Sauerteig ansetzen Rezept
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Sauerteig ansetzen: Sauerteig selber machen für Anfänger

  • Vegan
  • Vollwertig

Brotbacken mit eigenem Sauerteig macht stolz. Und keine Angst – Sauerteig herstellen ist nicht so kompliziert, wie es scheint. Hier steht, wie es geht!

Kathrin Runge

Rezept von Kathrin Runge

vom 14.08.2023, zuerst veröffentlicht 2019

Sauerteig ansetzen steht für viele Hobbybäcker ganz weit oben auf der Liste der Dinge, an die sie sich nicht wagen. Ging mir sehr lange genauso. Aber dann habe ich – nach Misserfolgen und jahrelanger Pause – noch einmal einen Versuch gestartet. Denn so ein Weizen-, Dinkel- oder Roggenbrot mit Sauerteig ist einfach nur köstlich. Und mit meiner Sauerteig-Anleitung für Anfänger könnt ihr es auch!

Sauerteig herstellen klingt, zumindest was Zutaten und Zubereitung angeht, erstmal simpel – und ist trotzdem nicht ganz unkompliziert. Ich habe auch gefühlt hunderte Rezepte, Backbücher und Blogartikel gelesen. Und war hinterher noch verwirrter als zuvor. Irgendwie wollte alles keinen Sinn machen. Jeder beschreibt eine andere Methode zum Anstellgut. Ich hatte nur noch Fragezeichen im Kopf. Diesen Weg will ich euch ersparen. Im Folgenden findet ihr also eine detaillierte Anleitung, wie ihr Sauerteig selbst ansetzen könnt. Inklusive vieler Tipps und Tricks. Der allerwichtigste davon: Gebt nicht auf, auch wenn euer erster Versuch vielleicht misslingt. Fangt nochmal von vorne an. Ein gutes Sauerteig-Anstellgut wird euch im besten Fall jahrelang begleiten. Die Mühe ist es also wert.

Wie macht man Sauerteig?

Es gibt unterschiedlichste Möglichkeiten. Grundsätzlich geht es aber immer um dasselbe Prinzip: Über mehrere Tage wird eine kleine Menge Roggenmehl mit derselben Menge warmem Wasser vermischt und diese Mischung dann reifen gelassen. Die Prozedur dauert 3-4 Tage. Davon ist aber nur ein Bruchteil wirkliche Arbeitszeit. Ich verwende ab dem 3. Tag nur noch einen Teil der Ausgangsmasse. Vom fertigen Ansatz hat man dann immer eine kleine Menge im Kühlschrank, damit man nicht für jedes Backen ganz von vorne anfangen muss. Das so genannte Anstellgut wird jede Woche gefüttert. 

Die genauen Schritte zum Anstellgut findet ihr im Rezept. Hier ein paar allgemeine Tipps, die ihr unbedingt beachten solltet, wenn ihr Sauerteig selbermachen wollt

  • Arbeitet sauber: Das heißt in erster Linie, saubere Gläser und Löffel zu nehmen. Ansonsten können sich unerwünschte Bakterien breit machen, die im Sauerteig nichts zu suchen haben
  • Wiegt alles ab – lauwarmes Wasser und Mehl
  • Achtet auf die richtigen Temperaturen, egal ob beim Wasser oder beim Ort zum Reifen des Teigs
  • Seht trotz der ungefähren vorgegebenen Zeitangaben immer wieder nach Sauerteig. Sie sind extrem individuell. Und riecht. Am besten beginnt ihr z.B. am Freitag bzw. übers Wochenende oder im Urlaub
  • Deckt das Anstellgut während der Reifezeit nur ab, statt es luftdicht zu verschließen

Sauerteig ist genauso wie Hefe ein Triebmittel, sorgt aber für anderen Geschmack und eine andere Haltbarkeit des Brots. Gerade zu Beginn sollte man dem Brot-Teig (nicht dem Sauerteig) dennoch zusätzlich etwas Hefe zugeben, solange der Ansatz noch sehr jung ist.  Ganz wichtig: Es handelt sich aber immer um Sauerteig ohne Hefe.

