo, dumme Frage, oder auch nicht, für den Sauerteig, da steht am häufigsten wird Roggen-Vollkornmehl benutzt….und am Ende des Textes steht man soll kein Vollkorn benutzen, was nun? Bin da etwas verloren, vielen Dank fuer die Aufklärung
Hallo Manfred, ich habe es etwas konkretisiert; mit Roggen Type 1150 fährst du am besten.
Hallo!
Ich will demnächst einen eigenen Sauerteig anzusetzen und lese mich schon einmal ein. Deine Anleitung klingt echt machbar und löst Vorfreude aus 🙂 Ich bin mir aber mit den Begriffen nicht ganz sicher: Ist Füttern und Auffrischen das gleiche? Kann man also mal längere Zeit nichts backen und „nur“ füttern, bis man dann wieder auffrischt und backt? Oder sollte man wirklich bereit sein, regelmäßig zu backen, wenn man sich an Sauerteig wagen will?
Danke und liebe Grüße!
Hallo, ja, Füttern und Auffrischen ist dasselbe. Du kannst theoretisch wochenlang nur füttern, z.B. einmal die Woche, ohne etwas zu backen. Das Füttern darfst du aber nicht weglassen, auch wenn du kein Brot willst.
Hallo Katrin, ich backe immer ca 4-6 Brote in meinem Holzbackofen. demnach brauche ich ja ca 4-6 x 75 g Sauerteig.
wie mache ich das dann? ich kann den 10g nach Schritt 4 ja keine 200g Mehl + Wasser einen Tag vorher hinzufügen ?
oder lasse ich einfach die 100 g bei Schritt 2 übrig und füttere die weiter ? wenn dem so ist, reicht es dann dem Ansatz wöchentlich 50g Roggenmehl+ Wasser unterzurühren?
vielen Dank.
Hallo, ich bin mir nicht sicher, ob ich dich richtig verstehe, aber theoretisch brauchst du doch 4*10-15g (40-60g) Ansatz, die du auffrischst mit je 200 Mehl/Wasser. Ich würde das ganze aber nicht auf einmal, sondern in mind. 2 Gläsern machen.
Hallo Kathrin, irgendwie ist meine Antwort verschwunden..
Dh ich nehme von den fertigen 110 am Ende 40 g weg und frische diese mit 200 Mehl/Wasser auf? oder nehme ich 4x 10 einzeln weg und frische diese mit jeweils 50/50 auf ?
Und den Rest (60) frische ich dann mit 30/30 auf, lasse ihn 24 h im warmen und Stelle ihn dann fürs Backen in der nächsten Woche zB wieder in den Kühlschrank?
Und noch eine Frage bitte 🙂
dh ist kann fertige 10g mit maximal 50/50 auffrischen oder geht auch mehr ?
und mit wie viel müsste ich die übrig gebliebenen 70g noch mal f
auffrischen (man soll das ja wöchentlich machen).
danke. 🙂
Hallo Nils, nein, deine Antwort ist nicht verschwunden, aber ich kann nicht immer sofort auf spezielle Backfragen antworten. Leider komme ich bei deinen Fragen und Mengen auch etwas durcheinander. Mach doch einfach mein Rezept viermal, entweder in vier Gläsern oder jeweils doppelte Menge in zwei Gläsern.
Ich würde 10 g Ansatz nicht mit arg viel mehr als 50/50 auffrischen, maximal 60/60. Du brauchst also immer mindestens 40 g übrig, die du dann wieder je 10 g mit 50/50 auffrischst
Hallo Kathrin, vielen Dank für deine Antwort. Ich habe meine 1. Antwort auf deine Antwort erst nicht gesehen.. deshalb dann die 2. 🙂
Nach deinem 4. Schritt habe ich ja 110g.
kann ich dann nach einer Woche 4x 10g wegnehmen, diese jeweils mit 50/50 auffrischen? mit den jeweils 4x 110g (440) also dann je nach Rezept ca 5-6 Brote backen ?
Von den Übrigen 70g nehme ich dann 10g weg (die 60g entsorge ich), frische es 50/50 auf, lasse es über Nacht draußen im warmen und anschl. in den Kühlschrank um es dann eine Woche später alle zu wiederholen ?
habe ich das jetzt so richtig verstanden? 🙂
Liebe Grüße