Häufige Fragen zum Thema Sauerteig

Welches Mehl braucht man zum Sauerteig-Ansetzen?

Am gebräuchlichsten ist Roggen-Sauerteig mit Roggenmehl Type 1150. Zum Ansetzen kann theoretisch aber auch Weizenmehl oder Dinkelmehl genommen werden. Man sollte jedoch eher Mehl mit einer hohen Type wählen.

Wie erreiche ich die richtige Temperatur zum Reifen?

Es gibt spezielle Gärboxen etc, ich stelle das Glas aber meist bei nur eingeschalteter Ofenlampe (oder maximal 30 Grad) in den Ofen; alternativ auf den Server 😉 , oder unter eine Lampe. So ist es ein recht konstant warmer Ort.

Was ist, wenn sich auf dem Teig Schimmel bildet oder komische Farben auftauchen?

Dann ist er leider schlecht – und ihr müsst von vorne anfangen. Ein stechender Geruch allein hingegen ist meist unproblematisch; meine riecht teils nach Nagellackentferner.

Wie viel Sauerteig-Anstellgut braucht man für ein Brot?

Kommt auf Gehzeit des Teigs an. Ich nehme meist 75 Gramm, es gibt aber auch Rezepte mit 10g (wie unser Dinkel-Sauerteigbrot) oder 150g

Wohin mit den nicht gebrauchten Resten des Sauerteig-Anstellguts?

Ich gebe es zu: Ich werfe sie z.B. in einem Gefrierbeutel weg. Theoretisch kann man sie aber auch in andere Teige geben, getrocknet zum Panieren verwenden oä. Beides habe ich noch nicht getestet

Wie oft soll man das Anstellgut aus dem Kühlschrank füttern?

Auch wenn man nicht backen will: regelmäßig. Je häufiger, desto besser. Ich mache es einmal in der Woche und habe dafür einen Kalendereintrag im Handy. Aufgefrischt werden muss am Vortag des Backtags

Was ist, wenn ich den Ansatz längere Zeit nicht füttern kann?

Entweder einen Nachbarn bitten, sich zu kümmern, oder dem Teig nach 2 Wochen ein paar Auffrischungen gönnen, bevor er verwendet wird. Es soll aber auch Leute geben, die Sauerteig in den Urlaub mitnehmen.

Was ist, wenn das Sauerteigbrot extrem kompakt, klitschig oder sehr sauer ist?

Leider kann es gerade zu Beginn noch manchmal zu “unperfekten” Broten kommen. Das gehört dazu. Vielleicht ist euer Sauerteig noch zu jung und damit zu wenig triebstark. Anfangs gibt man dem Brotteig daher etwas Hefe zu. Mit jedem Auffrischen wird der Sauerteig stärker, sodass er irgendwann alleine wirkt

Ich hoffe, euch mit dieser Sauerteig-Anleitung ermutigen zu können, es zu probieren! Ich bin sicher kein Profi. Und es klappt trotzdem wunderbar. Bei offenen Fragen lest bitte zunächst die bereits beantworteten Kommentare durch. Übrigens, angeblich braucht jeder Sauerteig einen Namen. Meiner hat noch keinen – obwohl ich ihn wirklich liebgewonnen habe 😉 Jede Woche gibt’s bei uns mindestens 1-2 mal frisch gebackenes Brot, ab und an auch Sauerteigbrötchen oder Süßes wie den Sauerteigzopf ohne Hefe und Panettone mit Sauerteig.

Sauerteig

Selbst angesetzter Sauerteig braucht zwar Zeit, hält dann aber – gut gepflegt – ewig. Mit meiner Sauerteig-Anleitung für Anfänger klappt es bestimmt!
Kathrin Runge Rezept von Kathrin Runge
Vorbereitung25 Minuten
Reifezeit2 Tage 12 Stunden

Zutaten

1
Portion Sauerteig

1. Schritt

  • 50 Gramm Roggenmehl Type 1150
  • 50 Gramm Wasser ca. 37 Grad, bis zu 60g

2. Schritt

  • 50 Gramm Roggenmehl Type 1150
  • 50 Gramm Wasser ca. 37 Grad, bis zu 60g
  • 100 Gramm Sauerteig-Ansatz aus dem 1. Schritt

3. Schritt

  • 50 Gramm Roggenmehl Type 1150
  • 50 Gramm Wasser ca. 37 Grad, bis zu 60g
  • 50 Gramm Sauerteig-Ansatz aus dem 2. Schritt

4. Schritt

  • 50 Gramm Roggenmehl Type 1150
  • 50 Gramm Wasser ca. 37 Grad, bis zu 60g
  • 10 Gramm Sauerteig-Ansatz aus dem 3. Schritt

Zubereitung

1. Schritt

  • 50 Gramm Mehl und 50 Gramm warmes Wasser in einem großen Einmachglas kräftig mit einem Löffel vermischen. Falls die Masse extrem fest ist, etwa 10g mehr (also insgesamt 60g) Wasser verwenden. Deckel des Glases auflegen (nicht zuschrauben oder mit einer Klammer verschließen), alternativ mit Frischhaltefolie bedecken. Mischung bei ca. 25-30 Grad rund 20-24 Stunden reifen lassen.

2. Schritt

  • Den kompletten Ansatz aus dem 1. Schritt mit noch einmal 50 Gramm Mehl und 50-60 Gramm warmem Wasser kräftig vermischen. Deckel auflegen. Zugedeckt bei ca. 25-30 Grad rund 8-15 Stunden reifen lassen. Wie lange es bei euch dauert, hängt von Umgebungsvariablen wie Zimmertemperatur ab und davon, wie sich der Ansatz entwickelt: Sobald er sein Volumen verdoppelt hat und schon wieder leicht einfällt, geht man zum 3. Schritt über.

3. Schritt

  • 50 Gramm des Ansatzes aus dem 2. Schritt (der Rest wird nicht benötigt und kann weg) mit 50 Gramm Mehl und 50-60 Gramm warmem Wasser vermischen. Deckel auflegen. Zugedeckt bei ca. 25-30 Grad rund 12 Stunden reifen lassen. Auch hier hängt die genaue Dauer wieder davon ab, wie sich der Ansatz entwickelt: Sobald er sein Volumen verdoppelt hat und schon wieder leicht einfällt, geht zum 4. Schritt über.

4. Schritt

  • 10 Gramm des Ansatzes aus dem 3. Schritt (der Rest wird nicht benötigt und kann weg) mit erneut 50 Gramm Mehl und 50-60 Gramm warmem Wasser vermischen. Deckel auflegen. Zugedeckt bei ca. 25-30 Grad rund 8-12 Stunden reifen lassen. Das Volumen sollte nun noch um etwa die Hälfte zunehmen.

Verwenden des Sauerteig-Anstellguts

  • Wenn die Mischung deutlich säuerlich riecht, ist der Sauerteig-Starter bzw. das Anstellgut (insgesamt ca. 110 Gramm) nun bereit zum Backen. Ansonsten den 4. Schritt noch einmal wiederholen. Für ein Sauerteigbrot mit ca. 500g Mehl benötigt ihr je nach Gehzeit z.B. 75 g Anstellgut. Die ersten Male sollte man zum Teig zusätzlich Hefe zugeben, bis der Sauerteig alleine triebstark genug ist.

Regelmäßiges Füttern des Sauerteigs

  • Der Rest Sauerteig-Anstellgut (in meinem Beispiel ca. 30-40g) wird in einem kleinen Glas mit aufgelegtem Deckel im Kühlschrank gelagert und muss immer wieder „gefüttert“ bzw. „aufgefrischt“ werden. Dafür nimmt man alle ca. 7-10 Tage 10 Gramm des Sauerteigansatzes aus dem Kühlschrank (der Rest kann weg) und mischt diesen in einem sauberen frischen Glas wieder mit 50g Mehl und 50g Wasser.
  • Diese Mischung lässt man wieder 6-12h reifen, wie im 4. Schritt. Dann entnimmt man z.B. 75g Ansatz für sein Brot, lagert den Rest wieder im Kühlschrank. Und macht immer so weiter 🙂 .

Anmerkungen

  • Das Herstellen des Sauerteigs hat lange Reifezeiten. Da man keine genauen Stundenangaben machen kann, solltet ihr das Ganze z.B. an einem verlängerten Wochenende starten, an Urlaubstagen oder wenn ihr eh zuhause seid.
  • Die richtigen Temperaturen sind enorm wichtig – nicht zu kühl, nicht zu heiß. Die Wassertemperatur könnt ihr mit einem Thermometer messen, den Ort zum Reifen am besten ebenfalls. Wenn man Erfahrung hat, geht das auch nach Gefühl.
  • Im Winter kann man den Sauerteig z.B. in der Nähe einer Heizung reifen lassen (wenn diese konstant durchheizt und nicht nachts abschaltet) oder im Wäschekeller. Ansonsten z.B. in den Ofen bei nur angeschalteter Backofenlampe stellen. Ich stelle ihn manchmal auf unseren (warmen) Server 😉 Aber Achtung: setzt das Sauerteigglas zusätzlich auf einen Teller – er kann ziemlich überlaufen.
  • Wie viel zusätzliche Hefe ihr bei den ersten Malen benötigt, ist sehr individuell und auch von der Reifezeit bzw. dem konkreten Rezept für den Brotteig abhängig. Ich nehme z.B. 1-2g Trockenhefe und reduziere die Menge nach und nach.
  • Bei offenen Fragen lest bitte zunächst die bereits beantworteten Kommentare durch.
  • Du hast nicht alles da?

    In der Zutaten Tauschbörse findet ihr Tipps, wie und durch was ihr Zutaten ersetzen könnt.

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Kathrin Runge

Hallo, ich bin Kathrin!

Ich bin Gründerin von „Backen macht glücklich“, Backbuchautorin, Journalistin und seit meiner Kindheit leidenschaftliche Bäckerin. Was mich glücklich macht? Neue Rezepte zu entwickeln, sie auszuprobieren, zu fotografieren und mit euch zu teilen.

Seit 2012 findet ihr hier alles rund ums Backen – von schnellen Muffins bis zur festlichen Torte.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Stöbern und Nachbacken. Schön, dass du das bist!

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626 Kommentare

  1. Hallo Kathrin,
    mein Sauerteig ist bereits 6 Monate alt und ist bisher immer zuverlässig gewesen. Nun hab ich Vorgestern den Starter gefüttert, wie immer 1EL Sauerteiganstellgut +25g Weizen Type 1050+25g Roggen Type 1150 +50g warmes Wasser. Dieser ist über Nacht schön aufgegangen. Zu dem Starter hab ich am Morgen 360g warmes Wasser hinzugefügt, dabei fing es an zuschäumen und die Masse ist am Boden geblieben. Der Teig ist nicht wie sonst auf dem Wasser geschwommen. Das hat mich schon etwas stutzig gemacht. Ich verrührte es trotzdem und knetete den Brotteig. Über Nacht durfte das Brot im Gärkörbchen gehen. Leider musste ich mit erschrecken feststellen, dass nichts aufgegangen ist. Der Brotteig ist kompakt und kein bisschen gestiegen.
    Ich bin am verzweifeln. Woran könnte das liegen ? Wieso schämte es so beim aufgießen mit Wasser?

    Vielen Dank schon mal im Vorraus.
    Liebe Grüße
    Eva

    1. Hallo, ich kann leider keine Ferndiagnose stellen. Wenn du alles gemacht hast wie immer, fällt mir auch nichts ein. Ich weiß ja noch nicht einmal, welches Brot du gemacht hast. Ich selbst gebe allerdings nie so viel Wasser direkt auf den Starter, sondern mache immer Mehl, Wasser, Starter zusammen.

    2. könnte es an der Wasser Temperatur gelegen haben?

      Liebe Grüße,
      Tina

  2. Hi Kathrin,

    gibt es eine Möglichkeit, nicht immer einen Überschuss zu produzieren, der dann „weg kann“. Kann man das nicht irgendwie einbinden. Ich finde den Gedanken, jedes mal etwas wegzuschmeißen, nicht schön.
    Ansonsten liest sich die Anleitung sehr verständlich und wird in naher Zukunft einmal ausprobiert.
    Danke!

    Viele Grüße
    Max

    1. Hallo, also komplett ohne Überschuss wird es nicht gehen, da du ja auch nicht alles aus dem Glas bekommst etc; aber wenn ich 30g Ansatz im Kühlschrank habe und je nach Rezept 10-20g davon nehme, um zu füttern, bleibt ja quasi eh fast nichts übrig. Wenn du immer dasselbe Brot machen solltest, kannst du deine Mengen auch etwas dahingehend anpassen. Ich backe aber mal ein Brot, für das ich etwas weniger brauche, beim nächsten Mal dann eines, für das ich mehr brauche.

  3. Hallo Kathrin, liest sich sehr gut und wirklich nachvollziehbar beschrieben. Ich habe eine Frage zum Sauerteig-Anstellgut (mit Roggenvollkornmehl). Du mengst um die 75g bei, ich (Anfänger) gehe bisher nach einem Buch wo nur 5-6g zugegeben wird (erster Versuch war nichts). Wie kommt es zu diesen extrem großen Unterschieden die in den Beschreibungen publiziert werden ? Vielen Dank im Voraus.
    Gruß
    Thomas

    1. Hallo Thomas, also mit 5 g Sauerteig kann ein Brot eigentlich nichts werden, was ist das für ein Buch? Es gibt natürlich große Unterschiede, aber unter 20 g habe ich noch nie irgendwo gesehen.

      1. Hallo Kathrin, bei den Buch handelt es sich um das PlötzPrinzip. „ Backen in Perfektion mit Sauerteig“ wurde mir von Freunden empfohlen die danach erfolgreich backen – Auch mit diesen geringen Beimengungen – als Beispiel für ein einfaches Roggenbrot: 599g Roggenmehl, 540 g Wasser, 13 g Salz und 6g Roggensauerteig. Und es funktioniert und schmeckt – konnte mich davon überzeugen. Wahrscheinlich gibt es hierbei kein richtig oder falsch sondern verschiedene Ansätze/Vorgehensweisen. Ich werde es weiter probieren und schauen welche Beimengungen für mich in Frage kommen.
        Besten Dank für dein schnelles Feedback.
        Gruß
        Thomas

        1. Hallo, ja, die Sachen vom Plötzblog sind natürlich alle wunderbar und er ist ein echter Experte. Viele seiner Rezepte sind meiner Meinung nach aber nichts für Anfänger. Und mit einem ganz neuen Sauerteig wirst du, wenn du nur 6 g verwendest statt wie hier 75, kein gutes Brot hinbekommen. Es sei denn, er meint 6 g Anstellgut, das dann erst noch aufgefrischt wird. Das ist natürlich ein unterschied. Dann nehme ich auch nur 10 g

  4. Hallo,
    dpenible Sauberkeit bei den Gläser ist nicht norwendig, einfach nur abspülen reicht. Das bekommt dem Sauerteig besser 😉

    Gruß
    André

    1. Sagt wer? wieso? ja, wahrscheinlich geht´s auch mit normalem Spülen, dass das dem Sauerteig aber besser bekommt, halte ich für ein Gerücht.

  5. Ich habe meinen Sauerteig schon 9 Jahre. Ich neme immer Vollkornmehl das schleimt nicht
    Gruss an alle

    1. Danke für den Hinweis!

  6. Hey deine Anleitung habe ich bisher besser verstanden als das was ich sonst gelesen habe und ich sehr verzweifelt war also fange ich nochmal neu an so wie in deinem Weg beschrieben. Eine Frage habe ich aber doch wenn anstellgut übrig ist und ich es im Kühlschrank aufbewahre und es 1x die Woche füttere. Wie fütter ich es aber weiter bis zum nächsten Gebrauch ? Da hänge ich fest🫣

    Lg

    1. Hallo, das freut mich.

      Der Rest Sauerteig-Anstellgut (in meinem Beispiel ca. 30-40g) wird in einem kleinen Glas mit aufgelegtem Deckel im Kühlschrank gelagert und muss immer wieder „gefüttert“ bzw. „aufgefrischt“ werden. Dafür nimmt man alle ca. 7-10 Tage 10 Gramm des Sauerteigansatzes aus dem Kühlschrank (der Rest kann weg) und mischt diesen in einem sauberen frischen Glas wieder mit 50g Mehl und 50g Wasser.

      1. Stelle ich danach das Glas dann wieder in den Kühlschrank oder lass ich diesen neuen Ansatz dann erst nochmal bei 25 – 30 °C reifen, bevor ich ihn zurück in den Kühlschrank stelle, wenn ich ihn nicht gleich verwenden möchte zum Backen, sondern eben nur füttere?

        1. Auf diese Frage, die von einigen schon gestellt wurde, gibt es anscheinend keine Antwort. Es würde mich nämlich auch interessieren ob nach der „Kühlschrankauffrischung“ das Glas wieder zurück in den Kühlschrank kommt.

          1. Der Sauerteig muss auf jeden Fall erstmal draußen stehen und etwas reifen, bevor er wieder in den Kühlschrank kommt. Nicht ganz so lang, wie wenn du ihn gleich für Brot verwenden würdest, aber dennoch.

  7. Moin moin
    Klingt verständlich, werde ich umsetzen. Danke

  8. wie viel Zeit liegt jeweils zwischen den einzelnen Schritten? Das habe ich in der Anleitung nicht gefunden. Bitte um Aufklärung. vielen Dank!

    1. Hallo, die Zeiten stehen alle in den Rezeptschritten, z.B. rund 20-24 Stunden. So lange dauert der Schritt, so viel Zeit liegt also zwischen Schritt 1 und 2.

  9. Liebe Katrin,
    erstmal vielen Dank für die tolle Anleitung. Ich habe es inzwischen mehrfach versucht – exakt nach den Angaben, Temperatur top, alles super sauber gehalten und auf Details geachtet. Die ersten 3 Schritte klappen toll, in Schritt 3 ist der Ansatz nach wenigen Stunden mehr als verdoppelt. Im Schritt 4 passiert dann leider gar nichts mehr (auch nach > 24 h). Ich habe auch einmal versucht mit 50 g (statt nur 10 g) weiterzufüttern. Klappt auch nicht. Ich bin am verzweifeln, was kann das sein?

    1. Hallo Thorsten, Puh, das ist aus der Ferne schwer zu sagen. Welches Mehl nimmst du? Tut sich wirklich gar gar gar nichts, also auch keine Bläschen etc.?

      1. Hallo Kathrin,

        ich häng mich in den Thread mit rein, da ich gerade dasselbe Problem habe. Bei Schritt 1 bis 3 ist das Anstellgut enorm aufgegangen, bei Schritt 4 ist nur noch leichte Blasenbildung zu beobachten. Ich habe den Schritt auch nochmal wiederholt, ohne Verbesserung. Die Masse riecht aber leicht säuerlich, also werde ich heute ein Experiment starten und mal schauen was passiert.
        Verwendet habe ich ich Roggenvollkornmehl und als Platz für die Lagerung habe ich unser Bad, neben dem Handtuchwärmer, ausgewählt.

        Viele Grüße
        Philipp

  10. Ich finde es toll, dass du den Leuten die Angst nimmst vor dem Sauerteig 😁

    1. Das freut mich sehr 🫶🏻

  11. Liebe Katrin,
    ich habe folgende Frage und würde mich sehr über einen kurzen Rat freuen:
    Ich habe ein Sauerteig Anstellgut gestartet (Roggen Vollkornmehl), dass innerhalb der ersten 24 Stunden super aufgegangen ist, so stark, dass das Glas kurz vorm Überlaufen war.
    Weil ich das Überlaufen verhindern wollte, habe ich 50 Gramm der masse in ein anderes Glas gefüllt, den Ansatz in beiden Gläsern gefüttert und wieder warm gestellt. (Wie vorher, in den Ofen, nur Licht an, Klappe etwas offen). Jetzt passiert seit weit über 24 Stunden nichts mehr und ich bin enttäuscht.
    Was habe ich falsch gemacht?
    Wie verfährt man, wenn der Sauerteig überläuft?
    Nimmt er einem das „Umtopfen“ übel?

    Grundsätzlich: Ist es okay, den Ansatz zum füttern aus dem Glas in eine Schüssel zu füllen und anschließend zurück in ein sauberes Glas oder mag der Teig das nicht?

    Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen!!
    Herzliche Grüße
    Jenny

    1. Hallo, ich persönlich habe das noch nicht gemacht und es könnte schon sein, dass das Umtopfen schadet, du zerstörst ja auch Bläschen. ich würde noch etwas abwarten, so lange nichts stinkt o.ä., sonst nochmal neu beginnen

  12. Hallo zusammen,
    Ich stecke auch im Schritt 3 fest. Ich folge den Angaben genau und reguliere die Wassertemperatur und die Raumtemperatur wie angegeben. In den ersten 2 Schritten geht der Teig gut auf, aber im Schritt 3 bleibt er fast gleich, selbst wenn ich ihn laenger als 12h gehen lasse.
    Hat jemand von den anderen Kommentaren rausgefunden, was das Problem ist?
    Vielen Dank!
    Beste Gruesse,
    Sabrina

  13. Hallo, ich stecke leider bei schritt 3 fest. Teig ging bei schritt 2 auf und fiel wieder ein. Ging dann zu schritt 3 weiter und der Teig ging nicht mehr auf. Habe dann schritt 3 wiederholt und er ging wieder nicht auf. Habe Weizenvollkornmehl verwendet. Habe daraufhin heute Morgen den Teig mit 50g Wasser und 50g Mehl gefüttert, ohne etwas vom Ansatz zu verwerfen und warte ab. Wenn er bis morgen wieder nicht auf geht, werde ich ihn entsorgen. Riecht nicht schlecht und auch kein Schimmel. Woran kann das liegen?

    1. Ich kann leider keine Fern-Diagnosen zu solchen Spezialfällen geben

  14. Hallo habe den Sauerteig angesetzt, allerdings mit Weizenvollkornmehl. Bis Tag 2 ging alles super und er ist gut aufgegangen und wieder eingefallen. Dann habe ich schritt 3 gemacht und er ging nicht auf. Daraufhin habe ich gestern schritt 3 wiederholt. Nach 12 h und auch nach 24h ist der Teig 1cm über die Markierung gewachsen. Was soll ich jetzt tun?

  15. Hallo!
    Ich habe Roggenvollkornmehl von Alnatura und heute den zweiten Tag, mittags habe ich nochmal 20g etc. rein, alles steht im 29 Grad warmen Heizungsraum im Marmeladenglas und Deckel nur aufgelegt. Ich komm also am Nachmittag des zweiten (!) Tages in diesen Raum und denke: Uff, was stinkt da so? Ich guck zum Teig und der quillt gerade oben über den Glasrand eines Standardmarmeladenglases aus dem Supermarktregal und ja, er ist es, der eher in Richtung Kotze stinkt….puh.
    Ist das noch in Ordnung und warum ist der so steigfreudig? Das einzige, was sein kann, ist zuviel Wasser, weil mein erster Versuch quasi eingetrocknet war.
    Herzlichen Dank für Deine Hilfe!

    1. Hallo, ich kann keine Ferndiagnose machen, aber vielleicht war 1. der Raum zu warm und 2. tatsächlich das Wasser zu viel. Wenn er ganz schlimm übel riecht, würde ich wahrscheinlich von vorn anfangen